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Verhandlung - Aufbrechen von Autos nicht bestätigt

Ehestreit endet vor Gericht

Von 
goe
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Wertheim/Külsheim. Zwei Frauen aus Walldürn, knapp 30 Jahre alt, waren beim Amtsgericht Wertheim wegen versuchten Einbruchdiebstahls angeklagt. Sie hätten im April 2021 in Külsheim, kurz nach Mitternacht, aus geparkten Pkw Stehlenswertes entwenden wollen.

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Aus dem Auto geworfen

Die Verteidiger widersprachen der Anklage. Die Mandantinnen hätten nur nach einem nicht abgeschlossenen Wagen geschaut, um darin zu übernachten, so deren Aussage. Kurz zuvor sei eine der Frauen mit ihrem Ehemann in Streit geraten. Dieser habe die Frau aufgefordert, das Auto zu verlassen, und die Freundin sei auch ausgestiegen.

Die Version war nicht zu widerlegen, und trotz Zweifeln am Wahrheitsgehalt sprach das Gericht die Frauen frei.

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Die Eigentümerin eines der Autos hatte zufällig auf einem Balkon gestanden und beobachtete, wie die Beschuldigten probierten, ob bei ihrem Fahrzeug eine Tür unverschlossen ist. Dann seien sie in einen offenen Hof zum Pkw des Nachbarn und hätten auch an der Kofferraumtür hantiert. Die Angeklagten seien vermummt gewesen, hätten sich umgeschaut, und eine habe Schmiere gestanden, so lautete die Aussage der Zeugin kurze Zeit später bei der Polizei.

Die Beamten trafen die Beschuldigten noch in Külsheim an. Die Frauen verhielten sich kooperativ und sprachen von einer vorausgegangenen Beziehungskrise, sagte einer der Polizeibeamten vor Gericht aus.

Ehemann bestätigt Streit

Der Ehemann wurde in der Verhandlung als Zeuge vernommen. Er bestätigte den Rauswurf. Man habe sich in Külsheim mit Freunden treffen wollen, doch es sei im Auto zum Streit gekommen, weil er am nächsten Morgen in Walldürn zur Arbeit musste.

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Die Angaben vor Gericht ergaben, dass beide Frauen verheiratet und berufstätig sind, eine zur Zeit aber in Elternzeit. Wie auch bekannt wurde, habe eine der Frauen durch Kredite und Handyverträge bis zu 80 000 Euro Schulden angehäuft. Sie ist auch wegen Verkehrsdelikten, Beleidigung und Erschleichung von Leistungen mehrfach vorbestraft. Die zweite Frau ist wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte sowie Betrug ebenfalls bereits im Strafregister erfasst.

Weil die Zeugin nicht sagen konnte, ob die Beschuldigten vor dem Hantieren an den Autotüren in die Wagen nach möglicher Beute geschaut hatten, beantragte der Staatsanwalt Freispruch. Die Verteidiger schlossen sich an. goe

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