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Gemeinderat

Nutzungsänderung sorgt für Ärger bei Wenkheimern

Ansiedlung eines Unternehmens diskutiert

Von 
Heike Barowski
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Werbach. Der Punkt 1d auf der Tagesordnung des Werbacher Gemeinderats sorgte dafür, dass an diesem Dienstagabend zahlreicher Wenkheimer Bürger anwesend waren.

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Beim zu behandelnden Bauantrag geht es um eine Nutzungsänderung eines inzwischen seit Jahren leerstehenden Betriebs auf Wenkheimer Gemarkung. Wo früher das Unternehmen Seubert Geflügelspezialitäten – Feinkost seinen Sitz hatte, will sich nun ein Produzent von Tiernahrung niederlassen. Im Aubweg soll zukünftig gebarftes Hundefutter hergestellt werden. Die Abkürzung „Barf“ steht für biologisch artgerechtes Rohfutter. Es orientiert sich an der Ernährung der Wölfe und besteht zu einem Großteil aus Knochen, rohem Fleisch und Innereien.

Wie Bauamtsleiter Oliver Schramm mitteilte, will das neue Unternehmen keine baulichen Veränderungen vornehmen. Für die Produktion muss tiefgefrorenes Fleisch und Innereien mit Kühllastern angeliefert werden, das dann auf 10 Grad Minus angetaut, zerkleinert und teilweise gekocht wird.

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Das Bauvorhaben wurde bereits im Ortschaftsrat behandelt und abgelehnt, weil man mit großem Lkw-Verkehr auch nachts, enormer Geruchsbelästigung (Lagerung und Verarbeitung von Pansen und Abfällen)und Lärmbelästigung durch die laufenden Kühlaggregate und Verkehrsbehinderung durch parkende Lkw rechne.

Gemeinderat Philipp Bopp (Unabhängige Bürgerliste) erklärte, dass es sich bei dem Areal zwar um ein Mischgebiet handele, aber seit Jahren nur reiner Wohnbau betrieben wurde. Ihn habe überrascht, dass der Tagesordnungspunkt überhaupt in Werbach aufgenommen wurde, nachdem der Ortschaftsrat eindeutig Stellung bezogen hatte.

Ratsmitglied Michael Zwingmann (Aktive Bürger)betonte, dass einfach zu wenige Informationen über die Produktion und die tatsächliche Beeinträchtigung vorliegen, um sich ein Urteil bilden zu können. „Entweder wir verschieben den Tagesordnungspunkt, oder wir folgen der Empfehlung des Ortschaftsrats“, so Zwingmann. Werbachs Ortsvorsteherin Birgit Hörner schlug einen Vorort-Termin des Gemeinderats vor, zu dem die Anlieger eingeladen werden.

Mit großem Nachdruck wiesen in der Bürgerfragerunde die anwesenden Wenkheimer auf ihre enormen Sorgen und Bedenken in Bezug auf die Produktionsstätte hin.

Einstimmig wurde der Bauantrag von der Tagesordnung abgesetzt, ein nichtöffentlicher Vororttermin vereinbart und der Betreiber des Unternehmens aufgefordert,, weitere Informationen über den Produktionsprozess beizubringen.

Auf der Gemeinderatssitzung am 18. Oktober soll dann endgültig über das Vorhaben entschieden werden.

Redaktion Im Einsatz für die Lokalausgabe Wertheim

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