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Fünfte „City Dinner Tour“ - 72 Teilnehmer aus der gesamten region auf Rundgang durch die Stadt

Ein Blick hinter die Kulissen gewagt

Von 
Birger-Daniel Grein
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Mit der Künstlerin Regina Pöhland im Gespräch – auch das bereicherte die fünfte „City Dinner Tour“ durch Wertheim. © Birger-Daniel Grein

Ein Blick hinter die Kulissen lohnt sich immer – vor allem wenn es sich dabei um Wertheimer Geschäfte handelt.

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Wertheim. Das Interesse an der fünften „City Dinner Tour“ in Wertheim am Donnerstagabend war groß. 72 Teilnehmer aus der gesamten Region nutzten die Chance hinter die Kulissen verschiedener Geschäfte zu blicken und dabei das ein oder andere Getränk zu genießen.

Die Auswahl der Geschäfte erklärte Ulrike Müller vom Referat Wirtschaftsförderung der Stadtverwaltung. Neuheiten spielen dabei eine besondere Rolle. „Uns ist wieder eine sehr gute Mischung gelungen“, stellte sie zum Start der Tour fest. Dies bestätigten am Ende des Rundgangs auch die Teilnehmer. Los ging es in der Afrikabar. Jeder sei froh, wieder andere Leute live zu treffen und sich zu unterhalten, sagte Bürgermeister Wolfgang Stein. Die City Dinner Tour sei auch in Wertheim ein bewährtes Erfolgsmodell. „Wir sehen uns an, was hinter dem Tresen, der Theke oder im hinteren Räumen der Geschäfte passiert. Die Gäste werden erfahren wie Geschäfte ablaufen und sich präsentieren. „Ich freue mich über ihr Interesse an unseren Gewerbetreibenden“, wandte er sich an die Teilnehmer der Tour.

Christof Geiger, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der IHK Heilbronn-Franken, erklärte, dass dieser besondere Rundgang bereits der 31. dieser Art im IHK-Bezirk sei und der im Kreis in diesem Jahr. Die erste Tour hat in Tauberbischofsheim stattgefunden.

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Die Inhaber der Afrikabar, Michael Abraha und Stefania Varasano erklärten, sie haben seit viereinhalb Jahren geöffnet. Zur Gastronomie seien sie eher zufällig über den Bruder von Abraha gekommen. Die Räume in der Lindenstraße waren vorher ein Kunstatelier. „Wir haben das Gebäude komplett saniert und uns dabei in die Bar verliebt.“. Sie fühlten sich dort sehr wohl „Viele hatten Zweifel, ob in Wertheim eine afrikanische Cocktailbar funktioniert. Wir sind stolz darauf uns fest etabliert zu haben.“ Man habe junge wie alte Gäste gleichermaßen. Konzept sei es, Qualität ins Glas zu bringen. Zudem habe es vor Corona einmal im Monat ein afrikanisches Buffet gegeben. Dies wolle man ab 2022 wieder anbieten. Die Inhaber betreiben die Bar im Nebengewerbe. „Wir sind glücklich über unser Team.“ Alle Mitarbeiter seien nach den sieben Monaten Coronaschließung zurückgekommen.

Eröffnung noch in diesem Jahr

Eine Baustellenbesichtigung gab es bei der zukünftigen Wertheimer Weinstube „Grapes“ auf dem Marktplatz. Eigentlich habe man bereits im Mai 2021 eröffnen wollen, sagten die Inhaber Stefan Kempf und Konrad Michel. Man sei jedoch von den Termin-Engpässen bei den Handwerkern betroffen. Nun ist die Renovierung in den letzten Zügen. Eine Eröffnung soll noch in diesem Jahr erfolgen. Neben Wein werde man auch Bier, alkoholfreie Getränke und kleine Speisen im historischen Gebäude bieten. Auch einen Marktplatzschoppen soll es geben.

Rund um die richtigen Maße ging es beim „Messpunkt“ in der Maingasse. Dort werden Hemden und Blusen von der Firma Befeni angeboten. Von den Stilberatern Frank Jäger und Michaela Reuer erfuhren die Besucher, dass der Gründer von Befeni ursprünglich aus der Softwareindustrie kam und in die Textilindustrie wechselte, um Menschen mit Maßhemden glücklich zu machen. Befeni habe 200 bis 300 festangestellte Schneider in Bangkok. Die Kunden könnten ihr Hemd oder ihre Bluse selbst zusammenstellen. Produziert werde in Bangkok nach deutschen Bedingungen, es gebe keine Kinderarbeit und die Schneider würden übertariflich bezahlt. Zudem achte man auf Nachhaltigkeit. Wie das Messen für das Maßhemd abläuft, zeigte Jäger an Axel Wältz, der als Vertreter des Stadtmarketingvereins an der Tour teilnahm.

Einblicke in die besondere Kleidungs- und Accessoirevielfalt von „Zeitzeichen“ gab Inhaberin Christine Gesella, die aus Kreuzwertheim kommt. Die Filiale wurde 2019 eröffnet. „Die Entscheidung, den Laden in Wertheim zu öffnen, war das beste was wir tun konnten. Das Geschäft läuft richtig gut.“ Mit dem Standort Altstadt zeigte sie sich zufrieden. „Es geht etwas in Wertheim.“

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Begeistert von der Main-Tauber-Stadt zeigte sich auch Regina Pöhland in ihrem Galerieatelier in der Eichelgasse. „Wertheim ist der schönste Ort“. Eine Aussage die auch bei Jürgen Strahlheim für Freude sorgte. Pöhland berichtete über ihren künstlerischen Werdegang, ihre Ausbildung zur Kunsttherapeutin und ihr Angebot für Kinder und Erwachsene. Sie stellte zudem ihr aktuelles Thema „Aus der Mitte“ vor. Die Menschen seien durch Corona aus ihrer Mitte gefallen, sie bringe sie dorthin zurück. Sie möchte Menschen die Möglichkeit geben ihre Stärke durch Malen und Gespräche zu fördern.

Der Abschluss des Rundgangs war im Gasthaus Ochsen auf dem Marktplatz, wo zu einem Getränk und einer Stärkung eingeladen wurde.

In anregenden gesprächen lobten die Teilnehmer die Möglichkeit einen Blick hinter die Kulissen werfen zu können und die gezeigte Vielfalt, die in der Altstadt herrscht.

Freier Autor

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