Empfang - Stadt würdigte Stefan Gläser, den langjährigen früheren Oberbürgermeister und jetzigen Ehrenbürger Wertheims, für seine Verdienste und Beharrlichkeit Gestalter, Visionär und Praktiker

Von 
Elmar Kellner
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Zwei Weggefährten: Alt-Landrat Georg Denzer (links) und Alt-Oberbürgermeister Stefan Gläser.

© Kellner

Professor Stefan Gläser feierte vor wenigen Tagen seinen 70. Geburtstag. Beim Empfang der Stadt für ihren Ehrenbürger, würdigte Oberbürgermeister Stefan Mikulicz die Verdienste seines Vorgängers.

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Wertheim. Er hat vieles bewirkt, "Wertheim und die Kommunalpolitik ganz entscheidend geprägt und tiefe Spuren hinterlassen". Mit diesen Worten würdigte Oberbürgermeister Stefan Mikulicz bei einem Empfang der Stadt für ihren Ehrenbürger am Samstag im Gartensaal des Hofgartenschlösschens seinen Amtsvorgänger. Professor Stefan Gläser hatte vor wenigen Tagen seinen 70. Geburtstag gefeiert (wir berichteten).

Am Klavier eröffneten und beschlossen Fedra und Stefan Blido die Veranstaltung, zu der zahlreiche Weggefährten und Wegbegleiter aus den vergangenen Jahrzehnten gekommen waren. Auch das Ehepaar Blido hat eine persönliche Verbindung zu dem Jubilar, haben sie unter seiner Ägide doch einst ihr Amt als Leiter der städtischen Jugendmusikschule angetreten.

Marksteine der Stadtgeschichte

Im Zeitraffer ließ Stefan Mikulicz das Wirken und die Verdienste seines Vorgängers, der mehr als zwei Jahrzehnte lang an der Spitze der Stadt stand, noch einmal Revue passieren. Die damalige Schlossberg-Kaverne, heute als "Parkgarage Altstadt" bekannt, die Konversion des Reinhardshofes, die Ansiedlung der Landespolizeischule oder den Erhalt des Schlösschens im Hofgarten, zählte er als besondere Marksteine auf. "Alles große Nummern." Natürlich ließ der Redner auch die zahlreichen Ehrungen nicht unerwähnt, die Gläser im Laufe seines Berufslebens zuteil wurden, seien dies nun die Ernennung zum Ehrenbürger der Stadt, die Verleihung des Verdienstkreuzes Erster Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland oder die Ehrenmedaille der Hochschule für öffentliche Verwaltung.

Verdiente Auszeichnungen

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"Auszeichnungen wohin man schaut. Und alle verdienter Weise", stellte Mikulicz fest. Gläser werde als Gestalter, Visionär und Praktiker treffend beschrieben. Dafür sei er in Wertheim und im ganzen Land bekannt. Der Oberbürgermeister dankte seinem Amtsvorgänger für dessen Leistungen und gratulierte noch einmal zum gerade zurückliegenden Geburtstag.

Das Jahr 1981 habe "eine ganz entscheidende Wende in unserem Leben gebracht, blickte Professor Stefan Gläser für sich und seine Familie noch einmal zurück auf jene "dienstliche Weisung" des damaligen Ministerpräsidenten Lothar Späth, die zu seiner Kandidatur um das Amt des Wertheimer Oberbürgermeisters führte. Seine Frau Brigitte sei davon zunächst gar nicht begeistert gewesen und von seiner Mutter mit den Worten getröstet worden, "sei nicht bekümmert, wahrscheinlich wird der Stefan gar nicht gewählt".

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Wurde er bekanntlich doch und es begann, was der Ehrenbürger "heute noch als das interessanteste, schönste und erfüllendste Aufgabengebiet" seines Berufslebens ansieht: "In einer Stadt arbeiten zu können, deren Bürgerinnen und Bürger einem mit großer Mehrheit persönlich das Vertrauen aussprechen". Dies habe ihn über 21 Jahre lang mit großem Ehrgeiz erfüllt "und ich kann mir auch heute noch nichts Schöneres vorstellen, als konkret an der Verbesserung der Lebensumstände der Menschen zu arbeiten. Das ist außerordentlich befriedigend".

"Badisches Landrecht"

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Launig schilderte Stefan Gläser einige Projekte, bei denen so manches Mal das "badische Landrecht" zur Anwendung kam, um erfolgreich zu sein in dem Sinne, wie man sich das vorgestellt hatte.

Und so mancher Besucher staunte nicht schlecht, als der Redner das eine oder andere "kleine Geheimnis" enthüllte, sei es nun beim Kauf des Schlösschens im Hofgarten oder, viele Jahre zuvor, beim Bau der Schlossberg-Kaverne.

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