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Rück- und Ausblick - Bürgermeister Ottmar Dürr zieht im Gespräch mit den FN Bilanz / Viele Herausforderungen gemeistert

Bilanz: Werbach 2021 erneut ein Stück vorangebracht

Das Jahr 2021 war auch für die Gemeinde Werbach eines mit besonderen Herausforderungen. Bürgermeister Ottmar Dürr fasste diese im Gespräch mit den FN zusammen. Außerdem wagte er einen Ausblick auf die kommenden Monate.

Von 
Hans-Peter Wagner
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Das frühere Schulgebäude in Wenkheim wird zum Kindergarten und zu Vereinsräumen umgebaut. © Hans-Peter Wagner

Werbach. Der Rathaus-Chef erklärte, 2021 sei geprägt gewesen von der Corona-Pandemie mit entsprechenden Einschränkungen und Ängsten. Dennoch hätten sich viele Bürgerinnen und Bürger für die Normalität in Gesamt-Werbach eingesetzt. In diesem Zusammenhang freute er sich, dass sich im Frühjahr für das Schnelltest-Zentrum in Tauberbischofsheim ganz schnell Freiwillige aus dem Werbacher Gemeindebereich gemeldet haben, die entsprechende Tests in der Verwaltungsgemeinschaft vornahmen.

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Mit zahlreichen Maßnahmen sei es gemeinsam gelungen, die Gemeinde wieder ein Stück nach vorne zu bringen. Die Schwerpunkte lagen auf Bildung und Betreuung, Bauen und Wohnen sowie der Verbesserung der Wasserversorgung. Dieser Weg solle 2022 fortgesetzt werden.

Stolz zeigte sich Dürr auch darüber, dass von der Gamburger Firma Hofmann Naturstein GmbH, größter Arbeitgeber im Gemeindegebiet, der Großteil der Außenfassaden beim Wiederaufbau des Berliner Stadtschlosses geschaffen wurde.

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Schnell geholfen wurde durch die Freiwilligen Feuerwehren aus Tauberbischofsheim und Werbach, als am 22. Juni ein Starkregen über Werbach niederging. 110 Liter Regen pro Quadratmeter innerhalb von 90 Minuten überfluteten Straßen und Keller und bewegten jede Menge Geröll. Auch das Untergeschoss der Tauberhalle stand unter Wasser.

Mit dem Kooperationsvertrag von Ende Juli zwischen der Breitbandversorgung Deutschland, den 18 Kommunen des Landkreises und dem Landkreis selbst ist der Startschuss für ein flächendeckendes Glasfasernetz auch für die Gemeinde Werbach gelegt worden. Die Bädergesellschaft Wertheim übernahm die technische Betriebsführung des Welzbachbads in Wenkheim, erinnerte der Bürgermeister.

„Schöne Sache“

Als „schöne Sache“ bezeichnete er im Gespräch die Eröffnung des neu gestalteten Freizeitgeländes auf dem ehemaligen Sportplatz in Niklashausen. Kräftig unterstützt habe die Gemeinde dabei „Leader Badisch Franken“. Das Werk sei mehr als gelungen und zeige den guten Geist in Niklashausen.

Dürr begrüßte – auch als „ehemaliger Banker“ – die Entscheidung der Sparkasse Tauberfranken und der Volksbank Main-Tauber, künftig als gemeinsamer „Finanzpunkt“ im Zentralort vertreten zu sein, „die Vorteile überwiegen in besonderem Maße“.

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Am 13. Oktober erfolgte der symbolische ersten Spatenstich für das Baugebiet „Oberes Tor links der Straße III“ in Werbach. Der Verwaltungschef betonte, die Nachfrage nach Bauplätzen sei nach wie vor ungebrochen. Hier entstehen 29 Bauplätze ohne Baulücken bei Erschließungskosten von etwa 1,309 Millionen Euro.

Als herausragendstes Ereignis in Werbach im vergangenen Jahr nannte Dürr den erfolgreichen Umbau der ehemaligen Netzwerkschule Werbach zur Ganztagsgrundschule mit Mensa und Kreativwerkstatt: „Damit ist der Bildungscampus Werbach, ein Leuchtturmprojekt unserer Kommune, nun komplett. Zusammen mit dem Kinderhaus St. Martin wurde der Campus als einer von 20 Modellstandorten im Land als Kinderbildungszentrum ausgewählt“.

Froh war man auch, als Ende Oktober der Kreistag grünes Licht für den Radweg Werbach – Böttigheim gab. Dieser dient als Lückenschluss zum bereits bestehenden Radweg ab der Landesgrenze in Richtung Böttigheim. Ein weiteres Millionenprojekt der Gemeinde wurde mit der Vergabe von 15 Einzelgewerken zur Umwandlung der ehemaligen Grundschule in Wenkheim zum Kindergarten und zu Vereinsräumen auf „Grün“ geschaltet.

Wichtige Projekte

Daneben zählte Dürr eine lange Liste an für die Gemeinde wichtigen Projekten im vergangenen Jahr auf. Dazu gehörten die neuen Urnengräber in Brunntal, die Erneuerung der Sandlaufbahn mit Sprunggrube auf dem Sportplatz Werbach, die Asphalterneuerung in der Bahnhofstraße in Gamburg und neue Spielgeräte für den Spielplatz in Gamburg. Zudem listete er die Weiterführung des DSL-Ausbaus, die Verbesserung der Breitbanderschließung in Gewerbegebieten in Werbach und die Errichtung des Hochbehälters „Attenberg“ als Eigenmaßnahme der Gemeinde Werbach im Rahmen des Zweckverbands Wasserversorgung „Mittlere Tauber“ auf.

Ein großes Lob für die gute Zusammenarbeit sprach der Bürgermeister dem Gemeinderat, den Ortsvorstehern und den Ortschaftsräten ebenso aus wie den vielen Vereinen, Organisationen und Einzelpersonen, die sich eingebracht haben. Das sei ein Zeichen des gesellschaftlichen Zusammenhalts in der Gemeinde. Dürr bezeichnete die Vereine als sozialen Kitt der aktiven und lebendigen Dorfgemeinschaft. Entsprechend bedauerte er, dass 2021 das Vereinsleben coronabedingt in manchen Bereichen zum Erliegen gekommen sei.

Bei seinem Ausblick auf 2022 verwies Dürr nannte er vor allem die Umsetzung der 2021 begonnenen Großprojekte als Ziel. Dazu zählen etwa der Umbau der Schule in Wenkheim, die Erschließung des Baugebiets „Oberes Tor links der Straße III“ sowie der Neubau einer Druckminderstation mitsamt Zonenneuordnung im Ortsteil Werbach bei den Eigenmaßnahmen im Zuge des Zweckverbandes „Wasserversorgung Mittlere Tauber“. Weitere Maßnahmen sind die Phosphatklärung in der Kläranlage Gamburg, die Nachrüstung der Mess- und Steuertechnik in allen Regenüberlaufbecken und der Bau der Förderleitung für den Anschluss des Welzbachtals als Maßnahme des Wasserzweckverbands „Mittlere Tauber“. Im Blick haben die Verantwortlichen außerdem ein Feuerwehrfahrzeug TSF-W für die Abteilung Wenkheim. Für das neue Jahr wünscht Dürr, dass die gesellschaftlichen und sozialen Kontakte bald wieder vollumfänglich gepflegt werden können.

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