Gedenken - „Ersatz“ für die geplante Gedenkfeier in Nassig 75 Jahre nach Kriegsende läuten die Glocken

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Wertheim. Zum Gedenken an das Ende des Zweiten Weltkriegs in Wertheim war eine zentrale Gedenkfeier in Nassig geplant. Sie muss wegen der Corona-Pandemie entfallen. Stattdessen wird nun am 31. März in Nassig und am 1. April in Wertheim mit einem Glockenläuten an die Ereignisse vor 75 Jahren erinnert.

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Nassig wurde am 30./31. März 1945 durch das Kampfgeschehen völlig zerstört, viele Menschen kamen ums Leben. Wertheim wurde am 1. April durch das Hissen der Weißen Fahne auf dem Bergfried vor der Zerstörung gerettet. Die Anregung von Oberbürgermeister Markus Herrera Torrez, dieser einschneidenden Geschehnisse mit einem Glockenläuten zu gedenken, haben die Kirchengemeinden in Nassig und in Wertheim dankenswerter Weise sofort aufgegriffen.

In Nassig werden am Dienstag, 31. März, die Glocken der Auferstehungskirche um 19 Uhr läuten. Auch Oberbürgermeister Herrera Torrez wird in Nassig sein. Pfarrer Christoph Brand bereitet ein Gebet vor, das die Nassiger dann zu Hause mitbeten können. Der Gebetstext wird auf Handzetteln verteilt und auf die Internetseite der Kirchengemeinde gestellt. In Wertheim läuten am Mittwoch, 1. April, um 16.30 Uhr die Glocken beider Konfessionen. Für die evangelische Stiftskirche veranlasst dies Pfarrerin Dr. Verena Mätzke, für die katholische Kirche St. Venantius Pfarrer Jürgen Banschbach.