Kultur - Besondere Veranstaltung im Igersheimer Bürgerhaus / Schokolade, Wein und schöne Klänge Ein süßes Konzert für alle Sinne

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Schön anzusehen und zu hören: Die Band präsentierte eingehende Songs mit deutschen Texten, im Hintergrund wirkt der Chokolatier.

© Hans-Peter-Kuhnhäuser

Igersheim. Schon am Eingang duftete es nach Schokolade - die Konzertbesucher wurden gut eingestimmt auf das Schokoladenkonzert mit Christina Rommel und ihrer Band. Ergänzt wurde die Truppe von einem Chokolatier.

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Die Sängerin und ihre Crew haben alles andere als Starallüren; Beim Aufbau packen alle mit an. Was die Konzertbesucher am Abend im Bürgersaal erlebten, hat es so noch nicht gegeben. Und deshalb werden sich viele ärgern, kein Ticket gekauft zu haben.

Das Schokoladen-Konzert war süß, anregend und schön für Augen und Ohren. Wer kam, erlebte und genoss reichlich - Musik, Schokolade und Wein. Und nicht zuletzt Christina Rommel und ihre Band.

Am Abend schließlich sprudelte gleich vor der Tür der Schokobrunnen und verströmte seinen Duft. Dirk Bockstedde, Chokolatier, schaute noch kurz nach dem Rechten, dann ging auch er wieder in den Saal. Die Zuhörer warten gespannt, dann betraten Bockstedde und Band die Bühne. Die Musiker, Markus Behn (Percussion), Christian Hildebrand (Gitarre und Gesang) sowie Tommy Bock (E-Gitarre und Gesang) und Sängerin Christina Rommel, legten los. Zunächst eher leise, aber anmutig wurde das Publikum eingestimmt.

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Genießen mit allen Sinnen war angesagt - das fand genau so statt. Die Lieder, alle haben deutsche Texte, handelten von Gefühlen, Emotionen und kamen locker-luftig rüber. Gelegentlich wurde es rockiger, aber immer wieder ging es um Sinnliches, besonders zwischen den Songs, wenn Christina Rommel, die Musiker und auch der Chokolatier über Schokolade und ihre Liebe zum Naschwerk erzählten. Nicht nur musikalisch wurde Süßes serviert, auch gearbeitet wurde auf der Bühne. Hinter den Musikern hatte der Chokolatier seine ,,Küche" aufgebaut und war eifrig am Werkeln - Schokoplätzchen und Pralinen wurden live produziert.

Derweil unterhielt Christina Rommel mit sanfter Stimme und machte deutlich, dass Schokolade eben nicht nur süß ist, sondern besondere Begehrlichkeiten weckt. Wie sie das wortreich darlegte und sich dabei im Takt der Worte bewegte, machte Spaß. So ganz nebenbei gab's auch ein bisschen Schokoladen-Bildung. Schon die Inka und Azteken kannten die Kakaofrucht, sie sprachen bereits vor 3500 Jahren vom "Trank der Götter". Durch Kolumbus schließlich kamen auch die Europäer auf den Geschmack.

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Regelmäßig wurde das Publikum geschmacksbildend mit einbezogen. Extra im Vorfeld ausgesuchte "Schoko-Girls", servierten dem Publikum Plätzchen und Pralinen, dazu gab's jeweils passenden Markelsheimer Wein. Gut eingestimmt mit den sanften Klängen der Sängerin und ihrer Band zerging das Naschwerk auf der Zunge, der extra ausgewählte Wein erwies sich als überaus passend.

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In der Pause strömten alle ins Foyer - natürlich gab es auch hier reichlich Süßes. Der Schokobrunnen war ein Magnet, viele nutzen die Gelegenheit, einen Keks oder ein Schoko-Plätzchen in die warme, aromatisch-wohlriechende Masse zu tauchen. Aber auch das Gespräch mit Christina Rommel und dem Chokolatier war hier möglich, viele Besucher deckten sich am Verkaufsstand mit CDs und Schokolade ein.

Auch der zweite Teil des Konzerts verlief angenehm. Die Songs wurden rockiger, zudem präsentierte Christina Rommel eine ,,Welt-Uraufführung", nämlich den Song ,,Nordwest" von ihrem gleichnamigen und gerade veröffentlichtem neuen Album. Natürlich wurde auch weiterhin genascht. Drei Schülerinnen holte sich die Sängerin auf die Bühne, sie sollten raten, was in den Plätzchen war. "Vorsicht, Geschmacksexplosion!", warnte Rommel die Jugendlichen. Die sollten ein Referat über Schokolade machen, da war das ein guter Einstieg. Auf "Himbeeren" kamen sie schnell, aber mehr errieten sich nicht.

Christina Rommel klärte auf. Dass Schokolade, Himbeeren und ein Schluck Prosecco so wunderbar harmonieren, durften auch die Zuhörer feststellen, denn wieder machten die "Schokoladenmädchen", verstärkt durch Christina Rommel, die Runde. Dazu gab es einen guten Markelsheimer Tropfen. Das kitzelte den Gaumen und schmeichelte der Zunge, zudem gab's noch ordentlich was zu sehen und auf die Ohren. Angenehme Songs eben, nicht aufdringlich, aber eingängig und schön dargeboten.

Einfach gehen lassen wollten die Zuhörer die Band nicht - laut hallten die ,,Zugabe-Rufe" im Saal. Da ließ sich Christina Rommel nicht lange bitten, und so hörten die Zuhörer noch zwei Stücke.

Mit viel Applaus verabschiedete das Publikum die Künstler, die am Mikrofon, mit ihren Instrumenten sowie mit Schokolade und Weingläsern einen wunderschönen optischakustisch-kulinarischen Dreiklang präsentierten. hp