SPD-Ortsverein zog Jahresbilanz - Das Augenmerk lag vor allem auf der internen Ausrichtung Aufbruchsstimmung ist nicht verflogen

Lesedauer: 

Zur Jahreshauptversammlung traf sich am Mittwochabend der Wertheimer SPD-Ortsverein. Das Bild zeigt (von links) die de-signierte Landtagskandidatin Ute Schindler-Neidlein, Dr. Dorothee Schlegel, MdB, die Geehrten Elisabeth Dürrnagel, Roswitha Banschbach und Erika Knittel sowie den Vorsitzenden Walter Hörnig.

© Kellner

Höhefeld. Ein dreiviertel Jahr nach dem auch durch zahlreiche personelle Veränderungen bedingten Neuanfang ist die Aufbruchsstimmung im SPD-Ortsverein Wertheim noch nicht verflogen. So kamen mehr als 20 Genossinnen und Genossen am Mittwochabend zur Hauptversammlung in den "Goldenen Adler" nach Höhefeld (siehe weitere Beruchte). Das ist eine ungewöhnlich hohe Zahl für eine Veranstaltung dieser Art, in der keine besonderen Punkte wie eine Vorstandswahl anstanden.

Tatendrang

AdUnit urban-intext1

Man habe ein Augenmerk auf die interne Ausrichtung des Ortsvereins gelegt, sagte der im Juli neu gewählte Vorsitzende Walter Hörnig und freute sich über positive Rückmeldungen. Der neue Vorstand sei voller Tatendrang an die Arbeit gegangen, so die stellvertretende Vorsitzende Verena Flicker. "Wir mussten viel lernen und haben schnell gemerkt, dass man nicht alles, was man sich vorgenommen hat, sofort umsetzen kann. Trotzdem war es ein gutes Jahr."

Blick nach vorn

Nachdem Flicker die Aktivitäten hatte Revue passieren lassen, richtete Pamela Nembach, ebenfalls stellvertretende Vorsitzende des Ortsvereins, den Blick nach vorn. Sie kündigte unter anderem ein Treffen der beiden sozialdemokratischen Bundestagsabgeordneten Dr. Dorothee Schlegel und ihres bayerischen Kollegen Bernd Rützel an sowie einen Besuch im Europaparlament in Straßburg.

Hörnig informierte, dass der Wertheimer Ortsverein seit der jüngsten Neuwahl mit vier Mitgliedern im SPD-Kreisvorstand vertreten ist.

Von der Substanz gelebt

AdUnit urban-intext2

Etwas getrübt wurde die gute Stimmung durch den Bericht von Kassierer Hans-Otto Köster. Man habe im vergangenen Jahr von der Substanz gelebt. Die Ausgaben überschritten, auch wegen der Kommunalwahlen, die Einnahmen erheblich.

Das größte Sorgenkind der Wertheimer Sozialdemokraten ist aber die Mitgliederentwicklung. Gerade einmal noch 109 Genossinnen und Genossen gehören dem Ortsverein an. Alleine neun Parteifreunde sind im Berichtszeitraum verstorben.

AdUnit urban-intext3

Wie alle seine Vorgängerinnen und Vorgänger in den vergangenen Jahrzehnten stellte Walter Hörnig fest, er sei "sehr froh, dass Hans-Otto Köster unser Kassenwart ist und uns, trotz gesundheitlicher Probleme, immer unterstützt".

Gelungener personeller Umbruch

AdUnit urban-intext4

Der gerade wiedergewählte Kreisvorsitzende Joachim Thees freute sich insbesondere darüber, dass man "nach Jahren der Diaspora" nun wieder mit einer Abgeordneten in Berlin vertreten sei. Weiter bescheinigte er dem Wertheimer Ortsverein einen engagierten Kommunalwahlkampf und einen gelungenen personellen Umbruch.

Gemeinsam mit der designierten Landtagskandidatin Ute Schindler-Neidlein und dem Ortsvereinsvorsitzenden nahm die Bundestagsabgeordnete Dr. Dorothee Schlegel die Ehrung langjähriger Mitglieder vor. So halten Elisabeth Dürrnagel, Günter Frank, Frauke Klett und Erika Knittel der SPD seit 40 Jahren die Treue. Roswitha Banschbach und Isolde Brödermann sind seit 25 Jahren dabei. Ingrid Kachel, Johannes Kraft, Julian Schönig.

Roland Wenzel und Siegfried Wiesner wurden für zehnjährige Mitgliedschaft bei der SPD ausgezeichnet. ek