Städtische Musikschule - Förderverein stellt insgesamt mehr als 70 Instrumente zur Verfügung Flöte und Harfe gestiftet

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ek
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Wertheim. Vorweihnachtliche Geschenke für die Musikschule Wertheim und ihre Schüler: Als „Christkind“ betätigt haben sich Martina König und Franz Rhein, die Vorsitzende und der Schatzmeister des Fördervereins und die Präsente waren eine Paetzold-Bassblockflöte und eine Salvi-Harfe.

Freuen sich über die neuen Instrumente: Blockflötenlehrerin Marion Lohmann, Schatzmeister Franz Rhein, die Vorsitzende des Fördervereins, Martina König, Musikschulleiter Stefan Blido und Harfenschülerin Martina Habig. © Kellner
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Der Anschaffungspreis für beide Instrumente liegt jeweils deutlich im vierstelligen Bereich. Dank der neuen Harfe ist es nun unter anderem möglich, dass Lehrerin Christine Eberherr ihre Schülerinnen beim Unterricht in der Musikschule begleitet, informiert Leiter Stefan Blido. Über die „Paetzold“ wiederum freute sich Lehrerin Marion Lohmann besonders, weiß sie doch, dass ihre Schüler von den tiefen Tönen „sehr begeistert“ sind.

Aber nicht nur für den Nachwuchs ist diese Flöte eine Motivation, sondern auch für die Musikpädagogin selbst, wie aus ihrem leidenschaftlichen Plädoyer für die von vielen unterschätzte und als „Kindergarten-Instrument“ geschmähte Blockflöte deutlich wird. Lohmanns Traum ist es, ein Ensemble zusammenzustellen, denn sie möchte, „dass die Kinder wieder mehr zu Teamplayern werden“.

Dieser Gedanke stehe auch hinter dem Projekt „Wahlfach Orchester“, das inzwischen an mehreren Schulen läuft und für das es allein in diesem Jahr rund 60 Anmeldungen gegeben habe, sagt Blido. „Die Logistik war eine immense Herausforderung“, berichtet der Musikschulleiter. Mehr als 20 Instrumente mussten angeschafft werden. „Aus unserem Etat allein wäre das nicht möglich gewesen“, betont er die Bedeutung des Fördervereins.

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Knapp 65 Mitglieder hat der Verein nach Angaben von Schatzmeister Rhein derzeit. Zur Beschaffung von Instrumenten unverzichtbar sind Spenden, die zusammen mit den Mitgliedsbeiträgen rund die Hälfte des Etats ausmachen. Die andere Hälfte kommt durch den Verleih von Instrumenten an Schüler, das müssen durchaus nicht nur Kinder und Jugendliche sein, zusammen. Mehr als 70 Instrumente, Flöten, Harfen aber durchaus auch ein Klavier, stellt der Förderverein Lernwilligen gegen ein geringes Entgelt zur Verfügung.

„Wir stellen immer wieder fest, wie gerne gerade Kinder hierher kommen“, sagen Blido und die Fördervereinsvorsitzende Martina König. „Das darf nicht am Geld scheitern.“ Deshalb leistet die Organisation Hilfe zur Überbrückung schwieriger Situationen oder vergibt auch Stipendien, mit denen zumindest ein Teil der Gebühren finanziert werden können. ek