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Stadt Weikersheim - Verwaltungschef gibt erneute Kandidatur bei der Bürgermeisterwahl im November öffentlich bekannt / „Äußerst motiviertes Rathausteam“

Weikersheimer Bürgermeister Kornberger will erneut kandidieren

Er will es noch einmal wissen: Bürgermeister Klaus Kornberger hat am Ende einer Ratssitzung in der Weikersheimer Tauberphilharmonie erklärt, dass er im November 2021 erneut für das Spitzenamt kandidieren werde.

Von 
Michael Weber-Schwarz
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Bürgermeister Klaus Kornberger verkündete vor dem Gemeinderat seine erneute Kandidatur. © Michael Weber-Schwarz

Weikersheim. Klaus Kornberger bittet „erneut um das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger der Stadt“: Für seine Erklärung gab es vom Großteil der anwesenden Weikersheimer Stadträte und vom Publikum anhaltenden Applaus.

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„Motiviert hat mich neben dem hohen Zuspruch von Bürgerinnen und Bürgern in den letzten Wochen, aber auch der eigene Wunsch die erfolgreiche Arbeit fortzusetzen“, sagte Klaus Kornberger bei seiner Rede am Ende der Ratssitzung unter dem Punkt „Verschiedenes“. Nach Informationen der FN-Redaktion hatte Kornberger seine Kandidatur bereits vorab seinen Rathausmitarbeitern bekannt gegeben. Auch dort sei die Ankündigung mit Applaus quittiert worden.

Der Bürgermeister in der öffentlichen Ratssitzung: Für viele Vorhaben zur weiteren Entwicklung und Ausstattung der Stadt sei bereits der Grundstein gelegt, „ob planerisch wie auch finanziell“. Das „überaus gute Image der Stadt und die intensiven, vertrauensvollen Beziehungen zur regionalen Wirtschaft ermutigt mich ebenfalls zu meinem Entschluss.“

Für die kommenden Jahre würden bei „sicher knapper werdenden Ressourcen Erfahrung und Kontinuität wichtige Erfolgsfaktoren“ darstellen und „von unschätzbarem Vorteil“ sein. Es sei ihm wichtig, so der Bürgermeister, „den Bürgerinnen und Bürgern frühzeitig ein klares Signal zu geben“, deshalb habe er seine Kandidatur bereits jetzt erklärt.

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„In einer von der Pandemie bestimmten Zeit, die uns alle vor große Herausforderungen stellt“, sei es wichtig, „mit ungebrochenem Engagement, großer Erfahrung, hoher Kompetenz und der nötigen Führungsqualität die Stadt Weikersheim weiter zu begleiten.“ Noch immer sei er „voller Energie, Gestaltungswillen und Ideen“, um nochmals diese Herausforderung anzunehmen.

Er kann, weil er kann

Offiziell hat sich Klaus Kornberger lange über eine mögliche Kandidatur bedeckt gehalten. Mehrere Male hat ihn auch die FN-Redaktion in den vergangenen Monaten auf das Thema angesprochen. Zwischen den Zeilen konnte man wohl sein Interesse heraushören, noch einmal anzutreten. Aber Kornberger hat seine Zeit gebraucht, um in alle Richtungen das Terrain zu sondieren.

Weikersheim gehört zu den boomenden Städten in der Region. Der Schwung ist auch ein Verdienst des fleißigen Bürgermeisters, der durchaus den Kultstatus als „Schaffer“ genießt, wie ihn früher etwa Niederstettens Verwaltungschef Kurt Finkenberger inne hatte. Und wie dieser kann Kornberger in Debatten mitunter unangenehm werden. Dahinter, so steht zu vermuten, steckt eine gewisse Verletzlichkeit. Und die kann, wenn man Kornberger attackiert, in rauem Ton münden und als Unversöhnlichkeit interpretiert werden.

Weikersheim ist eben auch „politisch“, sagt Kornberger gern. Was er sagen will: Reden und Reaktionen im Rat seien manchmal für ihn zu wenig sach-, sondern richtungsorientiert. Und: Beim holprigen Wahlgang 2013 gab’s unangenehme juristische Nachspiele, die für Kornberger positiv ausgingen – die er aber nicht vergessen hat. Solche Klagen können dünnhäutig machen.

Die Erfolgsbilanz der vergangenen, dynamisch von Kornberger moderierten und gestalteten Jahre: Sie hat ihn wieder sattelfest gemacht. Klaus Kornberger: Er kann – weil er kann.

Stadt mit „besonderer Rolle“

Weikersheim sei eine „wunderbare Stadt, die eine besondere Rolle in der Region einnimmt“, hielt Kornberger fest. Zentrale Themen der Zukunft seien der Klimaschutz, die Digitalisierung, der demographische Wandel, die Transformation der heimischen Wirtschaft bis hin zu den Spätfolgen der Corona-Pandemie. Diese „müssen gemeistert werden.“

In den letzten Jahren trage vieles, was sich „zum Positiven in Weikersheim verändert hat, eine unverwechselbare Handschrift.“ Jetzt gelte es, die Stadt nachhaltig „im Wettbewerb weiter zu positionieren und mit guter, wichtiger Infrastruktur zusätzlich auszustatten.“ Wichtig sei zudem eine „bestmögliche finanzielle Ausstattung zur Stärkung der Altstadt und der Ortsteile durch das Land Baden-Württemberg auch künftig zu erhalten.“

Die vielen Herausforderungen, die Umsetzung, bzw. die Bewältigung der genannten Themen „lassen sich nur gemeinsam mit Gemeinderat, den Ortsvorstehern und im Dialog mit der Bürgerschaft bewältigen.“ Darüber hinaus gelte es, die Kommune weiterhin in wichtigen Ausschüssen und Gremien überzeugend und kompetent zu repräsentieren.

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Kornberger wörtlich: „Was hat mich noch bewogen, mich weiterhin für die Stadt einzusetzen? Es ist das äußerst motivierte Rathaus- und Bauhofteam sowie der Gestaltungswille in allen Einrichtungen, von den Kitas, der Bücherei, den Schulen bis hin zum Team der Tauberphilharmonie. Wir pflegen eine Kultur der offenen Türen. In einer Verwaltung ist jede und jeder wichtig, von den Auszubildenden bis zum Bürgermeister.“ Am Ende paraphrasierte der Bürgermeister den bekannten Wahl-Slogan von Ministerpräsident Winfried Kretschmann: „Man kennt mich!“ Für die kommenden Jahre seien bei „sicher knapper werden-den Ressourcen Erfahrung und Kontinuität wichtige Erfolgsfaktoren“ und „von unschätzbarem Vorteil“.

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Michael Weber-Schwarz
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