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75. Geburtstag

Auf den Grünenwörter Walter Scheurich ist Verlass

Ehrenamtlich in der Großen Kreisstadt Wertheim engagiert

Von 
bdg
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Grünenwört. Walter Scheurich aus Grünenwört ist in der Großen Kreisstadt Wertheim durch sein großes ehrenamtliches Engagement ebenso bekannt wie durch seine langjährige Tätigkeit in Führungspositionen bei der Volksbank Wertheim. An diesem Samstag feiert er seinen 75. Geburtstag.

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Geboren wurde er am 10. September 1947 in Grünenwört. „Es war eine Hausgeburt“, sagt er. Aufgewachsen ist er in der Quellenstraße, „im Küfft“. Ab 1954 besuchte er die Volksschule Grünenwört. „Die erste vier Jahre war ich noch in der Schule in der Rainbachstraße, in der auch die Gemeindeverwaltung war.“ Danach wurde das heutige Mehrzweckgebäude „seine Schule“, die er im März 1962 abschloss. Es folgten drei Jahre Höhere Handelsschule Wertheim am Standort der heutigen Gemeinschaftsschule. Von April 1965 bis Oktober 1965 absolvierte er in der Wirtschaftsoberschule in Walldürn. „Ich merkte aber, ich wollte lieber einen Beruf lernen.“

Walter Scheurich ist auch mit 75 Jahren sehr aktiv. Momentan baut der Jubilar eine Trockenmauer. © Birger-Daniel Grein

Seine Berufswünsche lauteten Bankkaufmann, Autoschlosser oder Koch. „Ich wollte in der Schweiz Koch lernen und dann auf dem Kreuzfahrtschiff arbeiten“, blickt Scheurich zurück. Es wurde eine Ausbildung bei der Volksbank. Doch, bekennt er: „Ich bin ein leidenschaftlicher Hobbykoch und Gastgeber.“ Er habe Kurse bei bekannten Köchen unter anderem in den früheren „Schweizer Stuben“ in Bettingen belegt.

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Seine Ausbildung zum Bankkaufmann bei der damaligen Volksbank Wertheim schloss Scheurich 1967 ab. Der Bank hielt er mit 18 Monate Unterbrechung für den Grundwehrdienst immer die Treue. „Ich erlebte die Zeit des großen Wachstums bei Bank und Industrie und die Fusionen der Volksbanken.“ 1985 legte er die Bankleiterqualifikation in Montabaur (Diplom-Bankbetriebswirt ADG) ab. Im gleichen Jahr übernahm er als Prokurist und Abteilungsdirektor das Privatkundengeschäft des Geldinstituts. 2011 ging er in den Ruhestand.

Während seines Berufslebens war der nun 75-Jährige in allen Geschäftsfeldern des Instituts tätig. Auch als Interview-Partner rund um das Thema Finanzen war Scheurich gefragt. Dies brachte ihm Radio- und TV-Auftritte als Experte ein.

Seit 1979 ist er mit seiner Frau Ingrid, geborene Krug, verheiratet. Das Paar hat zwei Kinder, Anke (geboren 1980) und Gregor (1985). Heute gehören zudem die beiden Enkelsöhne Zeno (13 Jahre) und Anton (15 Monate) zur Familie. Scheurich hat zwischenzeitlich 14 Jahre im Hofgarten gewohnt. Seit 1983 lebt die Familie in ihrem Haus in Grünenwört.

Durch seine berufliche Tätigkeit lernte er viele Vereinen und Organisationen kennen, so der Jubilar. Diese habe er auch persönlich unterstützen wollen. So ist er Mitglied in rund 20 Vereinen und Organisationen.

Auch ehrenamtlich war und ist er sehr aktiv. So fungierte er über 30 Jahre lang als Schatzmeister beim Tennisclub TSC Gelb-Blau Wertheim. „Das war die Zeit mit dem Kauf des Vereinsgeländes, dem Bau des Vereinsheims und der anschließenden Rückführung der Verbindlichkeiten.“ Der Grünenwörter war auch zwölf Jahre lang Vorsitzender des Kirchengemeinderats Grünenwört. Über sein kirchliches Engagement kam er zu seinem Einsatz für das Diakonissen-Mutterhaus im Hofgarten. Seit über zehn Jahren ist er dessen Vorstandsvorsitzender. Vor rund 30 Jahren begann als Mitglied des Verwaltungsrats sein Engagement für die Ordensschwestern.

Mit diesem verbindet er viele besondere Erinnerungen. Sein Enkel Zeno habe die Glocke am Mutterhaus läuten dürfen, die zur traditionellen Andacht lud. „Es war etwas Besonderes, dass dies Schwester Inge erlaubte.“ Gerne denkt er auch an die Teilnahme am Umzug bei den Wertheimer Heimattagen zurück: „Wir hatten einen Wagen zur fränkischen Tradition KKK – Kirche, Klöße, Kartenspielen.“ Auf dem Wagen seien Altoberin Schwester Charlotte, Schwester Gretel, kartenspielende Kirchenälteste und ein Akkordeonspieler gewesen. Zum Abriss des alten Mutterhauses erklärt er: „Es war für alle, auch für mich, sehr schmerzlich.“ Er erinnerte sich an die Fluchtkoffer der Schwestern aus Schlesien. Das Gepäck wurde beim Ausräumen des Mutterhauses auf dem Dachboden gefunden. Man habe viele weitere Dinge entdeckt, die an das segensreiche Wirken der Schwerstern erinnerten.

Früher war Scheurich leidenschaftlicher Motorradfahrer. Heute stehe sein Motorrad bis auf die TÜV-Termine in der Garage, bekennt er. Dafür kümmere er sich gerne um Haus, Hof und Garten. „Ich möchte auf unserem Grundstück noch eine Trockenmauer errichten“, erzählt er. Die Steine liegen schon lange bereit, bisher habe aber die Zeit gefehlt.

Er sei ein leidenschaftlicher Skifahrer und Bergwanderer, ergänzt der Jubilar. „Diese Urlaube machen wir mit unseren Kindern und deren Familien.“ Wichtig ist ihm zudem die Pflege von Freundschaften. Und auch Zeit mit den Enkeln liebt er: „Mit ihnen erlebe ich meine Kindheit nochmal.“

Seinen 75. Geburtstag feiert der Jubilar im kleinen Familienkreis. Den Glückwünschen zum Ehrentag schließen sich die Fränkischen Nachrichten gerne an. bdg

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