Ortschaftsrat - Neuer Jagdpächter stellt sich in Dörlesberg vor / Ortsvorsteher Udo Schlachter beklagt wilde Müllablagerung in Wald und Flur Brachfläche soll zur Grüninsel werden

Von 
Birger-Daniel Grein
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Bei der Zufahrt zum Neubaugebiet Felderflur von der Hundheimer Straße aus soll aus einer Brachfläche eine ansprechende Pflanzinsel werden. Dafür werden Helfer gesucht. © Birger-Daniel Grein

Hauptthemen der Sitzung des Ortschaftsrats am Dienstag im Dörlesberger Bürgerhaus waren die Vorstellung des neuen Jagdpächters sowie ein Aufruf zum bürgerschaftlichen Engagement.

In der Sitzung des Dörlesberger Ortschaftsrats notiert

Die Internetseite von Dörlesberg wurde neu gestaltet. Zentraler Punkt bleibt der stets aktualisierte Infokanal. Auf ausführliche Berichte, Fotos und Links verzichtete man laut Ortsvorsteher Udo Schlachter, aus Gründen der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO).

Sabrina Stemmler, Schriftführerin des Ortschaftsrates, ist in Mutterschaftszeit und führt diese Aufgabe deshalb aktuell nicht aus. Die Protokolle werden im Wechsel von den Räten übernommen. Schlachter sprach Stemmler Glückwünsche zum Nachwuchs aus.

Thomas Frei, der bisher die Pflege der Beete rund ums Bürgerhaus übernahm, ist aus dieser Aufgabe ausgeschieden. Schlachter lobte ihm für seinen Einsatz.

Der Ortschaftsrat hat die Straßennamen für die Erweiterung des Neubaugebiets Felderflur festgelegt. Diese lauten „Vordere Felderstraße“, sowie „Obere Felderstraße“ und „Untere Felderstraße“.

In der Sitzung wurden mehrere Termine bekanntgegeben: Am kommenden Samstag findet von 11.30 Uhr bis circa 16 Uhr für die Bürger Dörlesberg ein Kesselfleischessen statt. Es gibt Kesselfleisch mit Sauerkraut und Bauernbrot, sowie Kaffee und Kuchen. Die Veranstaltung von Ortschaftsrat und Vereinen findet in den Räumen der Feuerwehr im Bürgerhaus statt. Die Gewinne aus dem Verkauf kommen der Ortschaft zu Gute.

An jedem Adventssamstag wird es einen Christbaumverkauf im Dörlesberger Gewann „Sauhöhe“ geben. Am zweiten und dritten Adventssamstag wird dort zudem einen Verkauf von Bratwurst, Glühwein und Kinderpunsch zugunsten des Kindergarten Dörlesberg durchgeführt.

Hingewiesen wurde zudem auf die nächste Blutspendetermin des DRK am Mittwoch, den 23. Oktober von 14.30 bis 19.30 Uhr in der Aula Alte Steige Wertheim. bdg

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Dörlesberg. Zu Beginn der Sitzung des Dörlesberger Gremiums wurde bekannt, dass Dominik Metz als neuer Pächter den rund 645 Hektar großen Jagdbogen I übernommen hat, der zwischen Sachsenhausen und Dörlesberg liegt. Sein Vorgänger Gerold Kempf begründete in der Sitzung sein Ausscheiden aus der Pacht unter anderem mit Altersgründen. Er sagte aber zu, Metz als Jäger zu unterstützen. Ortsvorsteher Udo Schlachter freute sich, dass man einen neuen Jagdpächter gefunden hatte.

Metz stellte sich der Bevölkerung selbst vor. Er wohnt in Uissigheim, ist 38 Jahre alt, verheiratet und hat zwei Kinder. Beruflich ist er Förderlehrer an einer bayrischen Schule, zuvor hatte er zwölf Jahre lang bei der Bundeswehr gedient. Seine Jagdprüfung hatte er 2008 abgelegt. Er ist Vorstandsmitglied der Kreisjägervereinigung Wertheim und engagiere sich mit Freude bei dessen Waldmobil. Zudem ist er stellvertretender Hegeringleiter in Külsheim.

