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Natur - Der über 50 Jahre alte Mammutbaum vor der Wenkheimer Grundschule wurde Anfang der Woche gefällt / Bürgermeister will Ersatz aus eigener Tasche zahlen

Wenkheimer Megagewächs fällt der Säge zum Opfer

Der Mammutbaum vor der ehemaligen Grundschule in Wenkheim ist gefällt. Er musste einem Bauvorhaben weichen.

Von 
Hans-Peter Wagner
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Der riesige Mammutbaum vor der ehemaligen Grundschule in Wenkheim ist vor wenigen Tagen der Säge und letztlich dem Bauvorhaben zum Opfer gefallen. © Lisa Uher

Wenkheim. Nun ist es passiert, der Mammutbaum vor der ehemaligen Grundschule in Wenkheim ist gefällt. Die Umwandlung der Schule zu Kindergarten und Vereinsräumen läuft, diverse Einzelgewerke sind vergeben, notwendige Veränderungen hinsichtlich des Großprojekts werden nach und nach umgesetzt.

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Der von den Wenkheimern gewünschte Erhalt des Baums widersprach den Erfordernissen aus umbautechnischer Sicht (wir berichteten).

Walter Seubert wohnte lange Zeit in Wenkheim und führte dort das gleichnamige Feinkostunternehmen. Inzwischen hat er Wohn- und Firmensitz in Nachbarkommunen verlegt. Anfang der 1960er Jahre hatte Seubert aus den USA die Samen eines Mammutbaums mitgebracht, etwa 30 dieser Bäume im eigenen Garten kultiviert. Einer dieser Mammutbäume wurde vor knapp fünf Jahrzehnten vor die Schule in Wenkheim gepflanzt.

Bei Walter Seubert nachgefragt, wird schnell deutlich, dass er das Fällen des Mammutbaums nicht gut findet. Im Hinblick auf die Erhaltung der Natur sei es „ein Unding, einen solchen Baum zu fällen, um Parkplätze zu schaffen, für einen Kindergarten, wo genügend Platz vorhanden ist.“ sagt er.

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Wenkheims Ortsvorsteher Emil Baunach dagegen verweist auf die Entscheidung des Gemeinderats. Auf nachfrage erklärt Werbachs Bürgermeister Ottmar Dürr, dass die Fällung des Mammutbaums inzwischen noch einmal Thema im Gemeinderat war. Dabei sei festgestellt worden, dass eine Neuplanung der gesamten Baumaßnahme unter Berücksichtigung des Baumstandorts aus Kosten- und aus Zeitgründen nicht möglich sei. Als Ersatz für den gefällten Mammutbaum sei nach Beendigung der Baumaßnahme die Pflanzung eines Baumes an geeigneter Stelle vorgesehen, so Dürr. Diese Kosten für den neuen Baum und die Pflanzung will der Bürgermeister aus seiner Privatschatulle tragen.

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