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Camp

Spaß an Musik im Fokus

Begegnungsort für junge Musiker

Von 
Philipp Lojak
Lesedauer: 

Weikersheim. Lateinamerikanische Musik, Sound Design, Beat Boxing –das sind alles Dinge, die nicht unbedingt an einer typischen städtischen Musikhochschule gelehrt werden. Beim „mu:v-Camp“ der Jeunesses Musicales Deutschland haben junge Musiker die Möglichkeit, in mehrtägigen Workshops und Kursen all das kennenzulernen – und viele Gleichgesinnte.

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„Musik verbindet“

„Musik verbindet“, so lautet das Motto der Jugendinitiative der JMD und ihres alle zwei Jahre stattfindenden Camps. Mit einem Wandelkonzert fand das Camp auf Schloss Weikersheim einen Abschluss, der vielfältiger nicht sein könnte.

Der Rhythmus des lateinamerikanischen Tresillos erklingt durch die Gänge des Schlosses Weikersheim. Ein Lächeln umspielt die Lippen der Teilnehmer, die auf ihren Instrumenten den Klängen der Anden nachspüren.

Südamerikanische Klassiker

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Mit den Kursleitern Stephanie Kobori Belck und Manu Rosales haben sie rein über das Gehör und ihrer musikalischen Intuition nach vier südamerikanische Klassiker erarbeitet: Ergebnisoffen und ohne Druck, wie sonst bei Meisterkursen oder Musikwettbewerben. Beim Camp steht die gemeinsame Erfahrung und der Spaß am Musikmachen im Vordergrund.

Zuhörer überrascht

Das gilt auch für alle anderen Kurse, die auf diesem Wandelkonzert durch das Schloss Weikersheim und die umliegende Gartenanlage präsentiert wurden. Die Teilnehmer des Workshops „Sound Design“ überraschten die Zuhörer mit unerhörten Klängen, aufgenommen mit einem Unterwassermikrofon. Der Kurs „Songwriting“ mit Aleksandra Lison bot den jungen Künstlern eine Bühne, auch eigene Pop-Balladen oder Klavierkomposition einem Publikum zu präsentieren. Natürlich sind nicht alle dieser Songs direkt Charts-verdächtig . Aber darum geht es in Weikersheim nicht, denn hier findet sich das wohl dankbarste Publikum, das man sich wünschen kann. Der Chor, die Musical-Sängerinnen, die Filmkomponisten und die Impro-Künstler wurden fleißig beklatscht.

Unterschiedliche Ansätze

So viele unterschiedliche Ansätze, Musiken, Kulturen würden unter normalen Umständen einer Abschlusspräsentation zu einer endlosen Aneinanderreihung von Beiträgen führen. Damit das nicht passiert, dachte sich der Kurs „Formatentwicklung und Konzertdesign“ eine Dramaturgie für das Konzert aus. Denn beim Machen lernt man bekanntlich am besten! Die Teilnehmer tauften es „Der Abend der Verbindung – wir wandeln die Wege der Musik gemeinsam“: Zuhörer wurden mittels einer Kuhglocke durch die engen Gänge des Schlosses Weikersheim geführt, vom Innenhof in den „Jeunesses-Keller“ zum Garten und wieder zurück, wo der Abend mit den Ergebnissen des Kurses „Beat Boxing“ einen wuchtigen Ausklang fand.

Von 16 bis 28

Dass Konzeption und Umsetzung von den Jungen Musikern zwischen 16 und 28 ausging, ist kennzeichnend für das Camp. Die gesamte Organisation obliegt einer Gruppe junger Freiwilliger, die von der Jeunesses Musicales Deutschland Geld, Raum und Ressourcen zur Verfügung gestellt bekommen. Denn das Camp ist von jungen Leuten für junge Leute.

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