Verkaufsoffener Sonntag

Bauernmarkt: Emsiges Treiben in der Wertheimer Innenstadt

Voll war es auf dem Wertheimer Marktplatz am Sonntag Nachmittag.  Viele Schau- und Kauflustige waren trotz Temperaturen unter zehn Grad der Einladung zum Bauernmarkt mit gleichzeitigem verkaufsoffenem Sonntag gefolgt.

Von 
Nadine Schmid
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Gut besucht: Viele Leute kamen zum Bauernmarkt in die Wertheimer Innenstadt. © Nadine Schmid

Wertheim. Und sie wurden nicht enttäuscht von dem bunten Angebots- und Unterhaltungsprogramm. Als dann noch die Sonne heraus kam, sah man überall zufriedene Gesichter, sowohl bei den Besuchern als auch bei den Marktbeschickern.

Lediglich den Tieren konnte man ihr Befinden nicht so leicht anmerken. Von ihnen gab es einige: Da war zunächst die Falkenschau auf dem Mainvorplatz und der Ziegentrieb mit Musikbegleitung quer über den Marktplatz.

Außerdem sind die Hunde der Hunderettungsstaffel der DLRG von Anfang an gerngesehene Gäste des Bauernmarkts. Als dieser zum ersten Mal in Planung ging, schlug Boris Kellner als Mitglied der Hunderettungsstaffel vor, diese weniger bekannte Einsatzgruppe der DLRG vorzustellen. Und er tat dies dieses Jahr wieder gemeinsam mit seiner Kollegin Michaela Kleinschmidt und anderen Helfern.

Die Hunde sind natürlich ein Besuchermagnet“, so Kleinschmidt. Sie sehe den Markt als gute Gelegenheit, auf die ehrenamtliche Arbeit des Verbands aufmerksam zu machen, zu zeigen, dass mehr im Angebot sei als die klassische Seerettung – und vielleicht sogar neue aktive Mitglieder zu gewinnen. Die Rettungshundestaffel, in der ausgebildete Hunde der Mitglieder wirken, wird beispielsweise von der Rettungsleitzentrale alarmiert, wenn eine Person verschwunden ist. Die DLRG ist hierbei für den Raum Wertheim zuständig, die nächstgelegene Rettungshundestaffel des Roten Kreuzes ist in Bad Mergentheim beheimatet.

Genau so wie an diesem Stand erfreute sich der Obstbau Familie Mattern aus Urphar an regem Zulauf. „Wir mussten schon Nachschub holen“, berichtete Kerstin Mattern. Sie seien dieses Jahr die einzigen Apfelverkäufer. Warum wisse sie auch nicht. Bisher seien es meist drei gewesen.

Sie seien auf verschiedenen Bauernmärkten in der Umgebung. Aber der Wertheimer sei vor Ort etwas Besonderes „Wir treffen viele Kunden und Bekannte. Und manche werden durch den Markt darauf aufmerksam“, dass es unsern Verkauf direkt vor der Haustür gibt.“

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Die meisten Aussteller kommen aus der Umgebung, wie Carola Göbel von Carolas Genusswelt in Urspringen, die Likör, Tee und andere Leckereien vertreibt. Auch sie ist seit Jahren dabei. Am Wertheimer Markt schätzt sie besonders, dass er so vielseitig ist. „Wo anders gibt es fünf Schmuck- und zehn Handtaschenstände.

Hier gibt es auch außergewöhnlichere Produkte“ Wie zum Beispiel Falafelbackmischungen, warme Schals aus Alpaka-Wolle und Holzschnitzarbeiten. Göbel freut sich, dass der Markt immer gut besucht ist.

Dies sieht der Weißenburger Alexander Schütz, der Holzfiguren verkauft, allerdings auch kritisch: „Hier ist es zu eng und die Schlangen der Verköstigungsstände behindern meine Auslage.“ Er komme vor allem aus Gewohnheit, ob er im kommenden Jahr noch dabei ist, kann er noch nicht mit Sicherheit sagen.

Allerdings sind die kritischen Stimmen eindeutig in der Minderheit, auch in den anliegenden Geschäften und der Gastronomie. In den Cafés rund um den Marktplatz war kaum noch ein Platz zu bekommen.

Draußen sorgten Baumstriezel, Fisch- und Wurststände und allerhand mehr für Gaumenfreuden. Für die Ohren spielten an verschiedenen Stellen Kapellen auf. Und für die Besucher, so konnte man beobachten, hatte der Markt vor allem den Effekt, andere Menschen zu treffen. „Man sieht sich halt immer, wenn in Wertheim mal was los ist“, meinte ein Besucher. Und was los war am Sonntag, das will wohl keiner bestreiten.