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Tradition

Eindrucksvolle Zeremonie

In den Partnerstädten verkündeten nach dem Tode der Queen die Bürgermeister den Wechsel auf dem Thron

Von 
Klaus von Lindern
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Richard Taplin bei der Verlesung der Proklamation in Godmanchester. © Nan Taplin

Wertheim/Huntindon. Ja, man wusste es, dass Queen Elizabeth ihre Bürger verlassen würde. Dennoch hat ihr Tod nicht nur im Vereinigten Königreich Großbritannien und Nordirland, sondern überall auf der Welt zu Trauer und Betroffenheit geführt.

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Das kommt auch in vielen Beiträgen in den sozialen Netzwerken zum Ausdruck, in denen Bürger im Umfeld unserer Partnerstädte Huntingdon und Godmanchester schreiben, dass diese Königin eine Konstante in ihrem Leben war, „egal was auf der Welt passierte, sie war so gewiss da, wie der Wind wehte und die Wellen brachen.“

Immer wieder wird hervorgehoben, dass diese Persönlichkeit ihrem Land mit Hingabe, Würde, Pflichterfüllung, Glauben, Liebe und auch Charme und Witz gedient habe – und das über einen Zeitraum von über 70 Jahren. Die meisten Briten haben keinen anderen königlichen Souverän in ihrem Land erlebt.

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Am Sonntag um 14 Uhr traten in unseren Partnerstädten Huntingdon und Godmanchester die Bürgermeister zusammen mit den Gemeinderäten und anderen Würdeträgern vor ihre Bürger, um in einer kurzen, aber eindrucksvollen Zeremonie aus Anlass des Todes der Monarchin die offizielle „Königliche Proklamation“ zu verlesen.

In Godmanchester führte Mayor Richard Taplin diese Zeremonie am School Hill vor dem Rathaus aus. Nach dem Verlesen der Bekanntmachung sprach ein Geistlicher ein Gebet und bat um den Segen für den Monarchen und das Land. Mit dem Singen der Nationalhymne „God save the King“ und einem dreifachen „Hip hip hooray auf seine Majestät König Charles, den III.“ endete die Proklamation.

Beileidsbekundung

Diese fand zeitgleich in allen Städten und Gemeinden des Vereinigten Königreiches statt. In ihr werden die Bürger informiert, dass mit dem Tode der Königin die Krone des Vereinigten Königreiches einzig und rechtmäßig an Prinz Charles III. Philip Arthur George übergeht und den sie in demütiger Zuneigung anerkennen.

Richard Taplin, Bürgermeister von Godmanchester und Vorsitzender der Sektion Wertheim im Partnerschaftsverein Huntingdon und Godmanchester, schickte dankenswerterweise seine Beileidsbekundung zum Tode der Königin, die auch in der lokalen Presse so veröffentlicht wurde:

„Donnerstag, der 8. September 2022 war für uns alle ein unglaublich trauriger Tag. Es scheint fast unmöglich, dass jemand, der so lange eine Konstante in unserem Leben war, gestorben ist. Ich weiß, dass wir, vielleicht unbewusst, damit gerechnet haben, dass dieser Tag irgendwann kommen würde – aber wir haben immer gehofft, dass es zu einem anderen Zeitpunkt und weit in der Zukunft sein würde.

Die Mehrheit der Bevölkerung hat keinen anderen Monarchen gekannt, und in unserer bedrohlichen und instabilen Welt hat die ständige Anwesenheit unserer Königin uns allen eine solide Grundlage für unser tägliches Leben gegeben. Jetzt ist Ihre Majestät Königin Elisabeth die Zweite nicht mehr unter uns, und das hinterlässt eine Lücke in unser aller Leben.

Die nächsten Tage und Wochen werden nicht einfach sein. Für die Bevölkerung wird es viele Veränderungen geben, und viele in unserer Stadt werden sich aller Hoffnung beraubt fühlen.

Orientierung geben

Daher ist es wichtig, dass wir tun, was wir können, um unseren Gemeinschaften zu helfen, so zu trauern, wie sie es brauchen, und dass wir sensibel für ihre Gefühle sind. In diesen kommenden Tagen geht es darum, ihnen zu helfen und Unterstützung zu leisten, insbesondere für diejenigen, die allein sind und jetzt einen der wenigen Orientierungspunkte in ihrem Leben verloren haben. Das ist unsere unmittelbare Rolle.“

„Auf verfassungsrechtlicher Ebene gibt es eine ununterbrochene Erbfolge. So wie Königin Elizabeth ihren letzten Atemzug tat, tat König Karl der Dritte seinen ersten als Monarch. Sein Beitritt wurde nun im ganzen Land verkündet, und es war meine feierliche Pflicht, den guten Bürgern von Godmanchester die Beitrittsproklamation vorzulesen“. schreibt Richard Taplin.

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