Für den guten Zweck - Sternsinger gingen angesichts der Pandemie mit Kreativität ans Werk / Spendenboxen aufgestellt / Über 16 000 Euro kamen zusammen Erzielte Spendensumme übertraf die Erwartungen bei weitem

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Wertheim. Kurzfristig wurde die bundesweite Sternsinger-Aktion 2021 mit dem Aktionsthema „Kindern Halt geben“ erweitert durch das Motto „Heller denn je“. Mit 16 085 Euro kam eine Summe zustande, die die Erwartungen der Verantwortlichen in Zeiten der Pandemie weit übertraf.

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Angesichts der Umstände, dass unter Pandemiebedingungen und Lockdown an Hausbesuche der Sternsinger nicht zu denken war und auch andere Möglichkeiten, Segenspost zu verteilen, einige Wochen lang eingeschränkt waren, zieht Pastoralreferentin Ute Zeilmann als Gesamtverantwortliche des Seelsorgeteams eine positive Bilanz. Heller denn je strahlte die Kreativität der Ortsverantwortlichen und der Kinder: In Mondfeld waren fünf Mütter (Christiane Hess, Bianca Grein, Marlene Schmied, Alexandra Löber, Martha Haub) und 14 Kinder begeistert dabei, Sterne zu basteln und mit persönlichen Segenswünschen zu bestücken.

Heller denn je

Schon in der Adventszeit wurde die Post von den Kindern an die Haushalte verteilt, Spendenboxen an verschiedensten Orten aufgestellt. Kronen mit Segensspruch für alle Einwohner der Stadtteile gestalteten Kinder in Eichel/Hofgarten auf die Initiative der Organisatorinnen Petra Stahl und Nadya Bohnenkämper hin. Zudem beteiligten sich die Sternsinger von St. Lioba am ersten gemeinsamen ökumenischen Video-Gottesdienst aus der Stiftskirche.

Heller denn je leuchtete auch die ökumenische Verbundenheit, die durch diesen Gottesdienst mit Dekanin Wibke Klomp sehr vielen Zuschauenden sichtbar geworden ist. Heller denn je war die Flexibilität aller Beteiligten. Nachdem zuerst Hygienekonzepte erstellt worden sind, mussten diese wieder aufgegeben werden.

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Dann suchten alle nach Möglichkeiten einer individuellen und liebenswürdigen persönlichen Sternsingerpost, um möglichst kontaktlos den Segen und die Botschaft der Aktion, auf die psychischen Belastungen der Kinder von Arbeitsmigranten in Osteuropa zu schauen, zu verteilen.

Kontaktlos

Doch das wollte der Krisenstab der Erzdiözese Freiburg erst ab 10. Januar wieder ermöglichen.

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Somit wurde in Dertingen, Sonderriet, Nassig immer und immer wieder geduldig umdisponiert. Daniela Ulram, Michaela Klein, Monika Häfner und Detlef Weimer suchten und fanden Lösungen, um die Aktion trotz einiger Hindernisse kontaktlos und infektionsschutzkonform durchzuführen.

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Auf dem Wartberg fanden irgendwann doch die fleißig von Ehepaar Hübler eingepackten 1500 Briefe einen Weg unter die Bevölkerung. Magdalena Paschko und Familie Löser legten Sterne und Sternsingerpost in Metzgereien und Bäckereien in der Kernstadt aus.

Post verteilt

Das taten auch Verantwortliche in Bestenheid, Bettingen und Urphar. Grünenwört hatte noch Glück: Carmen Bartholme schaffte es, vor den Instruktionen der Erzdiözese Freiburg, die Sternsingerpost zu verteilen. Das Sternsingerteam um Mareike Kreßmann in St. Elisabeth Bestenheid nutzte spontan die Gelegenheiten, dass in der größten Kirche der Seelsorgeeinheit Wertheim überdurchschnittlich viele Gottesdienste in der Weihnachtszeit stattfanden. Kurzentschlossen reagierten das Team, die Kinder und Familien und beteiligten sich als Sternsinger an mehreren Gottesdiensten und motivierten die Gottesdienstgemeinde, selbst für die Nachbarschaft und Bekannten die Sternsingerbriefe mit Segenswünschen und Segensaufkleber mitzunehmen und für die kontaktlose Verteilung zu sorgen. An mindestens vier Gottesdiensten waren Sternsinger in Bestenheid aktiv beteiligt.

Pastoralreferentin zufrieden

Jeweils vier Sternsinger aus der Kernstadtgemeinde wie auch von den Stadtteilen Wartberg/Reinhardshof gestalteten zwei Gottesdienst in St. Venantius mit. Heller denn je strahlte die Geduld aller Verantwortlichen und der beteiligten Kinder und ihrer Familien, die sich immer wieder auf neue Umstände, Auflagen, Konzepte einstellten.

„Ich bin sehr dankbar und zufrieden mit dem Ergebnis, ich bin wirklich fasziniert, dass trotz heftiger Hindernisse und auch nicht immer verständlichen Vorgaben so ein großes Engagement zustande kam und ein wirklich großartiger Betrag an das Kindermissionswerk und die Projektstellen in der Ukraine für Kinder überwiesen werden konnte“, beurteilt Pastoralreferentin Ute Zeilmann die am 2. Februar offiziell beendete Aktion.

Für 2022 hoffen alle auf erneut engagierte Kinder, Teams und Spender, vor allem aber auch auf Normalität und wieder auf schöne gemeinsame Begegnungen an Wohnungstüren. Alle auch noch nach dem 2. Februar eingegangen Beträge mit dem Verwendungszweck Sternsinger-Aktion werden an das Kindermissionswerk weitergeleitet. Die Kirchengemeinde bedankt sich natürlich allen Spendern.