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Leserbrief - Zu „Klar benannte Ziele werden . . .“ (FN 17. Juli) Völlig unzureichend

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Ist das erst der Anfang? So titelt eine deutsche Wochenzeitung über die Auswirkungen der Flutkatastrophe der vergangenen Tage. In der öffentlichen Diskussion wurde die viel dramatischere Klimakrise bisher von der aktuellen Pandemie verdrängt. Die gewaltigen Aufgaben, die beim Klimaschutz vor uns liegen, werden gerade jetzt wieder an vielen Stellen in Deutschland sichtbar.

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Dabei wird auch deutlich, wie wenig bisher in diesem Bereich getan wurde. Kein Klimaschutz wird viel teurer werden als die Maßnahmen, die wir jetzt zügig ergreifen. Nun gibt es unterschiedliche Ansichten über den Weg, den die Stadt Weikersheim gehen muss, um ihren Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Bürgermeister Kornberger ist mit dem Gemeinderat der Ansicht, dass Arbeitsgruppen von Bürgern unter fachlicher Begleitung einen Weg entwickeln sollen, und das, ohne ein konkretes Ziel für diese Arbeitsgruppen zu benennen. Der Klimastammtisch ist der Überzeugung, dass dieser Weg völlig unzureichend ist.

Er hat dies ausführlich und sachlich im Pressegespräch und auf seiner Homepage dargelegt. Ohne eine wissenschaftlich fundierte Gesamtplanung werden Arbeitsgruppen im Klein-Klein widerstreitender Interessen stecken bleiben, wird es viel Aktionismus und wenig Ergebnis geben und die Energien und der Einsatz der Bürger werden genauso verschlissen, wie bei der Erstellung des völlig folgenlosen Energiekonzeptes durch das Bürgerforum im Jahre 2013.

Auf diesem Weg ist Klimaneutralität für Weikersheim in allen Bereichen bis 2030 nicht zu erreichen. Weikersheim braucht einen professionell erstellten Klimaaktionsplan als Grundlage für die weitere Debatte und die dann notwendigen Entscheidungen. Erst auf dieser Basis macht es Sinn, die Bürger einzubeziehen, weil erst mit diesem Plan sichtbar wird, was sinnvoll wäre und welche Konsequenzen (auch finanzielle) eventuelle Entscheidungen hätten.

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Am Ende hat der Gemeinderat nur mit so einem Gesamtplan eine fachlich fundierte Grundlage für seine Beschlüsse. Der Klimastammtisch wird weiter daran arbeiten, dass Weikersheim einen objektiven, wissenschaftlich fundierten und belastbaren Klimaaktionsplan bekommt.

Er hofft, dass die weitere Diskussion auf sachlicher Grundlage stattfindet, dass Sonntagsreden, Winkelzüge und rhetorischer Nebel keine Chance haben. Die Zeit drängt.

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