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Beim Jugendgericht verhandelt - Geldbuße für 19-Jährigen

Bezahlte Jacke nicht geliefert

Von 
goe
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Wertheim. Ein 19-jähriger Mann aus Wertheim bot über E-Bay eine Jacke an, kassierte vom Käufer die vereinbarten 150 Euro, lieferte aber nicht. Wegen Betrugs musste er sich jetzt beim Jugendgericht Wertheim verantworten.

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„Dumme Idee“

Die Tat geschah in einer Zeit mangelnder beruflicher Orientierung bei dem jungen Mann. Er langweilte sich „jugendtypisch“ zuhause. Der Käufer hat inzwischen sein Geld zurück, der Angeklagte sich entschuldigt. In der Verhandlung bereute er die „dumme Idee“, und es klang glaubhaft. So machte die Jugendgerichtshilfe Main-Tauber den Vorschlag, das Verfahren gegen Geldbuße oder Sozialstunden zugunsten einer gemeinnützigen Einrichtung vorläufig einzustellen.

Staatsanwaltschaft und Richterin stimmten zu. Der Berufsanfänger muss 500 Euro – in zwei Raten – an die evangelische Kindertagesstätte Sachsenhausen zahlen.

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Nach dem Vorfall im November erschien bei dem jungen Mann die Polizei. Sie veranlasste die Rückzahlung der 150 Euro, beschlagnahmte die Jacke und erstattete Betrugsanzeige.

Der Beschuldigte war vor längere Zeit wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis (Mofa) aufgefallen. Das Verfahren wurde damals von der Staatsanwaltschaft mit einer Ermahnung und gegen Ableistung von sechs Stunden gemeinnütziger Arbeit eingestellt. Zwecks intensiverer Einwirkung auf den jungen Mann erhob sie dieses Mal Anklage.

„Stabile Verhältnisse“

Der 19-Jährige wohnt „in stabilen familiären Verhältnissen“ bei den Eltern und scheint berufliche Orientierung gefunden zu haben. Auf die Rückgabe der Jacke verzichtete er. Sind die 500 Euro bezahlt, erfolgt die endgültige Einstellung des Verfahrens. goe

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