Feierstunde - Viel Lob für Hubert Sadowski Ein besonderes Ständchen von Enkel Ben

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Nassig. Es war sicher der emotionalste Moment einer würdigen Feier, als der achtjährige Enkel Ben zur Trompete griff und seinem Opa ein Ständchen darbrachte. Diese Überraschung für den neuen Nassiger Ehrenbürger Hubert Sadowski war den Organisatoren gelungen, zumal der junge Mann auch noch über ausgeprägtes musikalisches Können verfügt. "Er spielt erst seit zwei Jahren", informierte der sichtlich stolze Opa später.

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Nach den Würdigungen durch Ortsvorsteher Volker Mohr und Bürgermeister Wolfgang Stein (siehe weiteren Bericht) lobte der Vorsitzende des Kulturkreises Nassig und Sprecher der örtlichen Vereine, Axel Kempf, die "besonnene, ruhige und überlegte Art und Weise" des neuen Ehrenbürgers Hubert Sadowski. Mit diesen Eigenschaften und dem ihm eigenen Pragmatismus sei es ihm gelungen, notwendige Sondierungsgespräche stets zu einem guten Ende für alle zu führen. "Als Ehrenbürger von Nassig ist niemand besser geeignet als Hubert Sadowski", bekräftigte Kempf. Er verband mit der Auszeichnung aber gleichzeitig die "Erwartung, dass du dich auch weiterhin als Integrationsfigur in und für die Ortschaft präsentierst und deinen Beitrag für eine gedeihliche Entwicklung leistest".

Über die anerkennenden und lobenden Worte habe er sich sehr gefreut, schloss der vielfach Gewürdigte schließlich den Kreis der Redner. "Zeigen sie doch, dass unsere Arbeit Wertschätzung erfahren hat", bezog Hubert Sadowski ausdrücklich alle ein, die sich mit ihm gemeinsam engagiert haben.

In der mehr als 800-jährigen Geschichte Nassigs sei das Vierteljahrhundert seines Wirkens nur ein kleiner Abschnitt. Doch habe sich das Dorf in der Zeitspanne gut entwickelt. Als er mit seiner kommunalpolitischen Arbeit begonnen habe - zu dem ihn sein Onkel Heinrich Borger "sanft drängte", wie mehrfach in den Reden betont worden war - sei er "ein Greenhorn" auf dem Gebiet gewesen.

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Die damit verbundene Verantwortung und Herausforderung sei ihm erst nach dem Ablegen des Amtseides so richtig bewusstgeworden. "Dessen Worte waren immer meine Richtschnur, an der ich mich orientiert habe."

Gemeinsam mit den Kolleginnen und Kollegen im Ortschaftsrat habe man versucht, allen gerecht zu werden. Sadowski sprach sich dafür aus, auch künftig des Jahrestages der Zerstörung Nassigs am Ende des Zweiten Weltkriegs zu gedenken. Es reiche seiner Meinung nach nicht aus, dies nur am Volkstrauertag zu tun. Besonders gerne erinnerte er sich an das Jubiläumsjahr 2014 und die dafür erbrachte "tolle Gemeinschaftsleistung".

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Im Hinblick auf das "Schicksal" der Halle bekräftigte der neue Ehrenbürger, "ich denke die Entscheidung für den Neubau war richtig". Und bezogen auf die Kommunalwahlen 2019 und die bevorstehende Suche nach Kandidatinnen und Kandidaten dafür, betonte der Redner, das demokratische System sei es wert, sich dafür einzusetzen.

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Musikalisch mitgestaltet und umrahmt wurde die Veranstaltung nicht nur von Sadowskis Enkel Ben, sondern auch vom Posaunenchor - in dem der neue Ehrenbürger normalerweise auch selbst mitspielt - unter der Leitung von Herbert Dosch und von den "NasSingers", die Marion Winkler dirigierte. ek