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Weikersheim - Helfertag an der Gemeinschaftsschule / Schulsanis, Feuerwehr, DLRG und DRK waren im Einsatz

Viertklässler lernten helfen und retten

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Gar nicht so leicht, einen Menschen in die stabile Seitenlage zu bringen © Schule

Weikersheim. Fürs Team der Schulsanitäter war es ein besonderer Tag: Stehen sie sonst einzeln oder zu zweit als Ersthelfer bei kleineren und größeren Kalamitäten im Schulbetrieb parat, waren sie am inzwischen vierten GMS-Helfertag – im vergangenen Jahr fiel der Tag der Corona-Pandemie zum Opfer – in der Schulmensa als Lehrende zu erleben.

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Unglaublich konzentriert ist die Atmosphäre im Raum. In vier Dreiergruppen üben die Viertklässler unter der Anleitung erprobter Schulsanis nicht nur den richtigen Umgang mit Pflaster, Binden und ganz generell dem Erste-Hilfe-Kasten, sondern auch, wie man Verletzte in die stabile Seitenlage bringt.

Gar nicht so einfach – und dann doch bei guter Anleitung und nach ein paar Übungsrunden auch wieder gar nicht mehr so schwierig. Im Musiksaal hat ein DRK-Team einen „Kollegen“ mitgebracht: Am Übungsdummy legen sich Viertklässler bei der Herzmassage-Übung ins Zeug. Richtig hinzulangen und im schnellen Takt ein still stehendes Herz wieder zum Laufen zu bringen, ist anstrengend.

Die größte Hürde aber sei es, sich überhaupt ranzutrauen an so eine Sache, berichtet Jan Breidenbach. Die Übung am lebensgroßen Oberkörper der Puppe verringert die Angst, im Ernstfall beherzt zuzupacken – und das kann Leben retten.

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Im und vorm Hallenbad hatte die DLRG mit ihrem Wasserrettungs-Gespann – Einsatzbus samt kompletter Ausstattung und auf dem Anhänger das Schlauchboot „Taube 1“ – Position bezogen. Die Rettungsschwimmer erklärten, was alles drin ist im Einsatzfahrzeug: Neben Rettungsbojen und -leinen Gurtretter, Wurfball, Trage, ein dank der Technik rasant schnell einsatzbereites Schlauchboot für Einsätze in flachen Gewässern, Eisrettungsanzug und die Erste-Hilfe-Ausrüstung, um nur ein paar zu nennen. Wasserrettung muss man natürlich genauso üben wie die stabile Seitenlage oder die Herzmassage. Also rein ins nasse Element und üben mit Wurfball, Boje, Rettungsleine. Und zur Belohnung, als alle wieder trocken und warm eingepackt das Bad verlassen, noch Probesitzen in „Taube 1“. Welch ein Erlebnis! Beim Helfertag darf selbstverständlich die Feuerwehr nicht fehlen.

Zügig zieht Gruppe auf Gruppe zum Feuerwehrgerätehaus, wo Jürgen Friedel, Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Weikersheim und der erprobte Feuerwehrmann Günter Stoll nicht nur zeigen, was alles hinter den Roll- und Klappwänden der imposanten Feuerwehrfahrzeuge zu finden ist, sondern den Kindern auch mal eine der Spritzen ohne angeschlossenen Schlauch – Kinderkommentar: „Sauschwer!“ – in die Hand drücken. Um die riesengroße Rettungsschere, mit der die Feuerwehrleute Verletzte aus Unfallfahrzeugen befreien können, auch nur anzuheben, müssen meist gleich zwei Kinder zupacken. Und was war am spannendsten beim Helfertag? Ganz klar: „Die Rettungsschere!“ – „Nein, die Spritze!“ – „Die Taube!“ – „Die Herzmassage!“ – „Seitenlage – ich mach’ später auch Schulsani!“ Und: „Einfach alles!“

Besser kann die Note für den Helfertag kaum ausfallen – und die Helfer von DRK, DLRG und der Freiwilligen Feuerwehr freuen sich ebenso wie die Schulsanitäter-Teams über Verstärkung.

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