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Tag der Kinderbetreuung - Stadt Wertheim beteiligt sich am 9. Mai erstmals / Aktionen bei einem Pressegespräch von den Verantwortlichen vorgestellt / An drei Stationen gibt es Informationen

Ein wichtige Aufgabe ins rechte Licht rücken

Von 
Hans-Peter Wagner
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Die Protagonisten beim Pressegespräch zum Tag der Kinderbetreuung in Wertheim (von links): Uwe Schlör-Kempf (Leiter Referat Bildung und Familie), Sabine Röhrig (Kindergartengeschäftsführung Verwaltungs- und Serviceamt Buchen), Beate Friedlein (Leiterin katholische Kindertagesstätte Reicholzheim), Romana Straßer (Leiterin Kinderhaus Reinhardshof) und Fachbereichsleiter Helmut Wießner. © Hans-Peter Wagner

Die Stadt Wertheim macht erstmals beim bundesweiten Tag der Kinderbetreuung mit. Stadtverwaltung, kirchliche Träger und die Leitungen der Kindertagesstätten stellten die geplanten Aktionen bei einem Pressegespräch am Donnerstag vor.

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Wertheim. Zum Tag der Kinderbetreuung gibt es am Montag, 9. Mai, von 16 Uhr bis 19 Uhr Infostände am Kundenparkplatz „Rewe“ am Reinhardshof, am Marktplatz in Wertheim sowie am Kundenparkplatz des „E-Center“ in Bestenheid. Fachbereichsleiter Helmut Wießner, Uwe Schlör-Kempf (Leiter Referat Bildung und Familie), Sabine Röhrig (Kindergartengeschäftsführung Verwaltungs- und Serviceamt Buchen), Beate Friedlein (Leiterin katholische Kindertagesstätte Reicholzheim) und Romana Straßer (Leiterin Kinderhaus Reinhardshof) informierten bei einem Pressegespräch aus unterschiedlichen Blickwinkeln.

„Stressjob Erzieherin“

Helmut Wießner erläuterte zum Wertheimer Beitrag zum Tag der Kinderbetreuung, die Vorbereitung habe im Zusammenspiel mit kommunalen Kindertagesstätten und freien Trägern geklappt. An diesem Tag sollten die Betreuerinnen in den Vordergrund gestellt werden. Es sei ganz wichtig, deren hochwertige Ar-beit in der Öffentlichkeit deutlich zu machen, ginge es doch für die Kinder um den Start in das Leben. Zwei Jahre Corona habe allen Beteiligten viel abverlangt, der Einsatz sei häufig bis an die Belastungsgrenze gegangen. Es gehe bei dem Tag der Kinderbetreuung darum, solche Leistungen in die Öffentlichkeit zu bringen.

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Schlör-Kempf ging auf den organisatorischen Bereich ein. Auch die Pandemie, welche in den Kinder-gartenalltag eingegriffen hat, habe die Bedeutung gezeigt beim „Stressjob Erzieherin“. In Elterngesprächen sei deutlich geworden, dass die Inhalte dieser wichtigen Arbeit bei den Eltern nicht so deutlich klar seien. Es gebe 23 entsprechende Einrichtungen in Wertheim und dort mehr als 200 Fachkräfte, die pädagogisch gute Arbeit leisteten.

Eine Arbeitsgruppe und bilaterale Gespräche, so Schlör-Kempf, hätten diesen Tag der Kinderbetreuung in Wertheim vorbereitet, die Stadt koordiniere. Die drei Infostände würden von Fachkräften und Trägern betreut, die Inhalte in den Einrichtungen würden widergespiegelt. Es gebe Themenplakate zum Aufgaben- und Leistungsspektrum, eine Wanderausstellung und ein Gewinnspiel. Das Themenspektrum umfasse die die Kindertagesstätte als zentrales Element der Gesellschaft ebenso wie einen Orientierungsplan hinsichtlich früher Bildung, die Qualität der Ausbildung, die Erziehungspartnerschaft sowie Herausforderungen im Kita-Alltag und dazu jede Menge Zahlen, Daten und Fakten. Zur Finanzierung seien Partner gefunden, auch jenen gelte besonderer Dank.

Sabine Röhrig betonte, der Tag der Kinderbetreuung sei gemeinsam auf die Beine gestellt worden, „partnerschaftlich, vorbildlich – das macht Spaß“. Eine Kindertagesstätte sei zentrales Element der Gesell-schaft, Kinder bräuchten gute Erziehung von Anfang an. Es gehe immer um die Kinder, diese würden wertschätzend behandelt, kämen in Kontakt mit anderen Kindern, ohne gesellschaftliche Barrieren. Die Entwicklung der Kinder in wichtigen Bereichen werde gefördert, Kinder lernten wichtige Werte kennen.

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Die Eltern wüssten, so Röhrig, ihre Kinder würden gut betreut, Eltern erhielten pädagogische Bera-tung. Die Kinder würden auf die Schule vorbereitet in einer engen Kooperation mit Lehrern der Grund-schule. Die Stadt und andere profitierten von den Kindertagesstätten, die ein Qualitätsmerkmal der Kommune seien und die Attraktivität des Standortes erhöhten. Die ganze Gesellschaft profitiere von dem, was in den Kindertagesstätten geleistet werde, kein Kind dürfe verloren gehen.

Beate Friedlein unterstrich, es gehe um das Wichtigste, was Eltern anvertrauen. Professionelle Fachkräfte sorgten mit breit aufgestellten Betreuungsformen für eine gute Entwicklung der Kinder im Alter von einem bis sechs Jahren. Alle Einrichtungen hätten ein Eingewöhnungskonzept, man mache Tür- und Angel-Gespräche, tausche Besonderheiten aus. Mindestens einmal im Jahr komme es zu einem Entwicklungsgespräch, in aller Offenheit zum Wohle des Kindes. Die Kindertagesstätten unterstützten, dass alle Familien ein Teil der großen Kindergartenfamilie würden. Wichtigstes Ziel bleibe das Kind: „Wir sehen uns als Anwalt des Kindes“.

Aufgabe wird immer komplexer

Romana Straßer war gespannt darauf, was an dem Tag der Kinderbetreuung geschehe. Es solle deut-lich werden, wie wichtig Kinderbetreuung sei mit all den Herausforderungen und immer komplexer werdenden Aufgaben. Die Kinder aus allen Kulturen brächten unterschiedliche Erwartungen und unterschiedliche Anforderungen in eine Kindertagesstätte mit. In Gruppen mit bis zu 25 Kindern bewege sich eine Erzieherin wie im Spagat.

Hinsichtlich der Schule wolle man erreichen, sagte Straßer, dass dieser Übergang klappt. Gesell-schaftliche Themen kämen in den Kindertagesstätten an, die Erzieherinnen bereiteten diese kindgerecht auf. In der Erziehungspartnerschaft stünden die Erzieherinnen in einem Spannungsfeld, das es zu meistern gelte. In den Kindertagesstätten sei zudem der Fachkräftemangel angekommen, die Zahl der Vorschriften nehme zu.

Strasser resümierte, die Erzieherinnen machten ihre Aufgaben gut auch bezüglich der individuellen Erwartungen der Eltern. Wenn die Kindertagesstätte geöffnet ist, dann ist das Kind gut aufgehoben. Der Tag der Kinderbetreuung wolle die Leute sensibel machen dazu, was bei der Kinderbetreuung al-les bewältigt werde.

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