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 Geburtstag - Der Wenkheimer „Fertigschmied“ feierte seinen 95. Geburtstag Äußerst kundig in der Heimatgeschichte

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rei
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Gerhard Fertig aus Wenkheim feierte im Pflegeheim „Haus am Röderstein“ in Großrinderfeld seinen 95. Geburtstag. Ortsvorsteher Emil Baunach (rechts) und sein Vorgänger Walter Schmidt gehörten zu den Gratulanten. © Klaus Reinhart

Wenkheim. Der älteste männliche Bürger Wenkheims, Gerhard Fertig, feierte im Pflegeheim Haus am Röderstein in Großrinderfeld seinen 95. Geburtstag. Zu seinem 90. Geburtstag stand er noch in seiner Wenkheimer Schmiede am Amboss und erzählte aus der ereignisreichen Geschichte Wenkheims.

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Er selbst nahm intensiv am früheren Leben in Wenkheim teil und kannte noch zahlreiche ehemalige jüdische Mitbürger, die 1940 nach Gurs in Südfrankreich abtransportiert wurden. Auch sonst kann er viel über die Geschichte von Wenkheim berichten.

Gerhard Fertig erlernte bei seinem Vater den Beruf eines Schmiedes und arbeitete im Zweiten Weltkrieg als Flugzeugschlosser auf dem Reinhardshof bei Wertheim. Dann wurde er zur Wehrmacht eingezogen. Das Kriegsende erlebte er in englischer Gefangenschaft, aus der er im August 1945 entlassen wurde.

1950 heiratete Gerhard Fertig seine Frau Alma mit der er drei Kinder hat. Heute hat er sieben Enkelkinder und vier Urenkel. In den 20 Jahren vor Erreichen des Rentenalters war er Maschinenrevisor bei Siemens in Würzburg. 1987 verstarb seine Ehefrau.

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Auch im öffentlichen Leben war Gerhard Fertig engagiert. Mehrere Perioden saß er im Gemeinderat, längere Zeit auch im Ältestenkreis der evangelischen Kirchengemeinde. Im Gesangverein Eintracht Wenkheim ist er bereits seit 30 Jahren Ehrenmitglied.

2004 erhielt er von der Handwerkskammer den Goldenen Meisterbrief. Im Pflegeheim „Haus am Röderstein“ wohnt der Jubilar seit einigen Jahren und freut sich immer sehr, wenn er aus dem nahegelegenen Heimatort Wenkheim Besuch bekommt. rei