Das war die Woche Gar nicht so unrealistisch. . .

Von 
Elmar Kellner
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Ob er es wohl rechtzeitig schafft? Noch hat er ein wenig Zeit, denn der Sommer 2016 beginnt kalendarisch am kommenden Dienstag. Und zwar, das verspricht jedenfalls die Prognose, mit Sonnenschein und angenehmen Temperaturen. So soll es tatsächlich die ganze nächste Woche weitergehen - beständig wärmer und das Regenrisiko gegen Null sinkend.

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Da haben wir doch etwas, worauf wir uns freuen können, neben all dem anderen, was uns schon an diesem Wochenende veranstaltungstechnisch bevorsteht. Es ist eine ganze Menge los, der Kalender ist prall gefüllt. Und viele der Organisatoren wären bei einigermaßen schönem Wetter ganz froh - sei es nun heute Abend bei der romantischen Operngala auf der Freudenberger oder morgen (fast) den ganzen Tag über beim Schlosserlebnistag auf der Wertheimer Burg.

Neben dem schon erwähnten Sommeranfang gibt es in nächster Zeit noch (mindestens) zwei besondere Daten, die an dieser Stelle erwähnt werden sollen, weil sie auch in Wertheim ganz bestimmte Personengruppen betreffen. In einem Fall zumindest seit kurzem, im anderen schon seit längerem. Am Montag wird der von den Vereinten Nationen zu Beginn dieses Jahrtausends ausgerufene Weltflüchtlingstag begangen. Und am Donnerstag ist der, ebenfalls von der UNO erklärte, Tag des öffentlichen Dienstes. Wobei mir nichts davon bekannt ist, dass an diesem Tag Ämter und Behörden geschlossen hätten. Gefeiert wird wohl eher im Stillen und zurückhaltend.

Eher "zurückhaltend und im Stillen" geht derzeit, zumindest in Wertheim, die Fußball-Europameisterschaft über die Bühne. Ein großes Public Viewing gibt es in der Main-Tauber-Stadt aktuell (noch?) nicht. Man trifft sich zum Fußballschauen eher im kleinen Kreis. Etwa am "Café Kunterbunt" auf dem Reinhardshof, wo sicher die internationalste Truppe die deutsche Nationalmannschaft anfeuert. Vielleicht würde sich mit dem "großen Public Viewing" ja etwas ändern, wenn "Jogis Jungs" dem Finale entgegenstreben, beziehungsweise dieses sogar erreichen. Aber ganz ehrlich? So richtig sieht es im Moment nicht danach aus, als würde aus dem Welt- auch ein Europameister werden.

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Ist es vermessen zu sagen, eher wird Wertheim Hochschulstadt, als Deutschland Europameister? Nun, das eine klappt sicher, das andere wahrscheinlich nicht in diesem Jahr. Wenn sich die Fußballer Europas aber in vier Jahren in 13 Städten treffen und am Ende im Londoner Wembley-Stadion ihren Titelträger küren, dann soll das Studium an der Fachhochschule Wertheim nach dem Willen der Verantwortlichen längst laufen.

Was anfangs ein wenig nach einem "neuen Hirngespinst" aussah, wirkt nun gar nicht mehr so unrealistisch. Mit vielen Unternehmern und Unternehmensvertretern, diesen Eindruck hinterließ eine Informationsveranstaltung am Dienstagabend, wurden gewichtige Fürsprecher und hoffentlich auch tatkräftige Unterstützer gefunden. Die österreichischen Kooperationspartner scheinen, im Gegensatz zu den Fußballern ihres Landes, zu wissen, was sie tun und was sie tun müssen, um das Ziel zu erreichen. Noch in diesem Sommer sollen aus Absichtserklärungen wegweisende Entscheidungen für die Zukunft werden. Dann geht es auch ums liebe Geld. Denn kostenlos ist die Hochschulstadt nicht zu haben. Das ist aber auch jedem klar. Bleibt abzuwarten, wie tief man bereit ist, in den Stadtsäckel zu greifen.

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Erinnern Sie sich noch? Vergangene Woche wurde an dieser Stelle darüber geklagt, dass alle sich bei den Planungen für Veranstaltungen oder Sitzungen nach dem Kalender der Fußball-Europameisterschaft richten. Nur der Markt Kreuzwertheim nicht. Jetzt flatterte die Einladung zur nächsten Zusammenkunft des Gemeinderates ins Haus. Und siehe da, sie findet nicht, wie eigentlich üblich, am Dienstag statt - wenn Deutschland gegen Nordirland spielt - sondern ausnahmsweise am Montag. Schaut man allerdings auf die Tagesordnung und die darauf stehenden Themen, könnten ganz leichte Bedenken aufkommen, ob man bis zum Anpfiff 23 Stunden später wirklich fertig ist.

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