Religion - Erster ökumenischer Gottesdienst nach Lockdown in Bestenheid unter großem Zuspruch abgehalten Gläubige zum Einsatz für den Frieden motiviert

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Pfarrerin Carolin Knapp, Pastoralreferentin Ute Zeilmann, Ministranten, Elke Bleifuß an der Orgel und der Chor Magnificat gestalteten den Gottesdienst. © Kreßmann

Bestenheid. Gelebte Ökumene ist auch in schwierigen Zeiten möglich. Das wurde vor ein paar Tagen beim ersten ökumenischen Gottesdienst nach dem Lockdown und dem fünften insgesamt sichtbar.

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Der Gottesdienst stand unter einem sehr aktuellen Thema: Umkehr zum Frieden.

Aktuelle Sorgen

Pfarrerin Carolin Knapp und Pastoralreferentin Ute Zeilmann hatten sich für das bekannte Zitat aus dem Buch des Propheten Micha „Schwerter zu Pflugscharen“ entschieden und diese Friedensvision in Verbindung mit den aktuellen Sorgen um den Frieden in der Welt gebracht.

Ehrenamtliche aus der Martin-Luther Gemeinde und der Gemeinde St. Elisabeth erzählten von gelungenen Beispielen: So sind die Kirchen zum Frieden umgekehrt und bewegen sich schon lange auf dem Weg hin zu mehr Gemeinsamkeiten und sichtbarer Einheit.

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Außerdem wurde in diesem Zusammenhang die friedliche Revolution zum Fall der innerdeutschen Grenze angeführt.

Die beiden Theologinnen lenkten den Blick in ihrem Predigtteil konkret auf die extremistischen Tendenzen im eigenen Land, die Leipziger Ausschreitungen kamen ebenso wie Reichsbürger vor dem Bundestag zur Sprache.

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Aber auch die Demonstrationen in Belarus und die unwürdige Situation der Menschen auf der Insel Lesbos wurden thematisiert. Es brauche Mut, zu sagen, ich habe Unrecht, lass uns umkehren.

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Vor fünf Jahren wurde das ökumenische Friedensgebet in Wertheim ins Leben gerufen.

Weil aber wegen der Corona-Schutzmaßnahmen schon länger keine ökumenischen Friedensgebete in der Michaelskirche auf dem Reinhardshof stattfinden konnten, nutzten die Seelsorgerinnen die Gelegenheit, eine neue Friedenskerze anzuzünden, um weiterhin alle zum Gebet und zum Einsatz für den Frieden zu motivieren.

Musikalische Bereicherung

Eine großartige Bereicherung war die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes durch Elke Bleifuß an der Orgel und dem Chor Magnificat unter der Leitung von Bernd Dorbath und Marion Wehner. Sie griffen instrumental und gesanglich das Thema des Gottesdienstes und gaben ihm eine besondere Feierlichkeit. Das Vorbereitungsteam hatte infektionsschutzkonform einen kleinen Imbiss in Tütchen vorbereitet, so dass viele Gottesdienstfeiernde im Anschluss im Schatten der katholischen Kirche die ökumenische Gemeinschaft auch dank der Ministranten erleben konnten.