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Altstadtfest verlief ohne größere Zwischenfälle

Lautstärke bei Bandauftritten und Fahrpreise für Shuttlebus stießen auf Kritik

Von 
Birger-Daniel Grein
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Marktmeister, beteiligte Organisationen, Standbetreiber und Helfer zogen durchweg positives Resümee nach dem Altstadtfest. © Fn-Archiv/weimer

Wertheim. „Das Altstadtfest 2022 ist Geschichte“, so formulierte es Patrick Grän, Marktmeister und Altstadtfestorganisator am vergangenen Donnerstag. Mit dem Verlauf des Fests waren alle Beteiligten zufrieden. Aus diesem Grund gab es bei der Nachbesprechung im Sitzungssaal nur wenig Kritik.

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Bereits der Aufbau sei ruhig und strukturiert abgelaufen, so Grän. Lediglich bei der Einfahrt in die Brückengasse und Marktplatz beim Aufbau habe es etwas Stau gegeben. Hier wolle man für die Zukunft „nachsteuern“. Mit der Gästezahl zeigte sich der Organisator zufrieden. Selbst am verregneten Freitag sei dieZahl der Besucher gut gewesen. Es seien vor allem jüngere Leute gekommen.

Am Samstag sei die Stadt „gerammelt voll“ gewesen und auch mit dem verlauf des Sonntags war sich Patrick Grän zufrieden.

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Verbesserungen wolle man beim Angebot für Kinder und Familien am Altstadtfestsonntag am Main vornehmen. So planen die Organisatoren für 2023 unter anderem mehr Schattenplätze und Sitzmöglichkeiten am Main. Das überarbeitete Sicherheitskonzept, das etwas mehr Sicherheits- und Hilfskräfte als zuvor vorsah, habe funktioniert und sei bei den Besuchern gut angekommen. „Die Leute fühlten sich sicher, ohne dass es aufdringlich war.“

Lautstärke moniert

Auch der Abbau habe gut funktioniert. Die Ruhe- und Schließzeiten seien eingehalten worden. Einziges Manko, auf das er von mehreren Seiten angesprochen worden sei, war die Lautstärke bei Bühnenauftritten von Bands und Kapellen gewesen.Diese sollte zukünftig etwas absenkt werden. Überprüft werde auch der Vorschlag der Standbetreiber, die Öffnung der Buden auf 11 Uhr zu verlegen.

Ganz sicher verändert wird 2023 während des Altstadtfests die Müllentsorgung. Die Mülleimer sollen zukünftig auch während des Fests geleert werden.

„Großes Lob und vielen Dank an alle ehrenamtlichen und hauptamtlichen Mitwirkenden“, so Grän. Der organisator verband mit seinem Dank die Hoffnung, dass es auch 2023 solch eine große Helferschaft geben werde. Es sei ein friedliches, buntes Fest der Vielfalt gewesen, resümierte er abschließend.

Abteilungsleiter Frank Hofmann, Vertreter von Ordnungsamt und Verkehrsbehörde, erklärte: „Es war ein schönes, gelungenes und friedliches Altstadtfest.“ Er betonte mit Nachdruck, dass alle Mitwirkenden Tolles geleistet hätten. Auch verkehrstechnisch habe es gut funktioniert. Beim Ordnungsamt sei keine Beschwerde von Altstadtfestbewohnern eingegangen. Diese hatte es in den Vorjahren noch hinreichend gegeben.

Vier Promille im Blut

Erster Polizeihauptkommissar Matthias Jeßberger, Leiter des Polizeireviers Wertheim, sprach von einem ruhigen und friedlichen Fest. Die Zusammenarbeit mit Sicherheits- und Rettungskräften habe sehr gut funktioniert. Man habe im Laufe des Fests Einsätze wegen vier betrunkener Personen gehabt, „darunter eine mit vier Promille“. Die Polizei habe lediglich kleine Rangeleien verzeichnet. Und gab es zwei Anrufe wegen Ruhestörung, davon eine in der Nacht von Freitag auf Samstag in der Altstadt und eine aufgrund der Aftershowparty in Bestenheid.

Manuela Döhner vom DRK sprach ebenfalls von einem insgesamt ruhigen Dienst. Es habe neben einem größeren medizinischen Notfall vor allem kleinere Einsätze, unter anderem wegen Unterzuckerung und zu hohem Alkoholgenuss gegeben. Insgesamt mussten die Einsatzkräfte vier Mal den Rettungswagen rufen.

Im kommenden Jahr soll die DRK-Station zusätzlich zu den mobilen Helfern besetzt werden und unter anderem Anlaufstelle zur ersten Hilfe nach Insektenstichen sein.

Die sehr gute Zusammenarbeit aller Hilfs- und Ordnungskräfte sei auch den Festgästen aufgefallen, ergänzte Patrick Grän.

Kevin Frank vom Sicherheitsdienst erklärte, man habe nur wegen Kleinigkeiten agieren müssen.

Lob für die Umsetzung der Brandschutzvorgaben ließ Stadtbrandmeister Thorsten Schmidt übermitteln.

Auch die Platz- und Standbetreiber zeigten sich weitestgehend zufrieden. Jens Gall vom MC Urwald erzählte, dass der Verein am Sonntagnachmittag nur geringe Umsätze gemacht habe. Insgesamt sei man dennoch zufrieden. „Wenn jedes Altstadtfest so läuft wie dieses, ist es perfekt“, so Gall.

Wolfgang Reinhart vom Schützenverein Neubrunn stellte fest, dass man am Stand nahe der Stiftskirche dieses Jahr weniger Gäste begrüßt habe als früher. „Das ist keine Klage, sondern eine Feststellung.“ Es habe dennoch Spaß gemacht und der Verein war gerne dabei.

Helmut Fecher äußerte Kritik an den seiner Meinung nach hohen Fahrpreisen für den Shuttlebus. Aus Nassig zahlten Jugendliche beispielsweise acht Euro für eine Hin- und Rückfahrt.

Wie Marktmeister Patrick Grän in diesem Zusammenhang erklärte, stünden zum Thema „Shuttlebus“ im Herbst Gespräche mit den Busunternehmen an. Die Ergebnisse auch hinsichtlich der Fahrpreisentwicklung könne man jedoch nicht vorhersagen.

Freier Autor

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