Kindertagesstätte - Dietenhaner Künstler Ottmar Hörl stellte Zwerge im Außenbereich auf

Ein Zipfelmützen-Freund für jedes Kind

Von 
bdg
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Die Kinder der Kindertagesstätte Kembach freuten sich riesig über ein Geschenk des Künstlers Ottmar Hörl. Jedes Kind durfte einen Geheimnisträger-Zwerg mit nach Hause nehmen. © Birger-Daniel Grein

Die Kinder der Kindertagesstätte Kembach konnten sich über ganz besondere Geschenke des Dietenhaner Künstlers Ottmar Hörl und dessen Frau Cornelia Regner-Hörl freuen.

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Kembach. „Was ist hier los?“, „Was ist das denn?“, „Da sind ja Zwerge“, schallte es begeistert aus dem Mund der Kinder, als sie am Freitagmorgen in den Garten ihrer Einrichtung kamen. Überall auf dem Gelände standen bunte Zwerge aus Kunststoff. Die hatte der Künstler am Donnerstagnachmittag nach Kitaschluss aufgestellt. „Ich weiß, woher die kommen“, stellten einige der Kinder fest. Schließlich erinnerten sie sich noch genau an den Spaziergang, der ihnen das besondere Geschenk einbrachte.

Zehn Tage vorher waren 13 Kindergartenkinder der Einrichtung mit ihren Erzieherinnen im Wald zwischen Kembach und Dietenhan unterwegs. Dort entdeckten sie Zwerge aus Kunststoff, die auf Baumstümpfen standen. Sie sahen zwar anders aus als diejenigen, die sie im Garten fanden. Aber da müsse es einen Zusammenhang geben, war der Nachwuchs überzeugt.

Wie Kitaleiterin Karina Zeidler im FN-Gespräch erklärte, gefielen den Kindern die Zwerge im Wald und sie wollten unbedingt wissen, wer sie gemacht hatte. Nachdem die Erzieherinnen ihnen berichteten, dass diese Waldzwerge von Ottmar Hörl sind, wollte sich der Nachwuchs unbedingt beim Künstler für die tollen Waldfiguren bedanken.

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Besonderer Besuch

„Wir sind dann zu seinem Haus in Dietenhan und die Kinder haben ganz laut in den Hof gerufen: Danke für die schönen Zwerge.“ Leider seien nur die Mitarbeiter von Hörl dagewesen. Diese hätten dem Ehepaar aber von den begeisterten Kindern berichtet.

Eine Woche nach dem Spaziergang habe Regner-Hörl bei Zeidler angerufen. „Sie sagte, sie fand es schade, dass sie und ihr Mann beim Spontanbesuch der Kinder nicht da waren.“ Außerdem kündigte sie an, ihr Mann wolle den Kindern eine Freude machen und jedem einen besonderen Zwerg schenken. Die Kinder entdeckten auch sofort, was an den Zwergen im Garten besonders ist. Manche halten sich die Augen zu, andere die Ohren und wieder andere den Mund. Zeidler erklärte den Kindern, die Zwerge seien „Geheimnisträger“. „Sie verraten ein Geheimnis nicht, sie sehen das Geheimnis von anderen nicht und sie hören es auch nicht.“

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Insgesamt hatte Ottmar Hörl 29 Figuren für die Kinder und zusätzlich eine für jede Erzieherin aufgestellt. Die Kinder rannten sofort zu ihren neuen Freunden und hoben sie hoch. Noch größer war die Freude, als sie erfuhren, jeder darf seinen Zwerg mit nach Hause nehmen. „Ich finde es schön, dass mein Zwerg die Ohren zuhält“, sagte ein Kind. Ein anderes stellte fest: „Es ist schön, dass er ein Geheimnis bewahrt, deswegen nenne ich ihn Geheimspion.“ Andere Zwerge erhielten Namen wie Zwergi, Skobi und Kiki. Einige Kinder schwärmten für die Zipfelmütze der Zwerge, denn diese sei schön spitz.

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„Ich mag den nie wieder loslassen“, verkündeten einige Kinder über ihren neuen Freund. Manche hatten auch schon einen Platz. „Der kommt bei mir aufs Fensterbrett.“ Zeidler war überzeugt, auch die Eltern werden sich über das Überraschungsgeschenk sehr freuen. Als Dank werden Erzieherinnen und Kinder Ottmar Hörl noch einen Brief schreiben, erklärte sie. bdg