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Trockenheit macht zu schaffen

Trüffel-Plantage als Aushängeschild?

Anlage hat Alleinstellungsmerkmal

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brun
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Daniel Rudolf und Partnerin Cecile Radisson überprüfen wegen der Trockenheit ständig die mit Trüffelsporen „Geimpften Bäumchen“ ihrer Besichtigungsplantage in Röttingen. © Brunecker

Röttingen. Wird die Trüffel-Plantage zum Aushängeschild des Festspielstädtchens? Wenn es nach den Worten von Eigentümer Daniel Rudolf und Röttingens Bürgermeister Hermann Gabel geht, gibt es hierzu ein klares „Ja“.

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Die Plantage in der Weinlage Feuerstein hat in Deutschland in zweifacher Hinsicht ein Alleinstellungsmerkmal. Es ist nicht nur eine Plantage, sondern eine zum Besichtigen mit Führungen sowie Schautafeln zum Nachlesen. Zudem ist es die einzige Anlage, in der alle sieben kultivierbaren Trüffelsorten angebaut werden. Daher wird es in absehbarer Zeit diese kulinarische Spezialität in dem Taubertalstädtchen geben.

Wie bereits kürzlich eine fünfköpfige FDP-Bundestagsgruppe bei einer Besichtigung der Anlage feststellte, passe sie hervorragend in die Landschaft und ergänze das Weinangebot der Region. Auch der Präsident der Elsässischen Trüffelvereinigung, Bernard Vonflie, war bei seinem Besuch voll des Lobes. Begleitet wurde er von Gérard Chevalier, dem „Erfinder“ und „Vater“ der Trüffelkultur und damit der bekannteste Trüffelforscher weltweit. Er ist auf der ganzen Welt ein gefragter Forscher und „wir waren stolz, dass wir ihn nach Röttingen brachten“, erzählt Daniel Rudolf.

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Für Röttingens Bürgermeister ist dies ein neuer Glanzpunkt und er könne den Tourismus in der Region enorm bereichern. Daher soll noch eine umfassende Beschilderung über den Museumsweinberg zum Besichtigungsort erfolgen. Sowohl Gabel als auch Rudolf können sich eine Verbindung zum Fünf-Sterne-Radweg vorstellen.

Dass das Interesse an der Besichtigungsanlage groß ist, beweist die gute Resonanz nach Trüffel-Verkostungen. Hier werden den Besuchern die fünf Hauptsorten erklärt. Zusätzlich wird auch eine Trüffel- und Wein-Degustation angeboten. Trüffel sind nicht nur was für Millionäre, meinte kürzlich ein Besucher.

Daniel und Partnerin Cecile haben hier mitten in den Weinbergen bereits eine Event-Location mit Blick aufs Taubertal geschaffen, um die Attraktivität des Taubertals und Röttingens zu steigern. Große Sorgen bereitet Daniel Rudolf und seiner Partnerin Cecile Radisson hingegen der Klimawandel. Seine vor gut vier Jahren angepflanzten rund 1000 Bäumchen entlang einer Steintreppe benötigen viel Wasser, was nicht vorhanden ist. Der Hobby-Trüffelbauer hofft, dass sie bereits so gut angewachsen sind, dass sie die Trockenheit überstehen. Da er seine Anlage eventuell erweitern will, erkundigt er sich schon intensiv nach Pflanzen, die trockenheitsresistenter sind. Die Trüffel sind unterirdisch wachsende Pflanzen und haben großen Durst. „Wir haben Taub’Art gegründet, um unseren Kunden ausschließlich echte Trüffel anzubieten“, erklärt der 45-Jährige. Da er frühestens in den nächsten zwei bis drei Jahren mit einer ersten Ernte aus der Röttinger Anlage rechnet, gibt es original französische Trüffel bei den Events. brun

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