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Sitzung des Werbacher Gemeinderats - Gremium ist mit Jahresabschluss 2020 sehr zufrieden / Neukalkulation der Bestattungsgebühren zum 1. April 2022

Viel investiert, sich aber nicht übernommen

Von 
hpw
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Werbach. Das Standesamtwesen, der Jahresabschluss 2020 und die Änderung der Bestattungsgebühren zum 1. April 2022 waren Themen in der Sitzung des Werbacher Gemeinderats am Dienstagabend im Untergeschoss der Tauberhalle.

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Bürgermeister Ottmar Dürr informierte über den Vertrag mit der Gemeinde Großrinderfeld zur Vertretung im Standesamtswesen. Die Gemeinde Großrinderfeld habe bereits zugestimmt. Seit vielen Jahren beschäftigten sich Kommunen mit diesem Thema. Keine der Kommunen sei mit Standesbeamten überbesetzt. Wie Hauptamtsleiter Tobias Schwarzbach ergänzte, tauchten Personalengpässe seit Jahren auf, beispielsweise bei der Ausstellung von Zeugnissen. Die Gemeinderäte stimmten dem Vertrag einhellig zu.

Wesentlich besser als erwartet sei der Jahresabschluss 2020, erklärte Dürr. Kämmerer Michael Ank bezifferte das ordentliche Ergebnis mit rund 85 286 Euro. Entgegen den eingeplanten Minus von 144 380 Euro ergab sich ein Plus von 229 666 Euro ergeben. Mit dem Sonderergebnis von 228 387 Euro ergebe sich ein Gesamtergebnis von 313674 Euro. Das liege 458 054 Euro über dem Plan.

Bei der Finanzrechnung verwies Ank auf einen Zahlungsmittelüberschuss der Ergebnisrechnung von 864 959 Euro, einen Finanzierungsmittelbedarf aus Investitionstätigkeit von 599 341 Euro, einen Finanzierungsmittelüberschuss aus Finanzierungstätigkeit von 840 552 Euro und mittelbar eine Änderung des Finanzierungsmittelbestands in Höhe von über 1,106 Millionen Euro.

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Ank bezeichnete die Gemeinde Werbach als grundsätzlich sparsam, jedoch wirke sich auch hier die Corona-Pandemie aus. Der eingeschlagene Kurs solle aber unbeirrt fortgesetzt werden. Dürr sagte, der Pro-Kopf-Verschuldung von rund 839 Euro stünden entsprechende Gegenwerte gegenüber. Ihm sei beim Blick nach vorne nicht bange.

„Super gemacht“, lobte Michael Zwingmann das Zahlenwerk. Auf dem Plus dürfe man sich nicht ausruhen. Die Abrechnungen neuer Großprojekte seien erst 2022 und 2023 zu erwarten. Es gelte also aufzupassen. Zwingmann unterstrich, man freue sich über die Konsolidierung und sei auf dem richtigen Weg.

Albrecht Rudolf betonte, solch gute Ergebnisse kämen auch deshalb zustande, weil nach den besten Lösungen gesucht worden sei. Der Gemeinde sei nicht nur die schwarze Null gelungen, sondern sie habe diese deutlich übersprungen. Es sei viel in die Infrastruktur und Lebensqualität investiert worden. Man habe sich stark angestrengt, aber nicht übernommen.

Der Bürgermeister kommentierte, der Erfolg habe viele Väter und Mütter. Werbach habe einen weitsichtigen Gemeinderat. Dieser stimmte der Feststellung des Jahresabschlusses 2020 einmütig zu.

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Dann ging es um die Änderung der Bestattungsgebühren zum 1. April 2022. Kämmerer Ank wies auf die bislang letzte Kalkulation im Jahr 2018 ebenso hin wie auf den notwendigen Kostendeckungsgrad. Dieser müsse erreicht werden, um weiter antragswürdig zu bleiben.

Wie Ank feststellte, stehe die Bestattung in der Urne immer mehr im Vordergrund. Die Gebühren würden dem angepasst. So werde die herkömmliche Bestattung durchschnittlich etwas günstiger, die Urnenbestattung eher teurer.

Albrecht Rudolf sprach sich für die Änderung aus. Er fragte, ob es bei der Kalkulation nicht sinnvoll sei, entsprechend der geänderten Nutzung umzuschichten. Ank bezeichnete die Kalkulation als vernünftig, auch was die Verteilung der Verwaltungskosten betreffe. Michael Zwingmann regte an, die Abstände der Kalkulationen zu verkürzen, damit man nicht drei Jahre warten müsse.

Alle Gemeinderäte stimmten dem vorliegenden Beschlussantrag zu. hpw

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