Gerichtsbericht - Dackel erledigte sein Geschäft auf fremder Wiese Bußgeld für uneinsichtigen Hundebesitzer

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Wertheim. Eine Hausbesitzerin auf dem Reinhardshof beschwerte sich beim Wertheimer Ordnungsamt. Ein Hundehalter aus der Innenstadt fahre öfter mit seinem Auto zum Kaffeetrinken auf den Reinhardshof. Nach dem Aussteigen laufe sein Rauhhaardackel ihm hinterher, mache vorher aber sein Geschäft auf der Wiese ihres Hauses.

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Das Ordnungsamt verhängte gegen den Hundehalter ein Bußgeld von 100 Euro mit dem Vorwurf, er führe entgegen der Polizeiverordnung den Hund weder an der Leine noch beseitige er dessen Kot. Der 72-Jährige legte gegen den Bescheid Einspruch ein, fehlte jetzt aber ohne Entschuldigung bei der Verhandlung beim Amtsgericht Wertheim. Durch Urteil verwarf die Richterin den Einspruch, und der Betroffene muss Bußgeld, Bescheidgebühr und die Gerichtskosten zahlen.

Unentschuldigt gefehlt

Der Bescheid ist vom April, der Einspruch des Mannes erfolgte innerhalb der festgesetzten Frist. Nachdem die Richterin den Verhandlungstermin bestimmt hatte, erhielt der Mann am 4. August die Ladung zur Verhandlung durch persönliche Zustellung.

Das unentschuldigte Fehlen war für das Gericht ausreichender Grund für das Urteil. Die Hausbesitzerin brauchte nicht als Zeugin gehört zu werden. Sie berichtete am Rande, das genannte Vorkommnis sei mehrfach geschehen, und sie habe den Hundehalter aufgefordert, so etwas zu verhindern. Er habe sich jedoch nur umgedreht und sei weitergegangen. goe