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Gemeinderat - Ergebnisse des Prozesses „Integration durch bürgerschaftliches Engagement und Zivilgesellschaft“ vorgestellt

Erhalt der Orte der Begegnung in Ortsteilen wichtig

Von 
bdg
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Freudenberg. Vorgestellt wurden in der Sitzung des Gemeinderats Freudenberg am Montag die Ergebnisse des Prozesses „Integration durch bürgerschaftliches Engagement und Zivilgesellschaft.“ Es stand unter dem Motto „Gemeinsam leben“. Betont wurde dabei, dass zwar die Prozessbegleitung durch die Führungsakademie Baden-Württemberg endet, die Ideen und Projekte aus dem Prozess aber weitergeführt werden. Dagmar Gebhardt und Volker Fuchs lobten die gute Zusammenarbeit mit den Beteiligten aus Freudenberg. Gemeinsam habe man auch die Herausforderung gemeistert viele der Besprechungen online durchzuführen, da die Pandemie Präsenztreffen verhinderte.

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Die Beiden blickten auf den Projektverlauf zurück. Dieser umfasste eine Analyse der Situation in Ortsteilen und Gesamtstadt zusammen mit dem Familien-, Senioren- und Integrationsbüro der Stadt (FSI), zahlreiche Besprechungen und Arbeitsgruppen online und in allen Ortsteilen und Kernstadt sowie mit verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen.

Am 30. November 2021 ist von 19 bis 21 Uhr eine Abschlussveranstaltung der Prozessbegleitung in der Baracke der Lindtalschule geplant. Sie ist für alle interessierte offen. Ziel ist es, die entwickelten Ideen nun weiter zur Umsetzung zu bringen.

Die beiden Experten stellten ihren Eindruck von Freudenberg vor. „Es ist ein neutraler Eindruck von außen“, betonten sie. Im Hinblick auf „Gemeinschaft leben“ stellten sie fest, dies geschehe vielfach in Vereinen und Verbänden, bei Festen und Feiern und in Projekten. Besonders spürbar sei der Zusammenhalt innerhalb der Ortsteile. Bei der Gemeinschaft zwischen den Gemeindeteilen gebe es noch Entwicklungspotential. Mit Blick auf die Beteiligungskultur erklärten sie, durch das Programm sei das Bewusstsein fürs persönliche Miteinander neu entstanden. Schlagworte für die Förderung dieser Gemeinschaft seien „Unterstützen – Einbinden und Anerkennen.“

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Sie hätten in Freudenberg ein Potential aktiver Bürgerinnen und Bürger erlebt. Das Engagement lebe von einzelnen Brückenbauern und deren Netzwerken. Es gebe nicht wenige solcher Engagierter. Um die Strukturen für bürgerschaftliches Engagement nachhaltig zu sichern, schlugen sie vor, Synergieeffekte durch gemeinschaftliches Vorgehen von Politik, Verwaltung, FSI und Bürgern zu nutzen. Dazu sollte ein Konzept und eine verbindliche Förderstruktur mit einer verantwortlichen Stelle geschaffen werden. „Die Menschen freuen sich über Kontakte und gemeinsame Aktivitäten. Die Aufbruchstimmung ist spürbar“, waren sich die Moderatoren einig.

Aus den Terminen in den Ortsteilen habe man mitgenommen, dass es wichtig ist, Orte der Begegnung in allen Ortsteilen zu erhalten. Angegangen werden solle die Frage, wie können neue Orte der Begegnung sowie die Grundversorgung für Ältere und nachbarschaftlicher Austausch unterstützt werden? Weitere Fragen, die man verfolgen sollte, seien: „Was geht gemeinsam und Ortsteil übergreifend? Wie gehören die Dauercamper zu Freudenberg? Wie kann man neu zugezogene stärker in die Gemeinschaft einbinden?“ Als weiterer Punkt wurden Treffpunkte für die Jugend genannt.

Maja Kurz vom FSI Büro stellte die Projekte vor, die aus dem Prozess hervorgingen. Dies sind die Schaffung einer neuen geografischen Mitte durch die Waldverbindung der Ortsteile. Es solle ein neuer Begegnungsort von allen Ortsteilen und für alle Generationen geschaffen werden, der von allen Teilen der Stadt gut erreichbar ist. Weitere Ideen sind die Errichtung einer Geburtstagsallee aus Bäumen und ein Lehrpfad Wald für nachhaltiges Wirtschaften. Das Projekt „verein-t“ hat das Ziel die Vereinsaktivitäten wieder zu beleben und Jugend für die Vereine zu gewinnen. Hintergrund ist der demografische Wandel sowie der Mitgliederrückgang und der Stillstand der Vereinsangebote durch Corona. Mit dem Projekt soll der Austausch zwischen den Vereinen gestärkt werden, man möchte gemeinsame Aktionen durchführen und Mitglieder vernetzten sowie Jugendliche für die Vereinsarbeit anwerben. Bei allen Projekten beziehe man die Jugend aktiv ein, so Kurz. Zudem soll es mit ihnen verstärkte virtuelle und persönliche Dialoge geben. Als Projekt wurde der Jugendraum Rauenberg genannt. Weiterhin ist das Fest „50 Jahre gemeinsam“ 2022 zum Jubiläum der Eingemeindungen geplant worden.

Henning lobte alle am Prozess beteiligten für ihre Ideen. Er betonte, wie wichtig es sei, aktiv auf neue Bürgerinnen und Bürger zu zugehen und diese einzubeziehen. Hinsichtlich der Vereinsvielfalt erklärte er: „Mit den Vereinen können wir mehr erreichen, als man für eine kleine Stadt glaubt“

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Rätin Margarete Schmidt verwies Beispielshaft auf das KEGL Projekt in Gemeinschaft aller Teile Freudenbergs. Außerdem regte sie an, beim Seniorenbeirat Freudenberg auch Mitglieder aus den Ortsteilen einzubeziehen. bdg

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