Frauen-Oase - Neunte Veranstaltung des ökumenischen Kreises stand unter dem Motto "Mein Sommernachtstraum" Die persönlichen Bedürfnisse erspüren

Lesedauer: 

Regina Köhler vom Frauenpastoral der Diözesanstelle Odenwald-Tauber war Referentin bei der neunten Frauen-Oase.

© Jasmin Mohr

Wertheim. Das leicht veränderte Lied "Wenn eine(r) alleine träumt . . ." erklang mit hohen Stimmen nach der Begrüßung durch Ingrid Kachel bei der diesjährigen Frauen-Oase im Gemeindehaus St. Venantius. Hierbei lernten die Teilnehmerinnen die Referentin Regina Köhler, welche das Lied beherzt mit der Gitarre begleitete, von ihrer musikalischen Seite kennen.

Aktiv mitmachen

AdUnit urban-intext1

Themenschwerpunkte der Frauen-Oase sind der Glaube und eigene Lebenssituationen. In diesem Jahr fand sie unter dem Motto "Mein Sommernachtstraum" statt und war sehr gut besucht. Referentin Regina Köhler vom Frauenpastoral der Diözesanstelle Odenwald-Tauber aus Buchen-Hainstadt hatte hierzu nicht nur Vorträge vorbereitet. Die Frauen waren eingeladen, bei kleinen Aufgabenstellungen zum eigenen Leben aktiv mitzumachen.

"Mein Sommernachtstraum - als ich das Thema das erste Mal hörte dachte ich daran, am Abend mit einem Wein auf meiner Terrasse zu sitzen, ganz entspannt." Mit diesen Worten begrüßte Köhler die gläubigen Frauen.

Ingrid Kachel moderierte den Abend um die Fragen nach Träumen, Visionen und Sehnsüchten. Erste spielerische Aufgabenstellung war das Aufschreiben eines Wunsches auf einen roten Zettel. Dieser wurde gefaltet und per Zufallsprinzip jemand anderem zugeteilt.

AdUnit urban-intext2

Rege tauschten sich anschließend kleine und große Frauengruppen über die ganz unterschiedlichen Sätze miteinander aus und dachten darüber nach. "Mir ist der Wunsch, dass Kinder wieder Kinder sein dürfen, wichtig", verwies eine Frau aus der Runde auf ihre eigenen Erfahrungen als Oma von Enkeln, die sehr viel um die Ihren haben.

"Ich habe hier ganz unterschiedliche Wünsche gesehen, alle kommen aus einem persönlichen Bedürfnis," fasste Köhler zusammen, "viele drehen sich um einen Urlaub, es geht aber auch um allgemeine Visionen, wie den Weltfrieden." Thema waren außerdem auch Gesundheit und ein schmerzloser Tod.

AdUnit urban-intext3

Weiter ging es mit der Frage: "Welches Bild hat Gott sich von mir gemacht." Kachel hatte dazu die Geschichte der Baronin Sonja Knips vorbereitet. Während einer lebensgefährlichen Depression malte sie der berühmte Maler Gustav Klimt. Er stellte das Besondere an ihrem Wesen dar und von da an blickte die Baronin auf das schmeichelhafte Bild. Sie begann eigene Ziele zu verwirklichen und war nach vielen Jahren gesund und munter. Den anwesenden Frauen zeigte Ingrid Kachel eine Fotografie, auf welche Knips, obwohl Jahre älter, durch die positiven Veränderungen in ihrem Leben dem Gemälde sehr ähnlich sieht.

Zusammenarbeit

AdUnit urban-intext4

Bis vor zehn Jahren kamen die Wertheimer Frauen vom evangelischen Kirchenbezirk und von der katholischen Venantiuskirche nur zum Weltgebetstag zusammen. Aus der befruchtenden Zusammenarbeit entstand die Idee, die ökumenische Arbeit weiter zu führen. Seitdem gibt es einmal im Jahr zu unregelmäßigen Terminen die Frauen-Oase. Die Ökumenische Frauengemeinschaft Wertheim besteht zur Zeit aus je drei katholischen und evangelischen Mitgliedern: Ingrid Kachel, Ute Küstermann, Irina Reis, Bettina Kempf, Magdalena Waltert und Nadya Bohnenkämper.

Angebot zum Nachdenken

Diese eröffnen mit der Oase allen interessierten Frauen ein Angebot zum Feiern, Rasten, Nachdenken, Auftanken und Genießen. Im vergangenen Jahr fiel die Frauen-Oase aus, weil die Organisatorinnen an einem Coaching teilnahmen, dessen Ergebnis nun die aktuelle Veranstaltung war.

Pünktlich um 21:30 Uhr klingelte der Eiswagen für den angekündigten Traum-Eisbecher als Oasenimbiss. "Wir haben die Zutaten zwar leider vorgeben müssen", entschuldigte sich Kachel, aus der Auswahl durfte sich jedoch jede Frau als Ergebnis des Abends zumindest beim Eis ihre ganz eigenen Wünsche verwirklichen. Den Abschluss gestaltete Kachel mit einem Segensgebet über die Fürsorge und das Geleit des allmächtigen Gottes und Jesus Christus. Hingewiesen wurde auf Liebe, Geduld und Gelassenheit sowie Kreativität und Vernunft als Voraussetzung für ein sorgsames Tun.

Entspannter Ausklang

Die Teilnehmerinnen blieben alle bis zum Ende und ließen gemeinsam singend mit dem zum Thema und den gemeinsamen Aufgaben passenden Lied "Möge die Straße uns zusammenführen" den Abend ausklingen. Entspannt und ausgeglichen wirkten die Frauen dabei allemal.