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SPD-Vorstand tagte - Mit Betriebsräten Auswirkungen der Krisen auf die lokale Wirtschaft diskutiert

Betriebe werden es deutlich spüren

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spd
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Wertheim. Die SPD Wertheim hatte eine Vorstandssitzung zu der Betriebsrätezu Gedankenaustausch zugegen waren.. Es ging der SPD darum einen direkten Eindruck über die Auswirkungen des Ukrainekrieges auf Wertheim zu erhalten“, so Thomas Kraft der Vorsitzende. Bereits kurz nach Kriegsausbruch hatte die SPD in Wertheim eine Friedenskundgebung initiiert und war mit dem Bundestagsabgeordneten Kevin Leiser auf Wartberg und Reinhardshof zu einer Diskussionsveranstaltung.

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Im Vorfeld der Vorstandssitzung wurden eine Reihe Einzelgespräche geführt, auch mit Unternehmensleitungen. Alle Unternehmen, alle Arbeitnehmer, alle Bürger und -innen werden Auswirkungen spüren, schildert Thomas Kraft den Gesamteindruck. Die Unternehmen sind durch die Globalisierung im Einkauf und im Vertrieb betroffen. Rohstoffe oder Teile und Produkte die aus Ukraine oder Russland geliefert werden, fehlen. Das beeinträchtigt die Produktion. Sie wird dadurch gebremst. Im Vertrieb fallen diese Absatzmärkte für deutsche Produkte aus. Die Herstellung wird durch steigende Preise teurer. Das gilt besonders für Energiepreise. Ein sofortiger Importstopp von russischem Gas wäre verheerend, so Kraft. Die Unternehmen seien unterschiedlich davon betroffen. Schon die Auswirkungen auf Raumtemperaturen seien nicht lapidar. „Was wäre den Mitabeiter*innen noch zumutbar“, fragt Thorsten Hilgner.

Für die Herstellung von Produkten braucht es bestimmte Raumtemperaturen. Sind diese zu niedrig wirke sich das auf die Qualität und Präzision aus. Extrem problematisch wäre die Einstellung von Gaslieferungen in manchen Industriezweigen. Einen Glasofen kann man nicht einfach abschalten und wieder hochfahren. Die Glasschmelze wäre kaputt. Bei internationalen Konzernen müsste befürchtet werden, dass sie bei länger andauernden Störungen auf andere Produktionsstandorte im Ausland ausweichen. Da helfe den Arbeitnehmer*innen auch das Kurzarbeitergeld nicht mehr. Kurzarbeit ist in einer Überbrückungsphase sehr hilfreich. Das hat sich in der Coronakrise gezeigt. Trotzdem bleibt sie eine befristete Lösung. Der Ruf nach einem sofortigen Gasembargo sei daher unverantwortlich. Der entstehende wirtschaftliche Schaden und der Schaden für die Gesellschaft sei nicht kalkulierbar.

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Klar sei allerdings, dass schnellstmöglich die Unabhängigkeit von russischen Energielieferungen hergestellt werden muss. Der Einkauf auf dem Weltmarkt habe aber ebenfalls seine Probleme. Es werden Geschäfte gemacht mit anderen Nicht-Demokraten. Der Markt wird enger und es wird Staaten geben, die enorme Schwierigkeiten bekommen werden die gestiegenen Preise zu finanzieren. Die Notwendigkeit zum Ausbau der erneuerbaren Energien werde dringender. Hier wird auch Wertheim gefordert sein. „Wir hoffen hier auf faire Diskussionen und tragfähige Lösungen“, so Ingo Ortel.

Von den Preissteigerungen sind schließlich alle Verbraucherinnen und Verbraucher betroffen. Die Bundesregierung legt Hilfsprogramme an. Alles kann jedoch auch hier nicht aufgefangen werden. „Besonders schwierig haben es auch die Tafeln“, so Katrin Rappert die Vorsitzende des Fördervereins. Weniger Lebensmittelspenden und weniger Helfer stünden einem höheren Bedarf gegenüber. Die Geflüchteten aus der Ukraine seien davon eine Gruppe. Durch die Inflation würden aber auch die bereits hier lebenden Berechtigten häufiger in der Tafel einkaufen müssen. Daher wurde in der Sitzung eine kurzfristig stattfindende Spendenaktion initiiert.

Die Willkommenskultur für Geflüchtete ist in Wertheim großartig. Die heimische Bevölkerung engagiere sich hier ebenso wie bspw. russlandstämmige Wertheimer. „Das ist sehr zu begrüßen“, so Mirco Göbel. Eine Herausforderung ergebe sich durch die Freizügigkeit für die Geflüchteten aus der Ukraine. Sie dürften ihren Aufenthaltsort selbst bestimmen. Die Zuweisung auf geregelten Wegen von Land über Kreis in die Kommune könne daher nicht in diesem Maße stattfinden. Daher gebe es auch in dem Kommunen im Kreis sehr große Unterschiede. spd

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