Am Amtsgericht verhandelt - Lange Liste von Verfehlungen und Straftaten Arrest wegen Körperverletzung

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goe
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Wertheim. Gleich mehrere Straftaten, die ein 19-Jähriger in Tauberbischofsheim begangen hatte, verhandelte jetzt das Amtsgericht Wertheim. Weil der Angeklagte inzwischen in der Main-Tauber-Stadt wohnt, wurde hier verhandelt.

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Im September entwendete der junge Mann in einem Tauberbischofsheimer Markt mit einem Bekannten zwei Flaschen Jägermeister und trank hinterher davon so viel, dass er drei Stunden später mindestens 1,88 Promille Blutalkoholkonzentration aufwies.

In diesem Zustand traf er am Wörtplatz einen Landsmann. Ein Streit brach aus.

Der Beschuldigte packte eine der Flaschen am Hals, schlug sie ab, stieß damit gegen den Landsmann und traf ihn am Arm. Die Wunde musste im Krankenhaus genäht werden. Der Verletzte war jetzt als Zeuge geladen.

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Verhandelt wurden auch das Fahren ohne Fahrerlaubnis und beschriebener gemeinschaftlicher Ladendiebstahl. Im Juni 2018 hatte der Beschuldigte in Tauberbischofsheim einen PKW gefahren, obwohl er keine Fahrerlaubnis besitzt. Der Angeklagte räumte das Fahren ohne Fahrerlaubnis ein. den Diebstahl gab er trotz Videobeweis nicht zu. Zum anschließenden Vorfall mit der abgebrochenen Flasche fehle ihm laut eigener Aussage die Erinnerung.

Der Beschuldigte kam 2015 mit den Eltern und drei Geschwistern aus Afghanistan nach Deutschland. In der Unterkunft in Tauberbischofsheim entstanden Probleme mit dem Vater. Der Angeklagte wurde in eine andere Unterkunft verlegt, und hielt sich auch dort nicht an die Regeln, so die Jugendgerichtshilfe. Vor allem habe er den „sozialen Umgang mit Alkohol“ nicht gelernt. Auch kamen in der Verhandlung mehrere ältere Straftaten zur Sprache, wie beispielsweise ein weiterer Diebstahl und mehrfach Körperverletzung.

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Der Staatsanwalt verwies wegen des Angriffs mit der Flasche darauf, dass der Stoß tödlich hätte sein können, wenn der Hals getroffen wird. Er sah den Dauerarrest als notwendig an, und drohte bei erneuten Taten Jugendhaft in Adelsheim, Minimum sechs Monate, an.

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Der junge Täter wurde nach Jugendstrafrecht verurteilt. Er erhielt eine Woche Dauerarrest, der in Rastatt zu verbüßen ist. desweiteren muss er an einem sozialen Trainingskurs teilnehmen und sich von der Suchtberatung helfen lassen. goe