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Christvesper - Zum Gottesdienst am Heiligen Abend kamen rund 200 Gläubige auf dem Wertheimer Marktplatz zusammen und feierten gemeinsam Christi Geburt

Gottesdienst in Wertheim war ein Hoffnungszeichen gegen die Dunkelheit

„Das war ein schöner Gottesdienst“, lautete einer der Kommentare zu der evangelischen Christvesper am Heiligen Abend auf dem Marktplatz in Wertheim. Sie war in ihrer Art und Weise eine Premiere.

Von 
Hans-Peter Wagner
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Der Heiligabend-Gottesdienst fand pandemiebedingt erstmals auf dem Wertheimer Marktplatz statt. Dekanin Wibke Klomp vermittelte den Menschen Hoffnung. © Hans-Peter Wagner

Wertheim. Mehr als 200 Gläubige waren gekommen, um gemeinsam zu feiern, dass in Bethlehem in einem Stall ein Kind geboren wurde. Dekanin Wibke Klomp betonte, dieses Kind sei zum Licht der Welt, zum Zeichen der Hoffnung und des Friedens gegen alle Dunkelheit der Welt geworden. Gott komme den Menschen in diesem Kind nahe, sage „Ja“ zu den Menschen. Gott wolle den Menschen mitten im Leben begegnen, weshalb Weihnachten gefeiert werde. Zu spüren sei hier die Kostbarkeit des Moments, trotz aller individuellen Unterschiedlichkeit beisammen zu sein.

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Die Dekanin sagte, die Menschen sehnten sich nach dem Frieden, den die Engel in der besonderen Heiligen Nacht verkündigt hätten, den Frieden in Wertheim, den Frieden auf der ganzen Welt unter den Men-schen aller Nationen und Religionen. Sie leitete über zur vertrauten Weihnachtsgeschichte nach dem Evangelisten Lukas, welche von Generation zu Generation weitergegeben werde.

Gesang hinter Masken

Diese Geschichte erzähle davon, dass Gott den Menschen nahe sein wolle und für diese da sei.

Wertheims „Nachtwächter“ Rainer Dreikorn und „Engel“ Paula Klomp erzählten die Weihnachtsge-schichte. Mehrfach ergänzten Michael Geiger (Trompete) und Carsten Klomp (Orgel) die Christvesper gemeinsam mit bekannten Liedern, zu denen die Gläubigen hinter ihren Mund-Nase-Schutz-Masken mitsingen konnten.

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Lukas nannte keine Zahlen

Im Laufe des Gottesdienstes erklangen „Lobt Gott ihr Christen alle gleich“, „Es ist ein Ros entsprungen“, „Stille Nacht“, „Ich steh an deiner Krippen hier“, „Fröhlich soll mein Herze springen“ und „O du fröhliche“. Wibke Klomp führte aus, dass in diesem Jahr viel gezählt worden sei, zu Jesu Geburt gebe es allerdings keine Zahlen. Man wisse nicht, wie viele Menschen bei der damaligen Volkszählung ermittelt worden seien, an wie vielen Türen Josef angeklopft habe, um für seine hochschwangere Frau eine Unterkunft zu finden, wie viele Hirten auf den Feldern ihre Schafe gehütet hätten oder wie viele Engel gekommen waren. Klar sei einzig, dass ein Kind geboren wurde, ein Kind, das die Welt verändert habe, weil es sich ganz und gar in die Welt hineinwagte. Ein Kind, welches hinein in die Welt gegangen sei, um die Hand zur Versöhnung zu reichen.

Die Fürbitten waren auch darauf gerichtet, Gott im Leben wahrzunehmen. Ihm wollten die Menschen in der Heiligen Nacht Freuden, Ängste und Sorgen anvertrauen. Gott wolle bei allen sein, die über diese Nacht hinaus Frieden suchten. Die Sehnsucht danach sei groß in allen Krisengebieten, aber auch hier vor Ort hinter den Haustüren, so Klomp. Die Sehnsucht nach Frieden werde von allen Religionen geteilt. Die Fürbitten drückten den Wunsch aus, dass Gott bei allen sei, deren Herz schwer ist, bei denen, die Heimat und Familie vermissten, auch bei allen Ärzten, Krankenschwestern und Pflegern, bei Feuerwehrleuten und Notdiensten und bei den Menschen, die eine Krankheit in sich tragen.

Wärme für Herzen und Seelen

Die Besucher der Christvesper verbrachten bei Kühle und zwischenzeitlich beginnendem leichten Nieselregen eine gute halbe Stunde auf dem Marktplatz miteinander und gingen mit Wärme in den Herzen und Seelen auseinander. Die Spenden der Christvesper sind für die Aktion „Brot für die Welt“ bestimmt. Abends ab 23 Uhr traf man sich im Kerzenschein zur Christmette in der Stiftskirche.

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