Firma Witeg - Bürgermeister Wolfgang Stein und Wirtschaftsförderer Jürgen Strahlheim besuchten Labortechnik-Unternehmen Baugenehmigung für Überdachung übergeben

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Hofgarten. Die Witeg Labortechnik GmbH ist nach Aussage der Verantwortlichen eine der führenden Hersteller und Lieferanten im Bereich Glasgeräte, Liquid-Handling-Artikel und elektrische Laborgeräte. Eine hohe Fertigungstiefe und ein auf die Bedürfnisse der Kunden abgestimmtes Lieferprogramm von über 30 000 Produkten zeichnen den Betrieb mit Sitz im Wertheimer Hofgarten aus. Bürgermeister Wolfgang Stein und Wirtschaftsförderer Jürgen Strahlheim verschafften sich bei einem Firmenbesuch vor Kurzem einen Überblick über die aktuelle Situation des Unternehmens.

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Die Geschäftsführer Gabriele Antlinger und Mario Swiegot gaben mit ihren Vorgängern Irene Antlinger und Elmar Swiegot den beiden Vertretern der Stadtverwaltung einen einblick in die Geschichte der 1960 zur Entwicklung von Glasgeräten gegründeten Firma. Heute decke das Portfolio nahezu den kompletten Laborbedarf ab, erläuterte Elmar Swiegot. Die Produkte würden den höchsten Qualitätsanforderungen in Chemie, Pharmazie sowie Medizin gerecht und von Wertheim aus in mehr als 100 Länder vertrieben.

70 Mitarbeiter

Im Industriegebiet in Bestenheid verfügt das Unternehmen über einen weiteren Büro-, Produktions- und Lagerstandort. Rund 70 Mitarbeiter arbeiten bei Witeg. Sie tragen dafür Sorge, dass die Produkte reibungslos hergestellt und dann geliefert werden, wenn sie tatsächlich gebraucht werden – also „just in time“, wie Gabriele Antlinger erklärte. Fast alle Artikel seien ab Lager lieferbar. Bei einem Rundgang durch die Produktion am Hauptsitz überzeugten sich die Besucher vom Einsatz moderner computergesteuerter Anlagen und Technik, die für eine hervorragende Produktqualität unerlässlich sind. „Wir leisten ein kontinuierliches Investment in qualifizierte und engagierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, ohne die eine optimale Qualität nicht zu realisieren ist“, so Mario Swiegot.

Filigrane Handarbeit und Tüftlergeist seien nach wie vor bei der Entwicklung und Herstellung von Laborglasprodukten gefragt, die speziell auch für weitere namhafte glasverarbeitende Betriebe in Wertheim hergestellt werden.

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Die elektrischen Witeg-Geräte gehen zu großen Teilen auf eigene Ideen zurück und sind im Zusammenspiel mit einem südkoreanischen Partner entstanden. Von der Fertigungstiefe und den selbst realisierten Produktentwicklungen zeigte sich der Bürgermeister sehr angetan: „Vielen Produkten sieht man diese dahinter stehenden spezifischen und komplexen Entwicklungen auf den ersten Blick nicht an.“ Witeg sei ein weiteres Beispiel für hochqualifizierte Familienunternehmen am Standort Wertheim.

Überraschung

Bürgermeister Stein nutzte die Gelegenheit und übergab die Baugenehmigung für eine dringend erforderliche Überdachung am Standort in Bestenheid. „Damit haben wir heute nicht gerechnet“, freuten sich die Geschäftsführer.

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Für die Unternehmensleitung ist darüber hinaus das Thema Fachkräfte wichtig. „Fast alle Betriebe in Wertheim haben gegenwärtig Probleme, die notwendigen Fachkräfte zu gewinnen“, so Stein. „Ich bin überzeugt davon, dass nur ein gemeinsames Vorgehen von Unternehmen und Kommune zu einer Entspannung dieser Situation und zur Weiterentwicklung des Wirtschaftsstandorts führen kann“, machte er deutlich. Während die Firmen attraktive Ausbildungs- und Arbeitsplätze sowie Arbeitsbedingungen anbieten müssten, habe für die Stadt die Schaffung einer attraktiven Infrastruktur wie Kinderbetreuung, schulische Angebote, DSL-Versorgung und insbesondere die Bereitstellung von zeitgemäßem Wohnraum Priorität. Die Ausweitung des Geschosswohnungsbaus sei dabei als zentrale Aufgabe von Gemeinderat und Verwaltung erkannt worden. An der Umsetzung werde bereits gearbeitet.