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Stabwechsel im Vorstand - Alexander Kirchhoff übernimmt die Führung und hofft auf tatkräftige Unterstützung / „Große Fußstapfen“

Birger-Daniel Grein gibt Vorsitz des Stadtjugendrings Wertheim nach 16 Jahren ab

Von 
Matthais Ernst
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Alexander Kirchhoff (links) übernahm das Amt des Vorsitzenden des Stadtjugendrings Wertheim von Birger-Daniel Grein, der nach 16 Jahren aus dem Vorstand ausschied. © Matthias Ernst

Wertheim. In den vergangenen zwölf Jahren hat sich der Verein Stadtjugend Wertheim, der Dachverband der Vereine und Organisationen, die sich um die Kinder- und Jugendarbeit in der Stadt und ihren Ortsteilen kümmern unter der Führung von Birger-Daniel Grein weiterentwickelt. Neben der Kernaufgabe, dem Sprachrohr der Vereine und Organisationen gegenüber Politik und Wirtschaft kamen neue Betätigungsfelder hinzu.

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Erinnert sei hier an die Einführung weiterer Ferienprogramme neben den ab 2009 gestarteten Sommerferienprogrammen, aus denen etwas später die Forscherferien, mit Schwerpunkt in den MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) hervorgingen.

Später wurde das Angebot durch die Kinderuni, die Betreuung von „Jugend forscht“ und „Schüler experimentieren“ sowie als letztes Projekt das Schülerlabor mit seinem Angebot für Schüler der fünften bis siebten Klasse ergänzt.

Das alles geschah mit viel Eigeninitiative von Birger-Daniel Grein neben seiner eigentlichen beruflichen Arbeit. „Da sind im Jahr mal locker zwischen 400 und 500 Stunden ehrenamtliche Tätigkeit aufgelaufen“, hat der ehemalige Vorsitzende im Gespräch mit den FN nachgerechnet. Hinzu kamen noch Zeiten für die ehrenamtliche Organisation von Ausflügen, Freizeiten und Exkursionen, die Leitung von Kursen, die Ausbildung von Paten und Betreuern, das Forscherkidsmagazin zu erstellen und vieles mehr.

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Das alles ließ sich auf Dauer mit der wachsenden beruflichen Arbeit nicht mehr verbinden. Deshalb stellte sich Grein nicht mehr zur Wiederwahl.

Viele Kindergenerationen

„Ich hätte gerne weiter gemacht, aber mein Beruf fordert mich zunehmend“, sagt er beinahe entschuldigend. „Im Laufe der 16 Jahre waren es gleich mehrere Kindergenerationen, mit denen ich ehrenamtlich arbeiten durfte“. Und „die Begeisterung der Kinder und Jugendlichen hat mich dabei immer sehr erfreut“, will er unbedingt noch loswerden.

Bereits vor über einem Jahr gab erste Gespräche über eine Nachfolgeregelung. Die Gespräche gestalteten sich sehr schwierig, denn alle am Stadtjugendring Beteiligten erkannten schnell, in welch große Fußstapfen sie treten würden. Viele Angebote des Stadtjugendrings waren auf Birger-Daniel Grein zugeschnitten.

Doch irgendwie musste es ja weitergehen. Also ließ sich Alexander Kirchhoff, hauptamtlich beschäftigt bei der Evangelischen Jugend im Kirchenbezirk Wertheim, breitschlagen, den Vorsitz des Stadtjugendrings zu übernehmen.

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Eigentlich sollte das Hauptamt und das Ehrenamt getrennt sein, aber in diesem speziellen Fall, würde er den Posten für eine gewisse Zeit übernehmen. „Uns allen muss aber klar sein, so eine One-Man-Show, wie Birger-Daniel Grein kann ich nicht leisten“, sagte er.

Kirchhoff wird sich in Zukunft auf die Kernaufgaben des Stadtjugendrings beschränken, „der Rest geht einfach nicht“. Er hofft aber, dass sich weitere Interessierte finden, die die „großartige Arbeit der letzten Jahre“ fortsetzen werden. Jeder kann sich einbringen, egal ob als Betreuer, Kursleiter oder als Hilfe in der Organisation, lädt Kirchhoff die Bürger von Wertheim und seinen Ortschaften ein, sich an der Arbeit des Stadtjugendrings zu beteiligen.

„Es geht nicht darum, dass jemand ein großes Projekt übernimmt, sondern viele Menschen kleine Aufgaben ausführen“, warb Kirchhoff für die Arbeit mit Kindern. Er dankte dem ausgeschiedenen Vorstand Birger-Daniel Grein und dessen Stellvertreterin Urte Bauer, die aus Studiengründen nicht für eine Wiederwahl bereitstand.

Ungewissheiten

Ihm sei auch bewusst, dass die aktuell in der Jugendarbeit aktiven Mitglieder des Stadtjugendrings vielfältig in ihren Vereinen und Organisationen eingebunden sind, aber wenn der Verein Stadtjugendring weiterhin Bestand haben soll, müssten wieder ein aktiver Vorstand und weitere Helfer mit an Bord sein. Kirchhoff ist auch bereit, neue Wege zu gehen, denn ihm ist bewusst, dass sich die Zeiten ändern.

Wie wichtig die Arbeit des Stadtjugendrings und der übergeordneten Landes- und Bundesjugendringe auf politischer Ebene sei, könne man am Kinderschutzgesetz erkennen, das unter großer Mitwirkung des Bundesjugendrings eingeführt wurde. Die Aufgaben des Stadtjugendrings sind vielfältig und weitreichend. Von daher müsse man zu einer langfristig befriedigenden Lösung kommen, hofft der neue Vorsitzende Alexander Kirchhoff.

Eine gute Nachricht hatte er dann aber doch noch: In den Sommerferien 2021 wird es wieder „Ferien für Entdecker“ geben. Wie es mit den weiteren Angeboten des Stadtjugendrings weitergeht, ist aktuell noch offen.

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