Reformationsjubiläum - Zahlreiche vielseitige Veranstaltungen geplant Würdiges Gedenken an Reformator Martin Luther

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Weikersheim. Mit vielseitigen Veranstaltungen wird der evangelische Kirchenbezirk Weikersheim das Reformationsjubiläum 2017 feiern. Auch die Verdienste von Graf Wolfgang II. für die Reformation in Hohenlohe werden dabei gewürdigt.

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Wie Dekanin Renate Meixner gegenüber unserer Zeitung erläuterte, soll das Jubiläumsjahr am 31. Oktober in der Weikersheimer Stadtkirche St. Georg mit einem Vortrag zum Thema "Reformation und Islam" eröffnet werden.

Pfarrer Rothe zelebriert

Pfarrer Heinrich Georg Rothe, der Islambeauftragte der Evangelischen Landeskirche von Württemberg, wird ihn halten. Der "Lakiu PopChor", der Popchor des evangelischen Jugendwerks von Württemberg, wird am 18. Februar nächsten Jahres zu Gast sein, ebenfalls in der Weikersheimer Stadtkirche.

Der festliche thematische Auftakt wird dann am Sonntag, 2. April nächsten Jahres im Weikersheimer Schloss stattfinden. Geplant ist ein Gottesdienst in der Schlosskapelle mit der Dekanin, anschließend eine Kostümführung mit Graf Wolfgang II. (alias Peter Keßler), der darin auch deutlich macht, was er für die Einführung der evangelischen Gottesdienstordnung geleistet hat. In ihrer neuen Führung "Im Glauben fest" wird am Nachmittag Anita Keßler die Ergebnisse ihrer Forschungen über das Wesen des Grafen als "streitbar im Glauben, großmütig im Verhalten" präsentieren.

Ausstellung geplant

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Im Mai wird eine Ausstellung "Lutherbilder aus sechs Jahrhunderten" stattfinden. Eine Lesung mit Heiner Geißler ist im Laufe des Jahres 2017 vorgesehen.

Im Oktober wird im Kulturforum Bad Mergentheim eine Bibelausstellung stattfinden. Zum Reformationsfest selbst wird am Montag, 30. Oktober, ein Festakt mit Empfang im Rittersaal des Weikersheimer Schlosses stattfinden, veranstaltet zusammen mit der Schlossverwaltung Weikersheim der "Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg". Professor Dr. Johannes Eurich, Direktor des Diakoniewissenschaftlichen Instituts der Theologischen Fakultät der Universität Heidelberg, wird dabei den Festvortrag halten. Ergänzend werden die Kirchengemeinden eigene Veranstaltungen anbieten. Zur Einstimmung referierte bereits Pfarrerin Yasna Crüsemann vor Kirchengemeinderäten und Pfarrern über "Reformation und Eine Welt - Protestantische Streifzüge durch Lateinamerika". Sie stellte fest, dass "die Reformation heute eine Weltbürgerin ist" und auf lokal sehr verschiedene Weise "die Menschen in ihrer Eigenständigkeit und Mündigkeit bestärkt". Gerade im sozialpolitischen Kontext sei die Lehre Martin Luthers in Lateinamerika bedeutsam, sie zeige, dass "jeder Extremist ein Beleidiger Gottes" sei. Die Auslegung der Bibel im Kontext der Gesellschaft sporne vielmehr an zu Solidarität und Selbstbewusstsein der Menschen.

Gesetzlicher Feiertag

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Der Reformationstag am 31. Oktober wird im Jahr des Reformationsjubiläums in Deutschland als gesetzlicher Feiertag begangen. Hier sollen nach dem Wunsch des Kirchenbezirks die Kirchengemeinden am Vormittag eigene Festgottesdienste anbieten. peka