800 Jahre Barbarossa-Fresken - Heilige Messe in der Burgkapelle in Gamburg Erinnerung an einstigen Auftraggeber

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hpw
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Pfarrer Walter Eckert (links) während des Gottesdienstes mit den Blechbläsern des Musikvereins Gamburg. © Wagner

Gamburg. 2019 ist das Jubiläumsjahr zur Feier „800 Jahre Barbarossa-Fresken im Rittersaal der Gamburg“. Die in den Fresken dargestellten Szenen gelten als die ältesten weltlichen Wandmalereien nördlich der Alpen. Der einstige Auftraggeber der Fresken, Beringer der Jüngere von Gamburg, starb am Mittwoch vor 800 Jahren und deshalb wurde in der Burgkapelle ein Seelenamt für ihn gefeiert.

Musikalische Gestaltung

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Bei dem Gottesdienst, den Pfarrer Walter Eckert zelebrierte, wurde zudem dreier verstorbener Angehöriger der Eigentümerfamilie der Burg gedacht. Die kleine Burgkapelle war voll gefüllt. Darunter befanden sich auch Blechbläser des Musikvereins Gamburg, die den Gottesdienst mit Stücken aus der Schubertmesse begleiteten.

Der Pfarrer sagte eingangs, man wolle einen Höhepunkt des Glaubens feiern an einem geschichtsträchtigen Ort und dabei innerlich mit ganzem Herzen Gott die Ehre geben. Menschen hätten sich an einem heiligen Ort versammelt, um Vergebung zu bitten, wo der Liebe Gottes nicht gerecht geworden sei. Alles wolle neu erfüllt werden mit dem Licht des Vertrauens. Später zitierte der Pfarrer aus dem Evangelium nach Markus: „Wer nicht gegen uns ist, ist für uns.“

In seiner Predigt unterstrich Eckert, wer sich von göttlicher Kraft verehrt führen lasse, werde auf einen guten Weg geführt. Planen sei das eine, das andere jedoch Vertrauen in Gott, welches auch alltägliche Erfahrungen nach sich ziehe. Das Evangelium habe bereits gezeigt, wie großzügig Jesus ist. „Wer nicht gegen uns ist, ist für uns“, das sei eine entsprechend großzügige Lebensregel von Jesus.

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Fürbitten sprachen die Gabe des Geistes an für jene, die Verantwortung trügen, ob in der Kirche, der Politik, in der Wirtschaft oder im Finanzwesen. Fürbitten widmeten sich auch der Gnade des Friedens sowie jenen, die im Dunkeln leben müssten wegen Krankheit, Trauer oder großer Sorge. Man betete auch dafür, selbst ein großzügiges Herz zu bewahren und sich vom Geist Gottes leiten lassen.

Die Heilige Messe war geprägt auch von einem gemeinsamen „Vater unser“, der Kommunion und dem Segen des Pfarrers. Die Blechbläser des Musikvereins spielten in verschiedenen Abschnitten des Gottesdienstes „Lobe den Herren, den mächtigen König“, „Heilig ist der Herr“ und „Mein Heiland, Herr und Meister“ aus der „Schubert-Messe“ sowie abschließend „Großer Gott wir loben dich“. hpw