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Fest

300 Jahre Gamburger Tauberbrücke gefeiert

Interessanter Vortrag gab Einblick in die Historie des Bauwerks

Von 
hpw
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Die Gamburger sind stolz auf ihre Brücke, mit deren Bau vor 300 Jahren begonnen wurde. © Hans-Peter Wagner

Gamburg. Ein Brückenfest zum 300. Geburtstag der Gamburger Tauberbrücke wurde am Dreschplatz gefeiert. Dabei standen auch ein Vortrag zur Geschichte des Bauwerks und Grußworte auf dem Programm der vom örtlichen Heimat- und Faschingsverein organisierten Veranstaltung.

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Ortsvorsteher Roland Johannes war sich nicht nur erfreut darüber, dass dieses Fest anlässlich „300 Jahre Brücke“ stattfand, sondern auch, dass die neue Jugendgruppe den Dorfbrunnen gereinigt hat.

Bürgermeister Ottmar Dürr betonte; „Brücken verbinden Menschen“. Er würdigte den Heimat- und Faschingsverein für sein Engagement, ebenso den Ortsvorsteher. Dürr bezeichnete es als ganz wichtig, dass immer wieder Menschen im Ortsteil Wissen und Informationen an die Jüngeren weitergeben.

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Helmut Martin vermittelte den vielen Gästen interessante Informationen über das geschichtsträchtige Bauwerk. Hierzu hatte der Redner bereits vor 45 Jahren im Rahmen einer Facharbeit an der Fachoberschule umfangreiche Recherchen betrieben (die FN berichteten bereits). Für Schmunzeln sorgte Martins Verweis auf eine Eintragung aus dem Jahr 1680. Demnach wurde damals gefordert „ein Batzen für eine Planke an der Brücken so die Kühe eingeworfen“. Aus dem 17. Jahrhundert hatte der Redner ein Dokument vorliegen, in dem die Grafen von Wertheim und Weikersheim Pläne vorantrieben, die Tauber schiffbar zu machen. Diese utopischen Pläne seien jedoch wieder fallengelassen worden.

Nachdem dann 1722, also vor 300 Jahren, mit dem Bau einer massiven Brücke begonnen wurde, dauerte es zirka 54 Jahre, bis 1776 die Arbeiter den Schlussstein setzten. Der Redner unterstrich, die Steinbrücke habe seitdem vielen Jahre Naturereignissen und Hochwasser standgehalten. Stets jedoch hätten Instandsetzungsarbeiten am Gemäuer und an den Uferbefestigungen durchgeführt werden müssen. Als die Amerikaner am 30. März 1945 unweit vor Gamburg standen, sei die geplante Sprengung am mangelnden zündfähigen Benzin gescheitert.

Der couragierte Tankstellenbesitzer Rudi Fiederlein habe sich strikt geweigert, den Brennstoff abzugeben. Dieser Mann habe also dazu beigetragen, dass die historische Brücke im Gegensatz zu anderen erhalten geblieben sei, so Helmut Martin.

Der Redner richtete ein „Dankeschön“ auch an Altbürgermeister Alois Lang, der sich für die Restaurierung der historischen Brücke eingesetzt habe.

Nach dem Vortrag trug Alleinunterhalter „Berti“ mit seiner Musik zum weiteren Gelingen des Brückenfests bei. hpw

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