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Im Convenartiskeller - Am 8., 9. und 10. Juli wird „Der grüne Bogenschütze“ frei nach Edgar Wallace zu sehen sein

Gewölbe-Gaukler proben bereits fleißig

Von 
Matthias Ernst
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Auf der Bühne des Convenartiskellers wird schon fleißig geprobt für das neue Stück der Gewölbe-Gaukler, das in Juli Premiere hat. © Matthias Ernst

Wertheim. Eines der bekanntesten Stücke des englischen Krimiautors Edgar Wallace haben sich die Gewölbe-Gaukler in diesem Jahr als Theaterstück vorgenommen und wollen es im Convenartiskeller zur Aufführung bringen: „Der grüne Bogenschütze“. Man habe sich bewusst für den Gewölbekeller entschieden und sei nicht in der Aula Alte Steige ausgewichen, weil das Stück ein aufwendiges Bühnenbild verlangt, das nur schwer bei jeder Aufführung auf- und wieder abgebaut werden muss, berichtet Regisseurin Bernadette Latka den FN bei einem Probenbesuch. Apropos Proben: Die laufen seit Wochen auf Hochtouren, auch wenn der eine oder andere Darsteller – die Damen sind in der Überzahl – mal nicht kann, aus welchen Gründen auch immer. Doch das lässt die Regisseurin vollkommen kalt – nach außen. Sie konzentriert sich auf das Material, das verfügbar ist.

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Qualitativ hochwertige Stücke

Immerhin die Hälfte der zwölf Darsteller sind bei der besuchten Probe anwesend, einige müssen auch Doppelrollen übernehmen, weil einfach nicht genügend Schauspieler zur Verfügung stehen bei der Laientruppe, die seit Jahren für qualitativ hochwertige Stücke und ihre Umsetzung steht.

Noch geht ohne Manuskript überhaupt nichts, das Auswendig-Lernen erfolgt in den nächsten vier Wochen bis zur Aufführung. Und wenn überhaupt nichts mehr geht, hilft die Souffleuse bestimmt weiter. Doch noch ist es nicht soweit. Es sind bisher grobe Stückteile, die aneinandergereiht werden. Dabei ist es schon interessant zu beobachten, wie sehr sich das Bühnenstück von der bekannten Verfilmung von Jürgen Roland aus dem Jahr 1961 unterscheidet. Die damalige Edgar Wallace-Reihe mit 32 Filmen war ein echter Gassenfeger.

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„Der grüne Bogenschütze“ zählt zu den bekanntesten Werken des englischen Krimiautors. Die Aufführung der Gewölbe-Gaukler nutzt die Bühnenfassung von Bernhard Hank Höfellner, welches sich frei am Roman orientiert. Doch die Charaktere und der Grundzug der Handlung wurden nicht verändert.

Wie beim Originalroman bleibt bis zum Schluss offen, wer der grüne Bogenschütze ist. „Vielleicht sind es auch mehrere“, meint Bernadette Latka schmunzelnd. Man will den Spannungsbogen eben hoch halten und nicht zu viel verraten.

„Es wird auf jeden Fall viel gelacht werden“, verrät sie. Trotz aller Krimi-Atmosphäre solle es ein unterhaltsamer Abend werden, die Zuschauer erwartet ein abwechslungsreiches Bühnenbild – und überraschende Wendungen der Geschichte. Ob allerdings auch das Kellergeschoss geflutet wird, wie im Film von 1961, und wie sich die Eingeschlossenen befreien können – eventuell dank des grünen Bogenschützen –, das soll eine große Überraschung werden.

Noch allerdings arbeitet die Truppe an dem Grundgerüst des Stücks. Durch das Fehlen einiger Schauspieler ist es für Regisseurin Bernadette Latka nicht ganz einfach, den Handlungsfaden aufzubauen. Doch die jeweiligen Regieanweisungen in den einzelnen Szenen kommen gut an, man diskutiert, wie man am besten für seinen Auftritt auf die Bühne oder wieder herunter kommt, neben den ganzen Proben mit Text und Ausdruck und versucht sich die Stichworte zu merken, an denen man etwas sagen soll.

So wie in der Befragung von Kommissar Jim Featherstone von Scotland Yard, der Valerie Howett und Julius Savini zum Tod von Mr. Creager verhört. Welche Rolle der Geschäftsmann und Kriminelle Abel Ballamy und sein Schloss spielen, wird nicht verraten.

Nur so viel: Er ist die tragende Figur in dem abwechslungsreichen Stück, das bis zum Schluss wechselhaft bleibt. Und vielleicht muss ja auch das Publikum bei der Aufklärung der Verbrechen helfen, wie schon öfter bei Stücken, die von den Gewölbe-Gauklern aufgeführt wurden.

„Es bleibt spannend“, verspricht Regisseurin Bernadette Latka und widmet sich dann wieder den Proben mit den Schauspielerkollegen auf der Bühne – mit kriminalistischem Feingefühl.

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