FC Werbach - Olympiateilnehmer Björn Hübner trainiert mit Erfolg Kinder und Jugendliche / Neuer Vorstand in Amt und Würden Leuchtendes Vorbild für den aktiven Nachwuchs

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Der bisherige Vorsitzende Michael Konrad wurde feierlich im Begegnungskaffee Werbach bei der Mitgliedervollversammlung verabschiedet. Unser Bild zeigt (von rechts) Björn Hübner, Pia van gen Hassend, Reinhard Hübner, Gabriele Flegler, den scheidenden Vorsitzenden Michael Konrad, Carolin Hefner, Rita König-Römer und Michael Grethe.

© Fechtclub

Werbach. "Okay, eine Wiederholung noch", schallt es durch die Tauberhalle im beschaulichen Werbach, keine acht Kilometer vom legendären Tauberbischofsheim entfernt. Trainer Björn Hübner spornt den jungen Fechtnachwuchs an. "Sehr gut habt ihr das gemacht", lobt er seine Schützlinge.

14 Kinder im Training

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Mittlerweile finden 14 Kinder regelmäßig den Weg zum Training. Zweimal in der Woche, montags und mittwochs - jeweils von 15.30 bis 17 Uhr - trainiert der Erfolgsfechter die Kinder. Spaß an der Bewegung im Allgemeinen, aber vor allem Freude am Fechten will der 31-Jährige den Kids vermitteln. Seit einigen Tagen zieren sogar Plakate den Ortskern von Werbach und Umgebung und rufen junge Interessierte zum Trainieren auf. Es soll vorwärtsgehen mit dem Fechtclub.

Björn Hübner selbst stammt aus dem Schoß des Vereins, hat sogar Medaillen bei Junioren-Europa- und -Weltmeisterschaften gewonnen; zum Teil gemeinsam mit Johannes Klebes und Sebastian Flegler.

Das Trio begann vor etwas mehr als 20 Jahren mit dem Fechten in Werbach. Später folgte der Wechsel an den Bundes- und Olympiastützpunkt in Tauberbischofsheim. Gestartet sind alle drei noch lange für den FC Werbach - eine Herzensangelegenheit also.

Bis nach London

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"Ich habe es aus Werbach über Tauberbischofsheim bis nach London zu den Olympischen Spielen gebracht, das war ein absoluter Traum. Ich glaube, das ist immer noch der Traum eines jeden Sportlers. Und diese Begeisterung möchte ich nun den Kindern hier vermitteln", sagt Hübner. Nicht ausgeschlossen, dass ein künftiger Olympionike bereits jetzt in der Halle in Werbach trainiert. Damit das aber gelingen kann, musste sich einiges ändern im Fechtclub Werbach. Seit zwei Jahren leitet Björn Hübner nun das Training. Im März fand die letzte Mitgliedervollversammlung statt. Die Weichen für die Zukunft mussten gestellt werden.

Der alte Vorstand wurde von den Mitgliedern entlastet und der Vorsitzende Michael Konrad feierlich verabschiedet, außerdem wurde eine Satzungsänderung ebenfalls einstimmig verabschiedet. Zudem stand die Wahl des neuen Vorstands an.

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Björn Hübner übernimmt als Trainer zusätzlich noch das Amt des Kassenwarts, Vorsitzender ist nun mindestens für vier Jahre Björns Vater Reinhard Hübner. Als zweite Vorsitzende engagiert sich nun auch ehrenamtlich die Olympiazweite im Damenflorett von Sydney, Rita König-Römer. Außerdem wurden vier Beisitzer gewählt; Michael Grethe, Carolin Hefner, Gabriele Flegler und Pia van gen Hassend sind ab sofort nun ebenfalls für vier Jahre im Amt.

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Alle sind sich einig, dass der Fechtsport in Werbach gefördert werden soll. Erste Erfolge stellten sich nach der zweijährigen Amtszeit von Björn Hübner bereits ein. Einmal Bronze beim "Stadtwerk Tauberfranken Cup" in Tauberbischofsheim sowie eine Bronzemedaille beim "VS-Cup" stehen zu Buche. Mehr Medaillen sollen folgen.

Für einen Beitrag von zwölf Euro wird man Mitglied im Club, dafür gibt es zweimal Training und Betreuung auf den Turnieren. Material kann man sich als Anfänger ebenfalls ausleihen.

Tolle Bedingungen

"Wir haben hier tolle Bedingungen", stellt Hübner fest. Er muss es wissen. Seit 15 Jahren trainiert er täglich im Olympiastützpunkt mit seinem Trainer Efim Chvidko. "Die Ausbildung, die ich erhalten habe, war hochprofessionell. Dazu bin ich auf den internationalen Höhepunkten dabei und sehe modernes Fechten. Das will ich Schritt für Schritt weitergeben", sagt Björn Hübner. Damit er wie sein Trainer vor ihm nun professionell arbeiten kann, besuchte Hübner die Sporthochschule in Köln und machte seinen Abschluss als Diplomtrainer.

Nach seinem größten Erfolg im Aktiven-Bereich, der Teilnahme an den Olympischen Spielen in London, folgte damit das nächste persönliche Highlight für den Säbelfechter. Mit dem Abschluss an der Sporthochschule fühlt er sich bereit für die Aufgabe.

Zurückgekehrt

Nach ersten Erfahrungen in Tauberbischofsheim kehrte er also nach Werbach zurück - so schließt sich der Kreis. Die Kinder in Werbach freut es, das Training macht ihnen Spaß. Sie wollen ihrem Trainer nacheifern, eine Wiederholung des Weges? Nicht ausgeschlossen. Richard Junghans