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Kinderbetreuung - Durch mangelnde Kapazitäten bei Bau- und Handwerksfirmen kommt es zu einer Verspätung von gut einem dreiviertel Jahr

Baubeginn für die Kita in Kembach erst nächstes Jahr

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stv
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Mangelnde Kapazitäten bei Bau- und Handwerksfirmen sind die Ursache: Der Baubeginn für die Kindertagesstätte in Kembach ist erst im nächsten Jahr. Das alte Wohnhaus ist inzwischen abgerissen. Hier soll der Neubau entstehen. © Heike Barowski

Wertheim. Die gute Baukonjunktur ist der Grund, warum der Baubeginn zur Erweiterung der Kindertagesstätte Kembach sich um bis zu einem dreiviertel Jahr verschiebt.

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Die Arbeiten beginnen nicht, wie geplant, jetzt im Herbst, sondern voraussichtlich im Frühjahr/Sommer nächsten Jahres. Die Stadtverwaltung musste die Ausschreibung der ersten zehn Gewerke aufheben, weil die Firmen entweder ausgelastet sind und gar keine Angebote eingereicht haben oder ihre Leistungen mit großen Preissteigerungen anbieten. Im Juli und August hatte die Verwaltung zehn Gewerke mit einem Kostenumfang von rund einer Million Euro ausgeschrieben. Die Angebote lagen aber um 31 Prozent über der Kostenberechnung, das würde eine Verteuerung um etwa 330 000 Euro bedeuten. Die Verwaltung hat sich deshalb zur Aufhebung der Ausschreibung entschieden. Die Aufträge sollen bald neu ausgeschrieben und der Ausführungsbeginn auf 2022 gelegt werden. „Das gibt den Bau- und Handwerksfirmen die Möglichkeit, die Arbeiten zeitlich passend einzuplanen“, hofft Fachbereichsleiter Armin Dattler. Für die Erweiterung der Kita Kembach ging die Verwaltung zu Beginn des Projektes von Gesamtkosten von 2,9 Millionen Euro aus. Im Zuge der allgemeinen Baukostensteigerungen weist die Berechnung im neuen Haushalt bereits Gesamtkosten von 3,1 Millionen Euro aus.

Eine weitere ungeplante Steigerung der Baukosten in dem nun genannten Rahmen von 330 000 Euro müsse daher vermieden werden. Die erste Bauphase sieht die Errichtung eines Anbaus vor, anschließend folgt die Sanierung des Altbaus. Bisher war Mitte 2023 als Fertigstellungstermin vorgesehen. Nun wird es voraussichtlich Frühjahr 2024. Über die Notwendigkeit einer erneuten Ausschreibung und die daraus folgende Verzögerung hat die Verwaltung den Bau- und Umweltausschuss sowie die Ortsvorsteherin von Kembach und den Ortsvorsteher von Dietenhan informiert. Das Referat Bildung und Familie wird Übergangslösungen in der Kita-Bedarfsplanung vorbereiten. Laut Referatsleiter Uwe Schlör-Kempf wolle man zunächst erheben, für wie viele Familien und welche Altersgruppen eine Überbrückung gebraucht werde. „Wir sehen verschiedene Optionen, die wir zunächst im Gespräch mit den Kita-Trägern und -Leitungen in Wertheim-Ost ausloten werden.“ Die Eltern wolle man frühzeitig informieren. Der Referatsleiter ist zuversichtlich, dass Lösungen gefunden werden, „wenn in der Übergangsphase die Bereitschaft zu einem gewissen Maß an Flexibilität gegeben ist.“ stv

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