„Wir als Jäger wollen nicht Schädlingsbekämpfer sein. Auch wenn Wildschweine Schäden anrichten sind es für uns Lebewesen“, betonte er, dass er und seine Kollegen besonnen jagen würden. Man werde vor allem den Jungbestand der Säuen abschöpfen, wie dies auch gesetzlich vorgeschrieben sei.

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Metz betonte, er versuche ein enges Verhältnis zu den Landwirten zu pflegen. Der Jäger sprach auch einen Punkt an, der ihn ärgere. Man versuche die Maisäcker in Dörlesberg mit Elektrozäunen vor Wildschweinen zu schützen. „Leider werden immer wieder die Batterie abgeklemmt. So kommen die Tiere in die Felder und sind dort nur schwer wieder heraus zu bekommen.“

Vandalismus

Schlachter griff das Thema auf und erklärte, es gebe leider noch mehr Vandalismus im Ort. So sei beispielsweise das Schloss am Brunnen entwendet worden. Weiter baten Ortsvorsteher und Metz Spaziergänger den Bereich von Treibjagden zu meiden, auch zur eigenen Sicherheit.

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Schlachter erklärte beim nächsten Tagesordnungspunkt, man wolle den Einfahrtsbereich des Neubaugebiets Felderflur verschönern. Dazu soll die bisher brachliegende, unschöne, öffentliche Fläche im Bereich Eingang Felderstraße, Ecke Hundheimer Straße, neu als Grüninsel angelegt und gepflegt werden. Dies wirke auch verschönernd auf den Ortseingang von Sachsenhausen kommend.

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Der Ortschaftsrat habe zur Gestaltung mehrere Überlegungen angestellt und dabei auch den direkten Anlieger der Fläche miteinbezogen.

Dank sprach er Inge und Felix Weber von der örtlichen Gärtnerei aus, die als Fachleute ehrenamtlich einen Plan entworfenen hätten. Die Gärtnerei werde auch ehrenamtlich beim Anlegen helfen.

Das Schaffen der Grüninsel solle gemeinsam mit Bürgern aus Dörlesberg erfolgen. Das Ganze werde als Aktion an einem Samstagvormittag Ende Oktober oder Anfang November 2019 stattfinden. Der genaue Termin wird noch bekannt gegeben.

Mit dem Anlegen müsse man warten, bis die endgültigen Kabelarbeiten im Neubaugebiet abgeschlossen seien, so Schlachter. Gepflanzt werden sollen beispielsweise Zierkirsche, Fasanenspiere, Rispenhortensie, Chinaschilf, Lavendel, Ligusterhecke, Clematis und Wilderwein. Zudem soll ein alter Kutschenwagen die Fläche zieren.

Unter dem Punkt Verschiedenes lobte Schlachter dem Heimat- und Kulturverein, der sich vielfältig für die Pflege von Pflanzflächen im Ort engagiere. Wo eine Pflege durch bürgerschaftliches Engagement nicht möglich sei, setze man Fachbetriebe ein, so Schlachter weiter.

Er sprach auch einige Punkte an, die für ihn ein „anhaltendes Ärgernis“ darstellen. Dies waren erstens die wilden und illegalen Ablagerungen von Müll und Unrat in Wald und Flur.

Das Ordnungsamt der Stadt Wertheim habe schon mehrfach ermittelt, es sei aber schwierig die Verursacher zu finden. Lob von Schlachter bekam Oskar Busse, der auf eigene Initiative Müll in der Landschaft einsammele und entsorge.

Grüngutabfall

Weiterhin verwies der Ortsvorsteher darauf, dass im Grüngutabfall am Friedhof auch nur Grüngut von dort entsorgt werden dürfe. Auch Kränze und anderer Grabschmuck hätten dort nichts verloren, mahnte Schlachter.

Unverständlich war für ihn zudem, warum auf und vor dem Glascontainer des Öfteren Glas abgestellt werde, das nicht in die Öffnung passt. Er bat darum, dass Bürger einen vollen Container selbst zur Abholung melden. Die Telefonnummer dazu finde sich auf dem Container.

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