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Amtsgericht - Verletzung der Unterhaltspflicht

Drei Monate auf Bewährung

Von 
goe
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Wertheim. Wegen Verletzung der Unterhaltspflicht verurteilte das Amtsgericht Wertheim den Vater zweier Kinder zur Strafe von drei Monaten, setzte sie aber aus mehreren Gründen und unter Auflagen zur Bewährung aus.

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Zunächst Unterhalt gezahlt

Zumindest im Zeitraum Januar bis März 2020 hätte der Angeklagte aus dem Main-Spessart-Kreis den vom Familiengericht festgesetzten Unterhalt von je 267 Euro teilweise zahlen können. Das belegen, auch unter Berücksichtigung des Selbstbehalts, die Unterlagen zu seinem damaligen Arbeitslohn. Die Kinder, sechs und sieben Jahre alt, leben bei der Mutter und die Ehe ist geschieden.

Kontakt zur alten Familie besteht nicht mehr, so der 35-Jährige in der Verhandlung. Er sei arbeitssuchend, bekomme aber noch kein Arbeitslosengeld, bzw. habe es noch nicht beantragt.

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36 000 Euro Schulden

Er lebe von der Abfindung seiner Lebenspartnerin, die sie für den Verlust ihres Arbeitsplatzes erhalten habe. Die Partnerin arbeite inzwischen wieder, und gemeinsam habe man eine Tochter. Der Mann bezifferte seine Schulden mit 36 000 Euro.

Wegen des ausbleibenden Unterhalts zahlte zunächst der Main-Spessart-Kreis Unterhaltsvorschuss an die Kindesmutter, nach dem Wohnsitzwechsel ist der Main-Tauber-Kreis in der Verpflichtung.

Angeklagter ist vorbestraft

Der Beschuldigte ist wegen Besitzes von Amphetamin, versteckt im Kinderzimmer, und wegen unerlaubten sich Entfernens vom Unfallort vorbestraft. Alkoholisiert war er gegen einen geparkten Wagen gefahren, Fremdschaden 7000 Euro.

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Im vorliegenden Fall beantragte die Staatsanwaltschaft sechs Monate mit Bewährung. Das Gericht zweifelte, dass der Mann intensiv Arbeit gesucht hatte, beließ es aber bei drei Monaten.

Sie verlange den Nachweis von vier Arbeitsplatzbewerbungen je Monat und Gespräche mit der Suchtberatung, so die Richterin. goe

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