Freundschaft mit Prausnitz - Polnische Delegation besucht vom 15. bis 18. Juli den Weinort Laudenbach / Bevölkerung in Programmplanung einbezogen Verbundenheit reicht zurück bis zu Hatzfeld

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Die Freundschaftstafel in der Hatzfeldgruft der Bergkirche Laudenbach.

© Rüttler

Laudenbach. Ein Freundschaftsbesuch aus dem polnischen Prausnitz steht vom 15. bis 18. Juli in Laudenbach an.

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"Frieden und Freundschaft über alles" unter diesem Leitmotiv stehen die gegenseitigen Besuche der Gemeinden Prausnitz (Prusice in Polen) und Laudenbach. Als sich im Jahr 2001 eine kleine Delegation ins 700 Kilometer entfernte Prausnitz (Schlesien) aufmachte, war noch nicht klar was daraus entstehen könnte.

Mittlerweile treffen sich seit 2002 die Menschen aus diesen beiden Regionen alle zwei Jahre abwechseln im Polnischen Prausnitz und im Deutschen Laudenbach.

Die Verbundenheit reicht jedoch noch viel weiter zurück und ist wohl in der Geschichte einmalig, als Generalfeldmarschall Graf Melchior von Hatzfeld (1593-1658) sich entschloss seinen Leichnam in der Pfarrkirche Skt Jakobus in Prausnitz und sein Herz in der Laudenbacher Bergkirche zur Schmerzhaften Muttergottes beisetzen zu lassen. In zwei fast Identischen von Achilles Kern (1607-1691) aus Forchtenberg in Alabaster und Marmor gefertigtenGrabmalen ruhen seine sterblichen Überreste.

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Diese beiden Grabmale waren dann auch Anlass sich auf den Weg nach Polen zu machen, nachdem das Laudenbacher Grabmal zur Renovation anstand, wollte man wissen in welchem Zustand sich sein Zwilling befand. Der Zustand des Laudenbacher Grabmales war zu dieser Zeit nicht besonders gut und sollte einer grundsätzlichen Renovierung unterzogen werden. Mittlerweile konnte das Grabmal weitgehend gesichert werden, wenn auch im Moment einige Teile davon in die Werkstätten des Landesdenkmalamtes zur Überarbeitung gegeben wurden, so hofft die Laudenbacher Kirchengemeinde doch auf eine baldige "gesunde" Rückkehr.

Empfang und Grillfest

Durch die Katholische Kirchengemeinde und die Ortsverwaltung Laudenbach wurden die Freunde aus Polen nun zu einem Besuch vom 15. bis 18. Juli eingeladen und sie haben ihr Kommen auch zugesagt. Eine 30-köpfige Delegation wird am Freitag 15. Juli in Laudenbach gegen 17 Uhr eintreffen und am Marktplatz durch den Organisator des Freundschaftskomitees Karl Engelhardt begrüßt.

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Pfarrer Burkhard Keck und Ortsvorsteher Martin Rüttler werden ein Grußwort sprechen. Die Musikkapelle Laudenbach umrahmt den Empfang. Die Unterbringung der Freunde aus Polen erfolgt in Gastfamilien in Laudenbach.

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Am Samstag, 16. Juli wird ein Ausflug mit den Gästen nach Schwäbisch Hall Unternommen. Dort wird eine Stadtführung angeboten und die Johanneskirche und das Würth Museum besucht. Am Abend trifft man sich dann zum gemeinsamen Essen mit Freunden, Gastfamilien und Interessierten aus der Bevölkerung um 19 Uhr in der AMC Halle. Der Besuch auf dem Lichterfest im Kurpark Bad Mergentheim ist geplant und wird individuell mit den Gästen gestaltet.

Der Sonntag 17. Juli beginnt dann um 10.30 Uhr mit einem festlichen Gottesdienst in der Bergkirche Laudenbach und wird durch Pfarrer Burkhard Keck und weiteren Geistlichen gefeiert. In Anbetracht der beiden unterschiedlichen Sprachen wird Deutsch und Polnisch gesprochen. Die langjährige Dolmetscherin Dorota Sokolowska wird die Ansprachen übersetzen.

Anschließend wird eine Vorstellung und Besichtigung das Hatzfeldgrabmales stattfinden. Gegen 13 Uhr trifft man sich dann zum Mittagessen im Gasthof zur Traube in Laudenbach.

Weikersheim kennenlernen

Bürgermeister Klaus Kornberger empfängt um 15 Uhr die Gäste in der Stadt Weikersheim und lädt Anschließend zum Rundgang durch Schloss, Stadt und Skulpturen-Ausstellung ein.

Am Abend ab 18 Uhr wird dann im Schlosshof und der Zehntscheuer unter Teilnahme der Bevölkerung ein Grillfest stattfinden. Bei Musik und Gesang kann dann die Freundschaft mit den Gästen weiter vertieft werden.

Am Montag, 18. Juli, 9 Uhr, machen sich dann die Gäste wieder auf ihre Heimreise und werden durch die Bevölkerung am Marktplatz in Laudenbach verabschiedet.

Wer noch weitere Informationen benötigt oder sich im Rahmen der Freundschaft Prausnitz/Laudenbach einbringen möchte, kann sich mit Karl Engelhardt unter der Telefonnummer 07934 /8237 oder per E-mail an karle.engelhardt@arcor.de melden. marü