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Gemeinderat - Oberbürgermeister berichtet über die Situation in Wertheim / Tschöp: Grandioser Job von Stadt und Bürgern

Bisher 219 gemeldete Ukraine-Flüchtlinge

Von 
Gerd Weimer
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Wertheim. Oberbürgermeister Markus Herrera Torrez informierte bei der Gemeinderatssitzung über die aktuelle Situation bei der Hilfe für die Flüchtlinge aus der Ukraine. Demnach gab es bis Montag 219 angemeldete Personen, die aus der Ukraine in Wertheim angekommen sind.

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Man habe dank großer Unterstützung aus der Bevölkerung und der Unterstützung des städtischen Gebäudemanagements „eine gute Wohnraumversorgung sicherstellen können“, so der OB. Privatleute hättten 35 Wohnungen von Privatleuten angeboten, die über den Eigenbetrieb Gebäudemanagement angemietet und vermittelt wurden. Die Stadt habe bei einem Immobilienverwalter zudem weitere Wohnungen angemietet, die ab Juni zur Verfügung stehen. Bisher habe man von der Belegung der Hallen nicht Gebrauch machen müssen. Das werde voraussichtlich so bleiben, aber das hänge natürlich vom Kriegsgeschehen in der Ukraine ab.

Eine große Herausforderung sei die Planung, denn ankommenden Flüchtenden aus der Ukraine hätte keine Residenzpflicht. Sie können selbst wählen, wo sie sich aufhalten wollen.

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Weiter Spenden notwendig

Der Oberbürgermeister lobte das Engagements einzelner Bürger und die Spendenbereitschaft. Kooperationspartner beim Management der Sachspenden sei das Unternehmen DS-Dienstleistungen, das Sach- und Möbelspenden entgegennehme, die dann über den Verein „Willkommen in Wertheim“ verteilt werden. Der OB rief zu weiteren Sachspenden auf. Natürlich sei auch immer noch Wohnraum gefragt.

Ein „ernsthaftes Problem“ gebe es beim Tafelladen in Wertheim. Es bestehe ein Aufnahmestopp für neue Kunden. Es fehle an Ware und ehrenamtlichen Kräften. Markus Herrera Torrez rief Privatleute und Unternehmen zu Spenden an die Tafel auf.

In den Kindertagesstätten habe die Stadt ein mehrstufiges Integrationsmodell eingerichtet. Bei den Schulen funktioniere die Arbeit gut. Die Hauptlast liege bei der Real-und bei der Gemeinschaftsschule. Man werde die Schüler jetzt immer mehr entsprechend ihrer Leistungsfähigkeit zuordnen. Die Sprachbarriere sei bei den jungen Leuten nicht sehr ausgeprägt. Für die Erwachsenen würden Vhs-Kurse vorbereitet.

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Eine große Herausforderung werde in den nächsten Wochen die Integration in den Arbeitsmarkt. Allerdings wollten viele Ukrainer ohnehin nicht lange bleiben. Der Gemeinderat würdigte die Leistungen der Helfer mit kräftigem Applaus.

Bettingens Ortsvorsteher Ralf Tschöp berichtete anschließend in einem emotionalen Vortrag über seine Erfahrungen bei der Flüchtlingshilfe. Er hatte Ukrainer „auf den letzten Metern nach Wertheim“ begleitet. Das Team im und um das Wertheimer Rathaus mache „wirklich einen grandiosen Job“. Tschöp schilderte, wie er drei junge Mütter mit ihren kleinen Kindern in Würzburg abholte und nach Wertheim brachte. Das „verängstigte Grüppchen“ habe auf dem Wartberg Platz gefunden, weil das Team vom städtischen Gebäudemanagement um Natalja Kiefel völlig unbürokratisch und in kürzester Zeit die wurde vom Team Gebäudemanagement um Natalja Kiefel kurz vor Ostern eine Wohnung vorbereitet habe. Auch die Anmeldung lief demnach dank des Teams um Thomas Neichel hervorragend. Tschöp hob zudem das „tolle und professionelle Engagement von ’Willkommen in Wertheim’“ hervor.

Im Namen der in Wertheim angekommen Flüchtlinge richtete er „einen vielfachen Dank“ an die Verwaltung und die Bürger der Stadt aus.

Redaktion Reporter Wertheim

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