"Suffragette" - Leidenschaftliches historisches Drama Couragierte Pionierinnen

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Ein leidenschaftliches historisches Drama ist der Film "Suffragette", der heute und morgen in der VHS-Reihe im Wertheimer Roxy-Kino gezeigt wird.

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Wertheim. Der VHS-Film dieser Woche ist ein leidenschaftliches historisches Drama über die Opfer, die britische Arbeiterinnen 1912 im Kampf um Wahlrecht und Gleichstellung bringen mussten. Zu sehen ist der Streifen "Suffragette" am heutigen Dienstag um 18.30 Uhr und am morgigen Mittwoch. um 20.30 Uhr im Wertheimer Roxy-Kino.

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In der das Zusammenleben von Geschlechtern und Kulturen noch immer sabotierenden menschlichen Rückständigkeit besitzt der Film von Sarah Gavron Brisanz. Sie blickt hinter die leblosen Fakten der Geschichtsbücher und macht die großen Opfer sichtbar, die couragierte Pionierinnen bringen mussten.

Obwohl die Sympathien klar verteilt sind, dämonisiert "Suffragette" die gegnerische Front nicht. Stattdessen werden Männer als Gefangene engstirniger Traditionen und eines überholten Selbstverständnissen gezeichnet, die mit Gewalt auf eine Systemstörung reagieren.

Der Film setzt 1912 und damit neun Jahre nach der Gründung der ersten großen Frauenbewegung ein, als deren authentische Leitfigur Meryl Streep einen denkwürdigen Auftritt hat. Über die fiktive Protagonistin (Carey Mulligan) wird man in die Härte und Monotonie eines von Unterordnung und Arbeit geprägten Lebens eingeführt.

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Durch eine Kollegin wird sie in den Kampf der britischen Suffragetten verwickelt, auf den die Regierung mit prügelnden Cops und Gefängnisstrafen reagiert. Das erstrebte Wahlrecht ist dabei nur die Spitze des Eisbergs.

Sehr intensiv, aber nie melodramatisch überzogen, wird mit einer Riege exzellenter Charakterdarstellerinnen der Kampf beleuchtet. Authentisch im Produktionsdesign ist dieses Drama dabei nie andächtige Geschichtslektion, sondern mit großen Gefühlen operierendes Kino, dem die Zuschauersympathien zufliegen.