AdUnit Billboard
„Integranz-Veranstaltung” - „Heimat ist da, wo deine Freunde sind“

Buntes Programm auf der Wertheimer Burg im Zeichen von Integration und Toleranz

„Schwarzpulver kann man nicht nur fürs Kriegführen verwenden, sondern auch für Wunderschönes“, sagte Moderator Benjamin Krull alias Zauberer Benini, bevor ein Feuerwerk über der Burg „Feuer und Zauber“ grandios abschloss.

Von 
Nadine Schmid
Lesedauer: 
© Nadine Schmid

Wertheim. Der Wunsch nach Frieden und gegenseitigem Respekt aller in der Stadt bildete wie seit Beginn der „Integranz-Veranstaltung“ den Rahmen für ein buntes Unterhaltungsprogramm auf der Wertheimer Burg. Daneben durchzog den Burggraben die Freude, nach Ausfall und digitaler Version in den vergangenen Jahren wieder gemeinsam vor Ort und live in den Mai feiern zu können.

AdUnit Mobile_Pos2
AdUnit Content_1

Natürlich gab es noch einige Beschränkungen. Die Höchstzahl der Besucher wurde auf 750 festgelegt, Karten gab es nur im Vorverkauf. Auf Stockbrot wurde verzichtet. Und auch die großen Feuer wurden durch kleine in Feuerschalen ersetzt. Aber die Stimmung erinnerte an frühere Jahre.

Zunächst machten einige Grußredner deutlich, worum es bei „Integranz“ – das Wort setzt sich aus Integration und Toleranz zusammen – geht.

Oberbürgermeister Markus Herrera Torrez freute sich über die Feiern in Präsenz, die nicht nur auf der Burg stattfinden würden, sondern auch bei zahlreichen anderen Maifeuern und Maibaumsetzungen im Stadtgebiet. „Alles soll wieder werden, wie es war“, habe er im vergangenen Jahr gesagt und er freue sich, nun erstmalig in seiner Amtszeit bei der Veranstaltung dabei sein zu dürfen.

AdUnit Mobile_Pos3
AdUnit Content_2
© Nadine Schmid

Gelebte Integration

Nimet Seker als Vertreterin der türkisch-islamischen Gemeinde wandte sich direkt an die Zuwanderer. Sie hob hervor, dass das Leben in einem demokratischen und wirtschaftsstarken Land mit Menschenrechten und Gleichberechtigung ein Privileg sei und man hier – wie sie als Tochter türkischer Einwanderer – alle Chancen habe.

„Sie haben nichts zu verlieren, sondern alles zu gewinnen. Dazu braucht es nur den Willen zum Erfolg, zur Arbeit und dazu, Teil der Gesellschaft zu sein. Wir heißen Sie herzlich willkommen.“ So gelinge beidseitig gelebte Integration.

Irina Nicholskij von der russisch – orthodoxen Gemeinde ging auf die Friedenskerze ein, deren Brennen gerade aktuell so wichtig sei. Sie betonte, dass ihre Gemeinde gerne Flüchtlingen helfe und zwar völlig egal, woher sie kommen würden. Dekanin Wibke Klomp von der evangelischen Kirchengemeinde hatte schon im vergangenen Jahr bei der Digitalveranstaltung das Feuerwerk mitten im Lockdown als „Highlight des Jahres“ bezeichnet. Um so mehr freue sie sich, nun live dabei zu sein. „Das Größte ist, die vielen Kinder hier zu sehen. Lasst uns feiern!“, forderte sie in ihrem Grußwort auf. Nach der Vorstellung des rührigen Organisationsteams rund um Markus Landeck ging die Show dann los. Den Start machte die während des Lockdowns angedachte und dann gegründete Band „Alex and friends“, die mit Songs wie „Smile“ und „Optimist“ vermittelte, wie wichtig positives Denken und Lebensfreude sind – und nebenbei brachten sie musikalisch gleich Stimmung in die Veranstaltung.

AdUnit Mobile_Pos4
AdUnit Content_3

„Tanzen verbindet“

Es folgten die jüngsten Tänzerinnen der Tanzschule „Physical Funk by Chriz“. Im Lauf des Abends zeigten verschiedene Altersgruppen der Tanzschule, wie man gemeinsam eine tolle Show auf die Bühne bringt. „Tanzen verbindet“, betonte Zauberer Benini.

Abseits der Bühne zeigte Christian Schindler vom Projekt Hizuna den Besuchern untern anderem, wie man rein mit Naturmitteln Feuer machen kann. Hier wurde deutlich, wie kostbar das oft nur bedrohlich gesehene Gut Feuer sein kann.

Nach verschiedenen Zauberdarbietungen von Benini und Geschichten und Liedern des Liedermachers Bousch Bardarossa war es dunkel geworden und damit Zeit für die Feuershow, die von Beginn an Teil der Veranstaltung war.

Eine spektakuläre Feuershow, ein Konzert der Band „Alex and Friends“ und die Auftritte der verschiedenen Tanzgruppen von „Physical Funk by Chriz“ waren die Programmpunkte des „Integranz“-Festivals auf der Burg. © Nadine Schmid

Es starteten die Fairy Elements, die mit LED-Licht-Equipment farbenfroh über die Bühne wirbelten. Besonders beeindruckend, wie es ihnen gelang, die verschiedenen Logos der Veranstaltung als Leuchtschrift in ihre Darbietung mit einzubauen.

Seit der ersten Veranstaltung sind die Feuerkünstler der unterfränkischen Gruppe Caldera fester Bestandteil des Bühnenprogramms. Von Jahr zu Jahr gelang es ihnen, ihr Spektakel noch spektakulärer zu machen.

Dieses Mal hatten sie sich Unterstützung gesucht: Erstmalig standen die Künstler von Fairy Elements und Caldera gemeinsam auf der Bühne – oder genauer gesagt, auf den drei Ebenen des Burggrabens. Beim Zuschauen hatte man selbst ein brennendes Gefühl, so hautnah kamen die Auftretenden den Flammen. Brausender Jubel dankte ihnen ihren Einsatz

Den Abschluss bildete ein Feuerwerk der Extraklasse, in dem mit dem brennenden Friedenszeichen und Herz sowie der passenden musikalischen Untermalung nochmals das Motto der Veranstaltung und die Botschaft für die ganze Stadt zusammengefasst wurden: „Ganz egal, woher du kommst. Heimat ist da, wo deine Freunde sind.“

AdUnit Footer_1
AdUnit Mobile_Footer_1