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Mehrheit für Rot-Grün - Ergebnisse der Juniorwahlen am Gymnasium Weikersheim würden die Regierungsbildung erleichtern

Über 4000 Schulen haben sich an der Wahl beteiligt

Von 
mawe
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Weikersheim. Schüler der Klassenstufen 9 bis 12 des Gymnasiums Weikersheim durften an der Juniorwahl zur Bundestagswahl 2021 teilnehmen und ihre Stimme abgeben.

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Eine Gruppe von freiwilligen Schülern der Klasse 9a haben die Stimmzettel für die einzelnen Klassen abgezählt, die Wahlurne aufgebaut und Plakate aufgehängt. Als die Vorbereitungen getroffen und das demokratische System, der Ablauf und die Funktion von Wahlen sowie der deutsche Parteienlandschaft ausgiebig beleuchtet waren, durften die Schüler in ihren jeweiligen Unterrichtsstunden an die Wahlurne schreiten, da auf einen gemeinsamen Wahltermin für alle Wahlberechtigten pandemiebedingt verzichtet wurde. Alle Schüler der Klassenstufen 9 bis 12 haben einen Stimmzettel erhalten und durften, wie bei den echten Wahlen, in eine Wahlkabine gehen und dort eine Partei wählen sowie eine Bewerberin oder einen Bewerber aus dem eigenen Wahlkreis. Die immens hohe Wahlbeteiligung von über 98 Prozent zeigt das starke Interesse der Jugendlichen an der Bundestagswahl. Nachdem alle ihre Wahlzettel abgegeben hatten, wurden diese nach Schließung des Wahllokals von den Wahlhelfern der Klasse 9a ausgezählt.

Aktive Einbindung

Knapp 200 Schüler gabe ihre Stimme in Weikersehim ab. © Gymnasium Weikersheim

Gerade die aktive Einbindung in den Wahlakt ist das zentrale Anliegen der im Jahr 1999 ins Leben gerufenen Juniorwahl – das inzwischen größte Schulprojekt Deutschlands möchte Demokratie und Mitbestimmung erlebbar machen: Die simulierte Wahl soll die Schüler vor allem dazu motivieren, sich mehr über die einzelnen Parteien, ihre Programme und deren Kandidaten zu informieren. Jugendliche können lernen, sich eine politische Meinung zu bilden und sich mit politischen Themen auseinanderzusetzen. Bundesweit haben über 4000 Schulen teilgenommen, was eine Stimmabgabe von über 1,1 Millionen Schülern zur Folge hatte.

Die Ergebnisse wurden schließlich, parallel zu den echten Bundestagswahlen, am Wahlsonntag um 18 Uhr auf der Internetseite www.juniorwahl.de veröffentlicht: Ginge es nach den Ergebnissen der bundesweiten Juniorwahl, würden nicht Armin Laschet und Olaf Scholz um das Amt des Bundeskanzlers ringen, sondern Annalena Baerbock und die Grünen von der Spitze grüßen. Die Grünen führen das Podest an mit 20,6 Prozent und liegen damit knapp vor der SPD mit 19,4 und der FDP mit 18,5 Prozent. Die CDU/CSU erreicht mit 13,5 Prozent den vierten Platz. Der gewissenhafte und besonnene Umgang mit den Wahlmöglichkeiten belegt, wie die knapp 200 teilnehmenden Schüler des Gymnasiums ihrer Verantwortung bei der Juniorwahl gerecht wurden: „Schade, dass Jugendliche ihre Zukunft nicht allgemein bei Wahlen mitgestalten können! Dabei zeigt beispielsweise die Juniorwahl, wie hoch Wahlbeteiligung und Motivation sind, sich aktiv und verantwortungsvoll einzubringen.“, so Uta Freitag, die verantwortliche Gemeinschaftskundelehrerin der Juniorwahlen am Gymnasium. Ginge es nach den Wahlergebnissen des Gymnasiums, könnten SPD (27,3 Prozent) und Grüne (19,6 Prozent) in Verhandlungen zu einer Zweier-Koalition treten, womit gleichzeitig die Kanzlerfrage bereits geklärt wäre. Weiterhin im Parlament vertreten wären die FDP mit 14,4 Prozent der Stimmen, die CDU mit 13,9 Prozent, die Linke mit 6,7 Prozent sowie die Tierschutzpartei mit 5,2 Prozent. mawe

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