Coronavirus - Ärzte aus Wertheim verabreichten am Samstag die zweiten Impfdosen / 90 Prozent der Senioren und gut 65 Prozent des Personals beteiligten sich Bewohner des Wohnstifts sind vollständig geimpft

Von 
stv
Lesedauer: 
Rund 90 Prozent der Bewohnerinnen und Bewohner und gut 65 Prozent des Personals haben sich bereit erklärt, sich impfen zu lassen. © Stadt Wertheim

Wertheim. Gute Laune herrschte an diesem Samstag im Wohnstift im Hofgarten. „Wir haben es geschafft und sind durch“, zeigten sich nicht nur Pflegedienstleiterin Yvonne Tafili und ihre Stellvertreterin Sylvia Koller erleichtert. „Alle die es wollten sind jetzt zum zweiten Mal gegen Corona geimpft.“

AdUnit urban-intext1

Rund 90 Prozent der Bewohnerinnen und Bewohner und gut 65 Prozent des Personals hatten im Vorfeld ihre Bereitschaft erklärt, sich impfen zu lassen. Pflegedienstleiterin Tafili hatte entsprechend 189 Impfdosen bestellt, die an diesem Tag von dem Mobilen Impfteams verabreicht wurden. Das geht aus einer Pressemitteilung der Stadtverwaltung hervor.

Die Impfungen selbst nahmen am Samstag mit Anja und Oliver Kraus, Ruth und Uwe Heyn und Christina Gläser fünf Ärztinnen und Ärzte aus Wertheim vor. Eine deutlich weitere Anreise hatten die vier Bundeswehrsoldaten der Deutsch-Französischen Brigade aus Illkirch bei Straßburg. Sie unterstützten, wie schon vor drei Wochen beim ersten Impftermin, die Impfteams und die Wohnstift-Mitarbeiter bei administrativen Aufgaben.

Piks gelassen ertragen

So konnten sich die Mitarbeiter weitestgehend auf die Seniorinnen und Senioren konzentrieren, bei denen gleichwohl von Aufregung nichts zu spüren war. Gelassen erwarteten und ertrugen die den kurzen Piks. Die meisten hatten in ihrem Leben schon mehr und Schlimmeres erlebt als diese Impfung, wie sie erzählten. Mit seinen 18 Jahren der bei weitem Jüngste der nunmehr doppelt Geimpften ist Lucas. Bis vor kurzem gehörte er zu den Beschäftigten der Einrichtung. Für ihn war es nach kurzer Überlegung keine Frage, dass er sich impfen lässt.

AdUnit urban-intext2

In seinem Bekanntenkreis fielen die Reaktionen darauf sehr unterschiedlich aus, berichtete er: „Von Glückwünschen bis zu Verschwörungstheorien war alles dabei.“

Auch wenn nach dem Abschluss der Impfaktion weiter Vorsicht geboten ist, waren sich Oberbürgermeister Markus Herrera Torrez und Pflegedienstleiterin Yvonne Tafili einig, dass sich der immense Aufwand, der im Vorfeld zur Vorbereitung notwendig war, am Ende lohnen wird. „Nur wenn möglichst viele Menschen das Impfangebot annehmen, können wir uns langsam wieder mehr Normalität in unserem Leben erhoffen“, war Herrera Torrez überzeugt. Als besonders bemerkens- und anerkennenswert hob er noch hervor, dass es im Wohnstift Hofgarten während der gesamten Dauer der Pandemie bislang keinen einzigen Infektionsfall gegeben hat. stv